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Vorgestellt: Gonzeraths Spielführer und Routinier Daniel Willems

Vorgestellt: Gonzeraths Spielführer und Routinier Daniel Willems

Daniel Willems ist nach sieben Jahren Rheinlandliga beim SV Morbach zum ambitionierten A-Ligisten SV Gonzerath gewechselt und zum Spielführer gewählt worden. Der TV sprach mit dem klugen Passgeber über Gründe des Wechsels, Ziele und Kuriositäten.

Morbach/Gonzerath. Beim 6:1-Sieg gegen Niederemmel wurde er zum starken Vorbereiter und Spiritus Rector. Im Beruf Soldat, im Familienleben vierfacher Vater und bei seinem Hobby erfahrener Taktgeber hat Willems schon einiges erlebt. Dass jemand von der Rheinlandliga zwei Klassen tiefer wechselt, hat für Willems triftige Gründe: "Der Zeitaufwand in der Verbandsliga war einfach zu groß. Wenn du drei- bis viermal Training in der Woche hast, kommt das Familienleben zu kurz. Ich habe vier Kinder, und die wollen auch beschäftigt sein. Ansonsten waren die sieben Jahre in Morbach eine sehr reichhaltige Erfahrung für mich."
Bei seinem neuen Club hat sich der gelernte Stürmer und am liebsten auf der "Sechs" spielende Vollblutfußballer schnell zurechtgefunden und ist gleich zum Kapitän gewählt worden. Was will Willems erreichen? "Für den ganz großen Wurf, sprich Aufstieg, wird es in diesem Jahr noch nicht reichen. Dafür sind andere Teams wie Salmrohr, Traben-Trarbach oder Buchholz einfach zu stark und konstant. Doch ein gesicherter Mittelfeldplatz zwischen Platz vier und sieben ist realistisch", sagt der in Daun geborene Berufssoldat.
Sein erster Verein war der SV Üdersdorf nahe Daun. Schnell zog es das Talent zum SV Wittlich, bei dem er bis zur A-Jugend kickte. Über die Stationen TuS Daun 05 und SSV Dhrontal heuerte er beim SV Morbach an, spielte sieben Jahre bis zu seinem Wechsel im Sommer nach Gonzerath höherklassig. An eine kuriose Episode erinnert sich der Regisseur noch heute: "Wir fuhren zu einem 18-Uhr-Spiel nach Neitersen, spielten dort grottenschlecht und verloren 0:1. Nach der Rückfahrt wurde nicht die Familie aufgesucht, sondern Arno Michels bat um 23 Uhr zum Straftraining. Das hat mich schon geprägt. Doch von allen Trainern lernte ich von Arno am meisten."
Nun will der 31-jährige Willems zusammen mit dem hochkarätigen Neuzugang Sascha Fuhr der Mannschaft neue Impulse geben. L.S.