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Wenn sich Spieler wieder mit dem Verein identifizieren

Wenn sich Spieler wieder mit dem Verein identifizieren

Noch im Winter nach einer Niederlagenserie von zehn Spielen als sicherer Abstiegskandidat gehandelt, hat B-Ligist SV Bettenfeld nach einem guten Start in die Rückrunde und mit einem neuen Trainer den Anschluss ans Mittelfeld hergestellt. Der TV sprach mit Geschäftsführer Klaus Bracht über Vergangenes und Zukünftiges.

Bettenfeld. Klaus Bracht ist als langjähriger Spieler mit höherklassiger Erfahrung in Bettenfeld eine Gallionsfigur, hat Höhen und Tiefen mit dem Verein erlebt. Dass es in letzter Zeit mehr Nackenschläge gab, beunruhigt Klaus Bracht nicht. "Wichtig ist, dass du immer wieder aufstehst, nie die Flinte ins Korn wirfst und für deine Ziele kämpfst".
Der Verein war nach einer sehr kurzen Vorbereitungszeit infolge zu spielender Relegation im Sommer schlecht aus den Startlöchern gekommen. Nach einer Niederlagenserie von zehn Partien in Folge warf Spielertrainer Christof Thiel im Herbst das Handtuch - Andreas Jany übernahm für vier Spiele das sportliche Ruder. Mit der Installation von Neu-Coach Heinz Görgen ist nun wieder mehr Zug und Disziplin eingekehrt - und nach zwei Siegen (bei zwei Niederlagen) auch die Hoffnung auf den Klassenverbleib realistischer geworden.
Klaus Bracht: "Heinz Görgen ist Bettenfelder und kennt die Jungs seit Jahren aus dem Effeff. Als langjähriger B-Jugendtrainer setzt er die Schwerpunkte Disziplin, Trainingseifer und positive Einstellung hervorragend um." Görgen gilt als Hardliner, agiert kompromisslos und reicht nicht einmal den kleinen Finger. Durch sein konsequentes Arbeiten ist das Team wieder enger zusammengerückt und gefestigter.
"Wir haben den Anschluss trotz der beiden Niederlagen zuletzt ans Mittelfeld gefunden und müssen weiter punkten, damit unser primäres Ziel Klassenerhalt gelingt. Es wird bis zum Schluss gehen. Wir wollen Viertletzter werden, dann umgehen wir auch eine mögliche Relegation." Vor allem die Leistungen nach den Siegen gegen Dörbach (4:0) und Niederkail II (4:2) haben Bracht gefreut. "Der Klassenerhalt ist wieder realistisch, die Stimmung in der Mannschaft ist gut, die Trainingsbeteiligung auch. Jeder Spieler hat sich wieder mit dem Verein identifiziert."
Bracht sieht sich als Geschäftsführer im Vorstand verantwortlich für das Sportliche im Herrenbereich und bewertet die Zusammenarbeit mit dem ersten Vorsitzenden, Fritz Tobehn, als sehr fruchtbringend. Als erster Ansprechpartner hinter den Trainern hat er das Traineramt seit zwei Jahren aufgegeben, kennt die Abläufe und Personalien im Verein allerdings nur zu gut. "Nach der SG-Auflösung 2002 mit Meerfeld war es nie leicht - wir hatten Rückschläge zu verkraften, standen damals mit zwölf Spielern da und wussten nicht, wie es weitergeht. Doch wir haben die B-Liga über fünf Jahre hinweg gehalten als eigenständiger Verein. Das macht uns schon stolz", sagt Bracht, der das Wir-Gefühl wieder neu erweckte.
Optimistisch stimmt Bracht, dass derzeit kein Spieler verletzt ist, nur Marc Schmitz ist oft in Frankreich und kann nicht immer spielen. Inzwischen sind auch der gesperrte Sven Schermann, Christian Gierden und Fidan Berisha wieder dabei. Kapitän ist Waldemar Chabarov. L.S.