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Zu Besuch beim "Großen Fritz"

Die Vorfreude auf das Bundesligaspiel spiegelt sich in ihren Gesichtern wider: Die Klasse 4 der Grundschule Leiwen mit Eltern und Lehrer Markus Breiling (links). TV-Foto: Jürgen C. Braun
Die Vorfreude auf das Bundesligaspiel spiegelt sich in ihren Gesichtern wider: Die Klasse 4 der Grundschule Leiwen mit Eltern und Lehrer Markus Breiling (links). TV-Foto: Jürgen C. Braun
Kaiserslautern/Leiwen. Großer Tag für 19 Kinder der Klasse 4 der Grundschule Leiwen. Beim Artikel-Wettbewerb "Mythos Fritz Walter" des Trierischen Volksfreunds und der Lotto-Stiftung Rheinland-Pfalz hatte die Klassengemeinschaft den ersten Preis gewonnen. Am Samstag sah sie sich das Bundesligaspiel zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und dem Hamburger SV an.

(jüb) Lehrer Markus Breiling, seit drei Jahren als Pädagoge in Leiwen aktiv, hatte es nicht leicht, am Samstag kurz vor Spielbeginn um 15.30 Uhr seine "Herde" vor der Osttribüne des WM-Stadions zum "Fotoshooting" für den TV zu versammeln. Die Massen strömten ins Stadion, Bundesliga-Atmosphäre, das war doch ein ganz besonderer Tag, auf den sich die ganze Klasse seit Wochen gemeinsam gefreut hatte.

Insgesamt 15 Artikel zum Thema "Mythos Fritz Walter" aus seiner 19-köpfigen Klasse hatte Breiling, bekennender Werder-Bremen-Anhänger, für seine Schüler eingereicht. "Die Tatsache, dass die Aktion auf so großes Interesse bei so jungen Menschen stieß, war wohl auch mitausschlaggebend für unseren Sieg", mutmaßt der Lehrer. Schließlich waren einige von ihnen wohl gerade erst zur Welt gekommen, als Fritz Walter vor knapp neun Jahren im Juni 2002 starb.

Durch Gespräche mit ihren Eltern und Großeltern und durch Recherche im Internet fertigten die jungen Preisträger ihre Stoffsammlung und brachten diese in vielen Beiträgen zu Papier. "Die Begeisterung war natürlich riesig, als sie erfuhren, dass sie gewonnen hatten", bekannte auch der Lehrer mit Stolz.

In der Ostkurve des nach der FCK-Legende benannten Pfälzer "Fußball-Tempels" saßen die Preisträger von der Mosel direkt neben dem lautstarken Fanblock des HSV. "Wir haben natürlich auch viele Lauterer Anhänger und die hielten dann wacker dagegen und unterstützten die Rote Teufel", schildert Breiling die für viele junge "Kids" unvergleichliche und wohl auch unvergessene Atmosphäre.