Warum die A-/B-Liga-Relegation diesmal wohl entfällt

Nachspielzeit – Die Amateurfußballkolumne : Warum die A-/B-Liga-Relegation diesmal wohl entfällt

Wie viele Mannschaften können am Ende der Saison absteigen, wer hat eventuell noch die Chance, über die Relegation in der Liga zu bleiben oder aber den Aufstieg zu schaffen? Diese Frage beschäftigt in den nächsten Wochen zunehmend auch die Fußballer im Spielkreis Mosel. Eines vorweg: Es wird mal wieder kompliziert.

Die Blicke sind wie gehabt oft in (weit) höhere Ligen gerichtet, da eine größere Anzahl an Absteigern von oben bis in untere Gefilde durchdrückt. Der TV hat den Ist-Zustand zugrunde gelegt und das Szenario bis nach unten durchgespielt.

In der Dritten Liga wird auch diesmal das Schicksal für so manchen Kreisligisten eingeleitet. Sollte es demnach zum Abstieg der auch aktuell in der roten Zone platzierten Südwest-Teams des VfR Aalen (20.) und der SG Sonnenhof Großaspach (17.) kommen, hätte das in der viertklassigen Regionalliga Südwest fünf Absteiger zur Folge. Hier müssten dann der FSV Mainz 05 (Tabellen-16.) und Wormatia Worms (14.) runter und würden dann in der Saison 2019/20 in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar spielen.

Nun kommt eine weitere Komponente dazu – die Anzahl der Absteiger hängt wie auch in der Rheinlandliga vom Ausgang der Aufstiegsrunde der Tabellenzweiten ab.

Akut abstiegsgefährdet ist in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar der momentane Drittletzte TSV Emmelshausen. Nur, wenn der Oberliga-Vertreter (dies kann bei mehreren Verzichten sogar noch der Tabellenvierte sein) in der Relegation aufsteigt und keiner aus der Regionalliga in die Oberliga  runter muss, wäre Emmelshausen gerettet. Wahrscheinlicher sind aber mindestens vier, wenn nicht sogar fünf Absteiger.

Bleibt es also bei den Hunsrückern als einzigem Absteiger in die Rheinlandliga, müssten dort vier  Mannschaften in die Bezirksliga Ost, Mitte oder West runter – und nur drei, wenn der Vizemeister etwa den Aufstieg schafft. Die nach Meldeschluss im vergangenen Sommer zurückgezogene TuS Koblenz II (als 19. Team offiziell geführt) steht übrigens als erster Absteiger fest.

Aus regionaler Sicht ist in jedem Fall die SG Hochwald-Zerf derzeit als Tabellenvorletzter der Rheinlandliga akut gefährdet. Auch Salmrohr (14.) und die SG Ellscheid (11.) sind noch nicht aus dem Schneider.

Sollte es also bei einem Absteiger in die Westgruppe der Bezirksliga bleiben, hätte das dort nach dem letzten Spieltag insgesamt drei Absteiger in die Kreisliga A zur Folge.

Der Spielkreis Mosel stellt aktuell in der Bezirksliga sowohl den Letzten (SG Buchholz), wie auch mit dem SV Niederemmel den Vorletzten – beide sind schon mehr oder weniger abgeschlagen. Zwei Absteiger aus der Bezirksliga wiederum hätte im Spielkreis Mosel den Wegfall der A-/B-Relegation und drei sichere Absteiger in die beiden B-Klassen zur Folge.

Eine Relegation zwischen  der Rheinland- und der Bezirks-, wie auch zwischen der Bezirks- und der A-Liga wird nach Verbandsangaben auch diesmal in keinem Fall gespielt.

Derzeit ist die Konstellation noch relativ eng in der A-Liga, einmal abgesehen von der SG Salmbachtal Klausen, die erst acht Punkte auf dem Konto und damit deren neun weniger als der Drittletzte SG Traben-Trarbach (17) hat. Dazwischen rangiert die SG Heckenland Niersbach mit 14 Zählern. Traben-Trarbach und der Elfte von der SG Minderlittgen-Hupperath sind wiederum punktgleich, weshalb sie ein Entscheidungsmatch austragen müssten – das Torverhältnis zählt bis zur Rheinlandliga nicht, wenn es um Auf- oder Abstiege geht. Insgesamt vier Mannschaften müssten aus den Kreisligen B I und B II in die C-Ligen runter. Die beiden Vorletzten könnten aber noch mit den Vizemeistern der C I und C II um einen freien Platz in der B-Liga kämpfen.

Das alles als Momentaufnahme. Noch kann sich in den Ligen einiges verschieben und auch zum Beispiel Mannschaftsabmeldungen und die Gründung von neuen Spielgemeinschaften könnten Veränderungen und freie Plätze ergeben. Stichtag für die Abgabe der Meldungen beim Verband ist der 15. Juni. So lange und vielleicht sogar noch länger darf eifrig gerechnet und spekuliert werden.

Andreas Arens

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