Weniger ist mehr

Die sportliche Fairness wird im Fußball großgeschrieben. Aus diesem Grund gibt es im Spielkreis Eifel den von der Kreissparkasse gesponserten Fairness-Wettbewerb. Der TV listet auf, wer in den einzelnen Ligen dabei derzeit die Nase vorne hat.

Bitburg. Der Fairness-Wettbewerb wird auch in diesem Jahr auf Kreisebene in drei Kategorien ausgetragen. In der Kategorie I sind die Mannschaften der Bezirksliga West, der Kreisliga A und der Kreisligen B zusammengefasst. Welche Bewertungskriterien gibt es? Erhält ein Spieler eine Gelbe Karte, so bedeutet das einen Minuspunkt. Wird ein Spieler mit Gelb-Rot vom Feld geschickt, bekommt das Team drei Minuspunkte aufgebrummt. Muss ein Sünder mit Rot vom Feld, hagelt es fünf Minuspunkte. Aber auch die Vernachlässigung der Platzdisziplin sowie das Zuschauerverhalten finden Berücksichtigung.

In der A-Liga führt die SG Weinsheim



Die Schiedsrichter sind angehalten, konsequent und unnachgiebig zu pfeifen und die brutalen oder versteckten Fouls mit aller Entschiedenheit zu ahnden. Bei der Behandlung solcher Vergehen bleibt teilweise eine subjektive Ansicht aber nicht aus. In diesem Zusammenhang wird auf die mentale Situation eines Unparteiischen verwiesen, obwohl die Thematik bei allen gleich anzuwenden ist. "Manchmal kommt es eben vor, dass ein Schiedsrichter schneller die Karten zückt als ein anderer", sagt Kreisschiedsrichter-Obmann Hans-Dieter Jardin.

Zudem können auch andere Kriterien im Wettbewerb keinen Niederschlag finden, die bei der Beurteilung von Anstand und Fairness zu beachten sind — beispielsweise, ob ein Spieler den Ball ins Aus befördert, wenn er sieht, dass ein Gegenspieler verletzt am Boden liegt.

Im aktuellen Fairness-Wettbewerb ergibt sich derzeit folgendes Bild: In der A-Liga nimmt die SG Weinsheim den ersten Platz ein (25 Gelbe Karten). Dahinter folgt der derzeitige Liga-Spitzenreiter SG Auw II, der mit 27 Zählern (22 Gelbe und eine Rote Karte) eine ebenfalls gute Fairness offenbart. Dritter in dieser Rubrik ist das Liga-Schlusslicht aus Badem: Lediglich 16 Gelbe, zwei Gelb-Rote und eine Rote Karte schlagen zu Buche.

In der Kreisliga B I ergibt sich folgende Situation: Spitzenreiter dort sind durchweg Teams, die nicht ganz oben stehen: Die DJK Kelberg ist Erster mit 19 Gelben, einer Gelb-Roten und zwei Roten Karten und einem Punktestand von 32. Verfolger Nummer eins ist die SG Gönnersdorf, die es auf 35 Punkte bringt. Dritter im Bunde ist die SG Winterspelt — mit 36 Punkten. Ohne Rote Karten kamen bislang die Vereine aus Berndorf, Gerolstein und Prüm aus.

In der Kreisliga B II bietet sich ein völlig anderes Bild: Die abstiegsgefährdeten Vereine aus Daleiden, Karlshausen und Koosbüsch rangieren auf den Plätzen zwei bis vier. Nur der Tabellen-Sechste, die SG Messerich, ist hier besser: 17 Gelbe, eine Gelb-Rote und eine Rote Karte sind bislang in die Wertung eingeflossen. Ohne Rote Karte sind gegenwärtig die Clubs aus Daleiden, Koosbüsch, Bollendorf, Bitburg und Geichlingen.

Die vier Eifelvereine in der Bezirksliga West sind ebenfalls fair am Ball: Die ersten beiden Plätze belegen die SG Auw und die SG Großkampen. Lambertsberg ist Elfter ohne roten Karton. In diesem Sinne braucht sich die "Eifelfraktion" nicht zu verstecken.