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Wer kann das Abstiegsgespenst vertreiben?

Wer kann das Abstiegsgespenst vertreiben?

Es geht hauteng zu im Tabellenkeller der Kreisliga A. Nach dem Doppelsieg der SG Lünebach haben die Schützlinge von Rüdiger Otte die Abstiegsränge verlassen können, doch jetzt stehen die nächsten schweren Brocken vor der Tür. Wer kann sich noch retten oder steigen gar drei Teams in die B-Klassen ab?

Bitburg. Zwischen zwei und vier Mannschaften werden am Saisonende aus der Kreisliga A absteigen müssen - abhängig davon, wieviele Eifeler aus der Bezirksliga in die A-Liga kommen. Je nach Konstellation könnte es also eins der drei zurzeit am stärksten bedrohten Teams (SG Lünebach/Pronsfeld, SG Schneifel II, SG Nattenheim/ Fließem) schaffen, den Kopf noch aus der Schlinge zu ziehen.
Das Osterwochenende hat es gezeigt: kein Team ist abzuschreiben und jeder kann jeden schlagen. Die SG Lünebach/Pronsfeld zierte monatelang das Tabellenende und hat sich mit neun Punkten aus den letzten vier Spielen (die Partie von gestern war bei Redaktionsschluss noch nicht beendet) auf Platz zwölf geschoben. Trainer Rüdiger Otte: "Das war ein wichtiger Sieg in Nattenheim. Nicht nur, dass wir gegen die unmittelbaren Konkurrenten im Abstiegskampf dreifach punkteten war wichtig, sondern auch der Sieg in Bitburg. Wenn du nicht absteigen willst, musst du auch mal einen überraschenden Dreier setzen."
Weil auch Nattenheim zuletzt jeglichen Schwung und Lebendigkeit hat vermissen lassen, könnte Rüdiger Otte im nächsten Jahr trotz eines Klassenerhalts mit Lünebach nur B-Liga spielen. Otte beerbt zur neuen Saison den zum 1. Juli nach Spangdahlem abwandernden Dieter Conrad auf der Trainerbank von Nattenheim/Fließem. "Ich habe den Auftrag, mit Lünebach nicht abzusteigen und denke derzeit nicht an das künftige Engagement im Sommer in Fließem. Das blende ich aus. Wir haben bewiesen, dass wir auch erfolgreichen Fußball spielen können. Das 1:0 von Bitburg war kein Zufallsprodukt", sagt Otte.
Conrad hatte mit der SG Nattenheim-Bickendorf/Fließem zuletzt nichts zu lachen und musste eine "leblose und ohne kämpferisches Gegengewicht agierende Mannschaft" sehen. "Gegen Watzerath haben wir nur Spalier gestanden und sind nebenher gelaufen, da kannst du nur sieben Dinger kriegen. Spielerisch haben wir derzeit nicht die Qualität für die A-Klasse. Es ist bitter, das zu sagen, aber momentan kommt einfach zu wenig von der Mannschaft", sagt Conrad und fügt im Anschluss hinzu, dass "wir jetzt nicht aufgeben dürfen. Wir werden mit allen Mitteln kämpfen, um am Ende nicht abzusteigen."
Wenn sein Team in zwei Wochen die SG Auw II zum nächsten Abstiegsgipfel empfängt, wird es höchste Zeit für einen Sieg. "Lieber mit wehenden Fahnen untergehen, als gar nichts dagegen zu tun", lautet die Devise des Trainerhaudegens.
Der dritte Kandidat im Bunde ist die Bezirksliga-Reserve aus Auw/Stadtkyll/Hallschlag/Ormont. Dabei ist die Konstellation sehr brisant, weil die erste Garnitur in der Bezirksliga ebenfalls um den Nachweis der Ligatauglichkeit ringt. Bezirksliga-Trainer Thorsten Schmitz, der zuletzt in Lünebach mit auf dem Platz stand sagt: "Uns fehlte zuletzt die Konstanz und die Konzentration über 90 Minuten. Natürlich hat die Bezirksligaelf Priorität, doch wir werden alles unternehmen, damit beide Mannschaften in ihren aktuellen Spielklassen bleiben können. Der A-Liga-Trainer Martin Knuppen leistet gute Arbeit und steht in keiner Weise zur Disposition", so Schmitz, der mit der Ersten zuletzt einen 5:1-Sieg gegen Leiwen feiern durfte. Wie Conrad und Otte glaubt auch Schmitz an einen Dreikampf bis zum Schluss. "Ich glaube nicht, dass da noch andere Mannschaften ganz unten reinrutschen werden." L.S.