1. Sport
  2. Fußball
  3. Regional

Wie verhext: Das Tor war für die Roten Teufel wie zugenagelt

Fussball 3. Liga : Wenn „das Ding“ einfach nicht rein will

Viele Chancen, kein Tor: Lauterns Nullnummer gegen Großaspach als Stimmungskiller. Der FCK richtet den Blick nach vorne.

Der 1. FC Kaiserslautern verliert die Aufstiegsränge der 3. Fußball-Liga so langsam aus dem Blick: Nach der laut Gästetrainer Mike Sadlo „Nullnummer der besseren Art“ gegen die abstiegsbedrohte SG Sonnenhof Großaspach rangieren die Roten Teufel mit 30 Punkten auf Rang zehn – sechs Zähler hinter dem auf Relegationsrang drei liegenden Südwestrivalen SV Waldhof Mannheim.

Trotzdem wollte Lauterns Trainer Boris Schommers nach der Partie nichts von einem Rückschlag hören: „Mit dem Ergebnis bin ich nicht zufrieden, wir haben heute zwei Punkte verloren. Das Wort Rückschlag ist für mich aber völlig fehlplatziert. Wir hatten 14 Torchancen, darunter fünf bis sechs hundertprozentige. Wir hatten Match-Pech, der Torwart der Großaspacher war sehr gut und manchmal ist das Ding eben vernagelt.“ „Das Ding“ – damit meinte Boris Schommers das Tor der Gäste.

Großchancen besaßen die Pfälzer in der Tat mehr als genug: Kevin Kraus (36.) und Christian Kühlwetter (47.) köpften den Ball nach Standardsituationen jeweils an die Latte, Hendrick Zuck (Freistoß/28.), Simon Skarlatidis (44.), Kühlwetter (69.), Florian Pick (76.) und der eingewechselte Timmy Thiele (89.) scheiterten jeweils am überragenden Gäste-Keeper Maximilian Reule. Und das waren nur die besten Gelegenheiten, die die Roten Teufel am Montagabend vor 17 377 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion vergaben.

War es nur Pech? Oder auch Unvermögen? Für Torhüter Lennart Grill hätten die Lauterer „nach dem Spielverlauf gewinnen müssen. Wir haben zehn Chancen, die zwei. Es gibt aber so Tage, wo das Ding nicht rein will“. „Das Ding“ – in diesem Fall ist der Ball gemeint.

Kühlwetter, einer der Lauterer Unglücksraben beim Torabschluss, gibt zu, „dass wir natürlich enttäuscht sind und die Fans auch“. Nach der tollen Serie mit fünf Siegen und dem Remis in Unterhaching  vor der Winterpause sowie der guten Vorbereitung mit drei klaren Testspielsiegen „hatten wir uns drei Punkte erhofft“ – geblieben ist nur einer auf dem Betzenberg. Deshalb will der FCK-Angreifer „ab morgen wieder Vollgas geben“ – schließlich geht es schon am Samstag zum Tabellenzweiten nach Ingolstadt, und dann steigt am Dienstag um 18.30 Uhr im Fritz-Walter-Stadion das Achtelfinale des DFB-Pokals gegen das Bundesliga-Schlusslicht Fortuna Düsseldorf.

Den Blick nach vorne richtet deshalb auch der stets kämpfende Lauterer Toptorjäger Florian Pick: „Es nagt schon an mir, dass die Chance, die ich hatte, nicht reinging. Heute war irgendwie der Wurm drin, aber wir müssen mit dem Punkt leben. In Ingolstadt am Samstag wird es ein anderes Spiel, dort wollen wir gewinnen und nicht auf einen Punkt spielen.“

Zu null spielen möchte in Ingolstadt auch wieder Lauterns Torhüter Grill, der in der Schlussphase mit einer tollen Parade gegen Leist (84.) zumindest noch Schlimmeres verhinderte. „Da haben wir die Ordnung verloren und wollten mit dem Kopf durch die Wand. Das darf uns nicht passieren“, monierte FCK-Coach Schommers, der ansonsten mit dem Auftritt seiner Spieler zufrieden war: „Wir müssen genauso weitermachen. Es läuft eben kein Spiel von allein. Das Glück musst du dir erarbeiten.“

Statistik

1. FC Kaiserslautern - SG Sonnenhof Großaspach 0:0

Schiedsrichter: Justus Zorn (Freiburg im Breisgau) – Zuschauer: 17 377