Warum das Sauertal so anziehend ist

Interview Frank Wagner : Warum das Sauertal so anziehend ist

Fußball: Frank Wagner, der Initiator des Turniers um den Wintercup, freut sich auf spannende Duelle.

Namhafte Teams in der Wintervorbereitung zusammenzubringen, einen attraktiven Rahmen zu bieten und den guten Zweck unterstützen:  Diese Idee hatte Frank Wagner vor gut fünf Jahren. Begeistert waren davon die Verantwortlichen der SG Ralingen.  Inzwischen stehen die Sauertaler und ihr früherer Trainer, der einst für Salmrohr in der Regionalliga auf Torejagd ging,  vor der sechsten Auflage des Wintercups. Was sich Wagner vom Aufeinandertreffen der beiden Oberligisten Eintracht Trier und Schott Mainz sowie den Luxemburger Erstligisten Victoria Rosport und Fola Esch erwartet, was seine größte Sorge vor dem Turnier am Samstag und Sonntag (siehe Infokasten) ist und wie seine Pläne als Trainer sind, verrät er im TV-Interview.

Wie oft ging in den vergangenen Tagen Ihr Blick auf die Wettervorhersage für Ralingen?

WAGNER (lacht) Viel häufiger als sonst. Nachdem wir letztes Jahr aufgrund der heftigen Schneefälle nur ein reduziertes Programm fahren konnten, sieht es diesmal aber wieder ordentlich aus:  Zumindest der Samstag soll trocken sein, und an beiden Tagen sind Temperaturen im höheren einstelligen Bereich vorausgesagt. Und für schlechtere Witterungsbedingungen ist ja zur Not mit dem Pavillon zum Unterstellen und heißen Getränken vorgesorgt.

Im Sommer wären bessere Witterungsbedingungen viel wahrscheinlicher…

WAGNER Zwischen den Saisons gibt es aber schon so viele Sportfeste und Testspiele mit prominenter Beteiligung. Die Intention war, Mannschaften, die bei schwierigeren äußeren Platzverhältnissen auf der Suche nach guten Spielmöglichkeiten sind, ein Umfeld zu bieten. Hier im Sauertal gibt es super Kunstrasenplätze, und das Wetter ist eher mild. Die direkte Nachbarschaft zu Luxemburg und das gemischte Teilnehmerfeld mit Mannschaften aus Deutschland und dem Großherzogtum machen das Ganze umso interessanter.

In den bisherigen fünf Auflagen gab es noch nie einen Sieger aus Luxemburg. Wie sehen Sie diesmal die Kräfteverhältnisse?

WAGNER Ausgeglichener denn je. Mit der Eintracht und Schott zwei Topteams aus der Oberliga, mit der Fola und Rosport zwei Mannschaften aus der BGL-Ligue: Einen klaren Favoriten sehe ich im Vergleich zu früheren Jahren, als die Regionalligisten oft den Ton angaben, nicht. In Luxemburg geht es zwei Wochen später wieder um Punkte, in der Oberliga wiederum eine Woche darauf. Gerade,  weil die Vorbereitung fortgeschritten ist, werden die Mannschaften den Wintercup sehr ernst nehmen.

Wie aufwendig ist es, die Teams ins Sauertal zu locken?

WAGNER Mittlerweile ist das viel leichter als früher. Ich muss den Trainern nicht mehr groß erklären, was der Wintercup ist. Mit Lokalmatador Victoria Rosport und Eintracht Trier haben wir ja dankenswerterweise namhafte Konstanten, die regelmäßig kommen. Das wiederum sind gute Argumente für andere. Schott Mainz kommt bereits zum zweiten Mal und will die Turnierteilnahme wieder mit einem Mannschaftsabend in Trier verbinden. Jeff Strasser (der Trainer von Fola Esch, d. Red.) war direkt auch sehr interessiert und ließ sich für den Wintercup begeistern.

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, den früheren Bundesligaprofi Strasser im Rahmen des Wintercup auch selbst spielen zu sehen?

WAGNER Es wäre toll, wenn er am Samstagabend beim Einlagespiel der Kicker gegen Krebs gegen die Auswahl luxemburgischer Nationalspieler auch noch mitwirken könnte. Ob das aufgrund von Verletzungsproblemen aus seiner Profizeit noch klappt, wird sich eventuell erst kurzfristig entscheiden. In jedem Fall dürfen sich die Zuschauer auf viele Hundert Oberliga- und Regionalligaspiele auf der einen und Länderspieleinsätze auf der anderen Seite freuen.

Nachdem Sie fünf Jahre die SG Sauertal trainiert haben und dann beim FC Bitburg Jugendcoach waren, sind Sie inzwischen für die Rosporter U15 zuständig. Wie sehen Ihre weiteren Trainer-Ambitionen aus?

WAGNER Das ist derzeit noch offen. Vieles ist möglich – dies- und jenseits der Grenze, im Senioren- oder Jugendbereich, aber auch ein Sabbatjahr. Spätestens an Ostern will ich Klarheit haben.