Fußball Kämpfer, Käpt’n, Kilometerfresser

Wittlich · Wenn der Vater Trainer ist, der Sohn die Spielführ­erbinde trägt und noch zwei weitere Brüder im Team stehen: Das gibt es beim Fußball-Rheinlandligisten Rot-Weiss Wittlich. In unserer Serie „Jetzt spricht der Käpt‘n“ äußert sich Nils Habscheid zu dieser besonderen Konstellation und gibt auch Einblick in seine Zukunftsplanungen.

 Stark am Ball und mit Führungsqualitäten: Nils Habscheid ist bei Rot-Weiss Wittlich der nimmermüde Antreiber.

Stark am Ball und mit Führungsqualitäten: Nils Habscheid ist bei Rot-Weiss Wittlich der nimmermüde Antreiber.

Foto: Hans Krämer

Das mit 3:4 verlorene Auftaktspiel nach der Winterpause gegen die SG 99 Andernach hat Nils Habscheid auch einige Tage später noch nicht so ganz abgehakt. Den Kapitän von Rot-Weiss Wittlich ärgert zum einen die Pleite im Wiederholungsspiel an sich: „Nach unserem 2:0-Testsieg gut eine Woche zuvor beim Oberligisten Bitburg waren vielleicht nicht alle so fokussiert und dachten, das geht schon irgendwie. Andernach wollte den Sieg zu 200 Prozent. Gerade mit ihrer physischen Art hatten wir so unsere Probleme.“ Aus persönlicher Sicht ist es dem 27-Jährigen wichtig, kursierenden Gerüchten entgegenzusteuern. Demnach soll er in der ersten Halbzeit allzu hart gegen Gästespieler Tim Hoffmann eingestiegen sein. Der Andernacher soll den Ellenbogen Habscheids an der Nase abbekommen haben. Diese stand fortan schief, und der Innenverteidiger der SG blutete heftig. Der Wittlicher spricht von einem „normalen Zweikampf nach einer Ecke“. Hoffmann sei mit seiner Schulter zusammengestoßen. „Ich habe den Arm nicht ausgefahren“, beteuert der angebliche Übeltäter.