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Fußball-Oberliga: Salmrohr überrascht in Engers und stoppt schwarze Serie

Fußball-Oberliga : Salmrohr überrascht in Engers und stoppt schwarze Serie

Der FSV Salmrohr hat nach sieben Niederlagen in Serie mal wieder gewonnen: In der Fußball-Oberliga gewinnt das Team von Lars Schäfer am Freitagabend gegen Engers.

Wenn (scheinbar) nichts mehr geht, gibt’s einen Sieg in Engers: Ähnlich wie Anfang März 2018, als der FSV Salmrohr nach fünf Pleiten und zwei Remis mit dem damaligen 1:0-Erfolg eine Durststrecke überwand, stoppte das Team von Trainer Lars Schäfer auch am Freitagabend eine Minusserie – diesmal sogar nach sieben Niederlagen hintereinander. Im ersten (coronabedingten) Geisterspiel der Vereinsgeschichte setzte sich der FSV dank einer laufstarken und kompakten Vorstellung auf dem Kunstrasenplatz am Wasserturm im Neuwieder Stadtteil mit 2:0 (1:0) durch.

Bereits früh erzielte Salmrohr das 1:0: In der zehnten Minute leisteten sich die Engerser einen Fauxpas im Spielaufbau. Der FSV schaltete blitzschnell. Daniel Littau schloss mit einem Schuss ins lange Eck ab.

Bei Salmrohr fehlte zwar auch Kapitän Michael Dingels (Bluterguss in der Wade), dafür stand aber der aus dem defensiven Mittelfeld nach hinten gerückte Marcel Giwer neben Max Düpré seinen Mann in der Innenverteidigung. Nico Toppmöller startete im Mittelfeld, wo Gustav Schulz (Oberschenkelbeschwerden) fehlte. Der wiedergenesene Gianluca Bohr strahlte auf der linken Abwehrseite viel Sicherheit aus. Eine Reihe weiter vorne setzte Anton Moroz immer wieder zu vielversprechenden Laufduellen an.

Sechs Minuten nach der Salmrohrer Führung lag sogar das 0:2 in der Luft. Der Pass in die Tiefe von Hendrik Thul auf seinen Offensivkollegen Marco Unnerstall war aber etwas zu lang. In der 33. Minute versuchte es Unnerstall mit einem Schuss, doch Keeper Stefan Djordjevic war mit dem Fuß zur Stelle.

Der amtierende Rheinlandpokalgewinner tat sich im Vergleich mit dem 2019er Cup-Sieger sehr schwer. Engers fehlte es im Angriffsspiel an Ideen. Vier Minuten vor der Pause dann Glück für den FSV: Jonathan Kap steuerte alleine auf Sebastian Grub zu, agierte aber zu unkonzentriert und schoss aber neben den rechten Pfosten.

Engers kam mit mehr Offensivdrang aus der Kabine. Niklas Hermann hatte schon zwei Minuten nach dem Seitenwechsel eine gute Chance; gerade noch wurde sein Schuss abgeblockt.

Doch der FSV blieb gefährlich – und nutzte seine Chancen weitaus konsequenter als zuletzt: Eine feine Einzelleistung schloss Hendrik Thul nach einer Stunde mit einem platzierten Schuss aus 20 Metern ins rechte untere Eck ab – 0:2!

Weiter verteidigte der FSV sehr konzentriert und voller Leidenschaft. Was durchkam, wurde zur sicheren Beute von Sebastian Grub. Selten wurde es so gefährlich wie in der 70. Minute (Grub klärt gegen Kap) und in der 79. Minute. Hier parierte er einen Kopfball von Björn Kremer, der am langen Pfosten gelauert hatte.

Am Ende war Salmrohr dem 3:0 näher als Engers dem Anschlusstreffer. Djordjevic vereitelte gegen Thul noch Schlimmeres aus Sicht der Gastgeber (86.)

Mit dem Dreier am Rhein hat sich der FSV vor dem Heimspiel am kommenden Samstag, ab 14.30 Uhr, gegen Hassia Bingen nicht nur selbst Luft im Abstiegskampf verschafft, sondern auch Lokalrivale Eintracht Trier Schützenhilfe geleistet: Engers gilt als einer der Widersacher der Blau-Schwarz-Weißen im Kampf um Platz eins, scheint aber nach einer dreiwöchigen coronabedingten Zwangspause mit nun zwei Niederlagen in Folge außer Tritt geraten zu sein.