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Wer steigt auf? Wer steigt ab?

Wer steigt auf? Wer steigt ab?

Jedes Jahr treiben die Auf- und Abstiegsregeln den Verantwortlichen der Fußballvereine Sorgenfalten auf die Stirn. Der Volksfreund gibt einen Kurzüberblick über die eigentlich definierten, aber dennoch sehr unübersichtlichen Regeln zu den Themen Aufstieg, Abstieg und Relegation im Spielkreis Eifel.

Daun/Bitburg/Prüm. 15 Seiten voller Tabellen und Erklärungen - Die Regelungen des Fußballverbands Rheinland zum Auf- und Abstieg von Fußballmannschaften in die nächsthöhere beziehungsweise -niedrigere Liga sind alles andere als übersichtlich. Längst ist es nicht damit getan, festzulegen, dass ein Meister aufsteigt und zwei Mannschaften aus einer Staffel absteigen. Der ganze Auf- und Abstiegsmechanismus ist ein einziges Rechenspiel, das erst endgültig abgeschlossen werden kann, wenn auch in den Profi-Ligen feststeht, wer die Klasse hält und wer absteigt. Erhält beispielsweise ein Club in der dritten Liga nicht die Lizenz für die nächste Saison, kommt eventuell der Regionalliga West ein Team hinzu, eine Mannschaft zusätzlich steigt in die Oberliga ab, von der Oberliga wiederum ein Team mehr in die Rheinlandliga und so weiter. Es können sich dann auch zusätzliche freie Plätze in irgendeiner Spielklasse ergeben und somit Relegationsentscheidungen fällig werden.
Für die Kreisligen ist zunächst aber der Blick auf die Bezirksliga am wichtigsten. Man kann zumindest der aktuellen Tabellensituation nach erahnen, dass bei fünf Absteigern die beiden Eifel-Teams SG Baustert und SG Wallenborn den Gang nach unten antreten werden. Für die Kreisliga A bedeutet das, dass dann drei Mannschaften in die B-Liga absteigen. Da der Vorstand des Spielkreises Eifel eine Aufstockung der A- und B-Ligen kategorisch ablehnte, steigen nur die beiden Meister der B-Ligen auf. Aus den beiden B-Staffeln steigen jeweils die beiden Letzten in die Kreisligen C ab.
Relegationsspiele finden statt



Für alle Fälle wird jedoch sowohl um A- als auch um B-Liga-Plätze Relegation gespielt. "Das Risiko, dass plötzlich noch eine Mannschaft zurückzieht und dann Ende Juni auf einmal Plätze in den Ligen frei werden, will ich nicht eingehen", sagt Kreissachbearbeiter Amandus Thurn. So setzt der Spielkreis nach einer Relegationstagung die Partien an, obwohl eventuell gar keine Entscheidung aus diesen Spielen benötigt wird. "Diese Relegationsspiele sind nur eine reine Vorsichtsmaßnahme, wenn es freie Plätze in den A- oder B-Ligen geben sollte - sie ist also pro forma und garantiert nichts", erklärt Thurn.
Auch aus den C-Ligen steigen die Meister auf. Ausnahme könnte die C II sein: Steigt die SG Dasburg I von der Kreisliga B in die A-Liga auf, wird auch deren zweite Mannschaft aus der Kreisliga C II sicher in die B-Liga aufsteigen, da Burbachs Reserve aufgrund der ersten Mannschaft in der B-Liga keine Aufstiegsberechtigung hätte. Wird Dasburg I jedoch nicht Meister, darf auch die Reserve nicht aufsteigen, somit wäre der Drittplatzierte am Zug.
In der Kreisliga C sollen pro Staffel zwei Mannschaften absteigen, wobei die bessere von beiden ebenfalls die Chance auf eine Relagationsrunde hat. Die vier Meister der D-Ligen steigen in die C-Ligen auf.
Für alle Ligen gilt: Bei Punktgleichheit zählt die Tordifferenz nicht. In diesem Fall kommt es zu Entscheidungsspielen oder zu einer Entscheidungsrunde, wenn mehrere Teams punktgleich sein sollten. "Wir laden alle Vereine, die von Entscheidungsspielen oder einer Relegation betroffen sein könnten, schon mal für den 18. Mai (Mittwoch) zur Relegationstagung ein. Diese findet in Birresborn im Gasthaus Krone statt", sagt Amandus Thurn.