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Trier: Offensive Daleidener und „brutal starke“ Konzer​

Fußball-Bezirksliga : Offensive Daleidener und „brutal starke“ Konzer

Fußball-Bezirksliga: Geisfelds Andre Lochen zeigt seine Klasse – Schweich und Wittlich siegen standesgemäß

Sonntagsspiele

TuS Mosella Schweich – TuS Schillingen 4:2 (2:1)

Einen standesgemäßen 4:2-Sieg fuhr die Mosella gegen die Hochwälder aus Schillingen ein. Doch nicht Schweich, sondern den Gästen gelang das erste Tor des Tages, als Tobias Anell nach drei Minuten erfolgreich war. Nach einem abgefälschten Schuss von Jens Schneider bugsierte Unglücksrabe Marco Schuh die Kugel ins eigene Tor – 1:1 (26.). Mit einem Distanzschuss aus 22 Metern ins untere Eck legte Julius Kalweit mit dem Führungstreffer für Schweich den Grundstein zum späteren Sieg – 2:1 (36.). Im zweiten Abschnitt erhöhte die Mosella nochmals den Druck und kam zu den entscheidenden Treffern. Stephan Schleimer traf zum 3:1 (55.), und Eliah Dick legte mit einem direkt verwandelten Freistoß und einem sehenswerten Treffer zum 4:1 den Deckel endgültig oben drauf (62.). Schillingen hielt über weite Strecken ordentlich mit, doch konditionell hatten die Hochwälder gegen Ende der gutklassigen Partie vor 280 Zuschauern am Winzerkeller nicht mehr viel zum Zusetzen. Jannik Willems gelang mit einem 25-Schuss fünf Minuten vor Schluss nur noch der 2:4-Anschlusstreffer. „Schillingen stand kompakt und versuchte, über ihr schnelles Umschaltspiel Nadelstiche zu setzen. Wir blieben nach dem frühen Rückstand geduldig, haben das Tempo hochgehalten und agierten vor allem in der zweiten Halbzeit sehr lauffreudig. Es war eine gute Kollektivleistung“, sah Schweichs Trainer Thomas Schleimer einen verdienten Sieg.

 

SG Mont Royal Enkirch – SG Zewen 3:1 (1:1)

Nach dem 3:1-Sieg gegen Aufsteiger Zewen war die Erleichterung über den ersten Saisonsieg bei den Mont Royalern riesengroß. Der junge David Böhm eröffnete in der 32. Minute den Torreigen für die zweikampfstarken und extrem lauffreudig agierenden Hausherren. Doch kurz vor der Pause kam Zewen nach einer Enkircher Ecke (!) und einem schnellen Tempogegenstoß zum Ausgleich, als Fallou Diagne ins lange Eck traf – 1:1 (44.).

Doch weil Einstellung und Leidenschaft passten und der Druck aufrechterhalten wurde, kamen die Moselaner zu den entscheidenden Treffern. Nach einem Freistoß von Marius Cullmann traf Andre Benzarti per Kopf in den Winkel – 2:1 (74.). Elf Minuten später war es Leon Heimes, der nach einer tollen Einzelaktion, als er zwei Gegenspieler austanzte und trocken abzog, mit dem dritten Tor die Entscheidung erzwang – 3:1 (85.). „Mont Royal hat den Sieg mehr gewollt und mehr Leidenschaft und ein besseres Zweikampfverhalten gezeigt. Dass sich die Mannschaft derzeit von selbst aufstellt soll keine Ausrede sein. Der Sieg von Enkirch geht absolut in Ordnung“, zollte Zewens Trainer Patrick Zöllner dem Gegner enormen Respekt. Thomas Kappel auf Seiten des Siegers konstatierte, dass „heute alle an den Fußballgott geglaubt haben und ausnahmslos alle – von den Zuschauern, die mega happy sind – vom ersten bis zum letzten Spieler, richtig erleichtert sind, dass wir den ersten Saisonsieg endlich eingefahren haben. Das 2:1 war erlösend und sehr wichtig.“

 

Rot-Weiss Wittlich – SG Ruwertal 4:0 (1:0)

Einen standesgemäßen, weil in der starken zweiten Halbzeit errungenen 4:0-Erfolg fuhr der Ligaprimus aus Wittlich gegen die SG Ruwertal ein. Weil RW spielerisch einiges schuldig blieb und es etliche Fehlpässe produzierte, zeigte sich Coach Karl-Heinz Gräfen mit der Leistung aus dem ersten Durchgang keineswegs zufrieden. „Da haben wir Ruwertal auch Konterchancen ermöglicht und uns nicht gut bewegt.“ Nach einer Ecke von Ömer Kahyaoglu war es Ruwertals Kapitän Karsten Willems, der den Ball im finalen Klärungsversuch unglücklich ins eigene Tor abfälschte – 1:0 (26.). Erst im zweiten Abschnitt erhöhte der Tabellenführer die Schlagzahl, agierte zielstrebiger und zwingender. Nach Eckball von Kahyaoglu traf Yannick Lauer am kurzen Pfosten stehend zum 2:0 (49.). Als nur sechs Minuten später Kahyaoglu nach einer Musterkombination über Lauer und Nils Habscheid auf 3:0 erhöhte, war der Deckel drauf. Kevin Arbeck war es vorbehalten, mit einem Schuss aus dem Rückraum mit dem vierten Treffer den Schlusspunkt zu setzen – 4:0 (63.). Die Gäste spielten über weite Strecken gut mit, waren im letzten Drittel allerdings nicht gefährlich genug. Gräfen zog ein positives Gesamtfazit: „In der zweiten Halbzeit waren wir gieriger und auch spielerisch besser drin. Der Sieg ist verdient, doch Ruwertal steht definitiv unter Wert auf diesem Tabellenplatz. Sie haben sich gut verkauft.“

SG Wallenborn – SV Zeltingen-Rachtig 2:0 (1:0)

Den 2:0-Erfolg gegen den SV Zeltingen-Rachtig bezeichnete Wallenborns Trainer Peter Löw als „Arbeitssieg. Dieser geht aufgrund unseres Chancenplus auch in Ordnung. Zeltingen hat zwar auch Druck entfacht, gekämpft, Gas gegeben und mehr Spielanteile, doch so richtig zwingend waren sie nicht. Der Sieg ist glücklich, aber nicht unverdient.“ Mit einer tollen Einzelleistung von Sebastian Zimmer, der sich auf der rechten Seite durchsetzte und exakt im Rückraum den zentral postierten Sebastian Hilgers sah, legten de Vulkaneifeler in der 35. Minute vor – 1:0. Bis auf einen Fernschuss von Alex Kappes musste SG-Torwart Luca May kaum eingreifen. Zwar ließ Wallenborn die spielerische Leichtigkeit vermissen, doch „Kampf und Leidenschaft haben gestimmt“, kommentierte Löw. Die Entscheidung reifte, als Hilgers und Zimmer auf der linken Seite eine Raum greifende Kombination zelebrierten, in dessen Ergebnis Benny Duckart mit einem satten Schuss den 2:0-Endstand besorgte (68.). Weil Christopher Häb in einem Zweikampf mit dem Zeltinger Schlussmann zu spät kam, dieser bereits zuvor Gelb gesehen hatte, zückte der Referee zu Recht den Gelb-Roten Karton. In Unterzahl brachte Wallenborn den dünnen Vorsprung über die Zeit. Wallenborns Niklas Koch musste vor der Halbzeit mit Verdacht auf Bänderriss den Platz vorzeitig verlassen.

SV Konz – SG Saartal Trassem 4:1 (3:1)

Konz’ Trainer Thomas Berens war nach den 90 Minuten vor 450 Zuschauern im Konzer Stadion vom Auftritt seiner Mannschaft hellauf begeistert. „Gegen eine gute Saartaler Mannschaft haben die Jungs meine Vorgaben komplett umgesetzt, eine brutal starke Leistung auf den Platz gebracht und auch in der Höhe verdient mit 4:1 gewonnen.“ Wie Berens berichtet, agierte sein Team von der „ersten Sekunde an elektrisiert und war heiß wie Frittenfett. Die Automatismen haben gut funktioniert und endlich waren wir auch mal effektiv.“ Bereits nach acht Minuten lag der Tabellendritte mit 2:0 in Front, als Stefan Becker nach Vorarbeit von Kai Peters (5.) und Peters selbst (8.). die Weichen auf Sieg stellten. Nicolas Jakob brachte die Saartaler mit einem Foulelfmeter in der 18. Minute ins Spiel zurück, nachdem der Strafstoß aufgrund einer zu frühen Bewegung von Jordan Nkamgove im ersten Versuch wiederholt werden musste. Doch noch vor der Pause stellte Peters mit einem Kopfball ins lange Eck nach Ecke von Tristan Reger den alten Abstand wieder her – 3:1 (33.). Trassem hatte zwar zu Beginn der zweiten Halbzeit mehr vom Spiel, zeigte gute spielerische Ansätze, doch mit dem 4:1 von Reger war die Partie nach knapp einer Stunde gelaufen. Jeremy Kaiser hatte die Kugel im Sechzehner auf Reger genial zurückgelegt. (L.S.).    

Samstagsspiele

SG Daleiden – SV Lüxem 3:0 (1:0)

In einem temporeichen und technisch auf ansprechendem Niveau stehenden Bezirksligaspiel wurden die Westeifeler ihrer Favoritenrolle gerecht und sicherten sich in der letzten Viertelstunde einen am Ende deutlichen Sieg. Damit bleibt das Team von Spielertrainer Andreas Theis im fünften Spiel in Folge ungeschlagen.

Vor 220 Zuschauern in Arzfeld legten die Hausherren nach 14 Minuten durch Manuel Mombach vor, als eine Kombination über fünf Stationen nach Steckpass von Bastian Propson den SG-Torjäger erreichte – 1:0 (14.). Auch zu Beginn des zweiten Abschnitts hatten die Isleker Torchancen auf 2:0 zu erhöhen, doch „wir waren zu fahrlässig mit unseren Möglichkeiten“, sah Theis bis zum 2:0 ein ausgeglichenes Spiel, bei dem Lüxem eine gute Struktur im Aufbauspiel zeigte, aber nach vorn zu harmlos agierte.

Das 2:0 nach einem Torwartfehler von Stefan Stroh, der nach einer weiten Flanke im Klärungsversuch über den Ball schlug, sodass Mombach nur noch ins leere Tor einzuschieben brauchte, bedeutete den Knackpunkt. „Da spätestens war die Gegenwehr von Lüxem gebrochen, sodass es hinten raus dann doch souverän war. Der Sieg ist so auch verdient. Wir sind jetzt fünf Spiele ungeschlagen und derzeit richtig gut drauf“, kommentierte Theis. Nach einer Kontersituation brachte Marius Lempges nach Steilpass von Musa Bah den Ball zum dritten Mal im Lüxemer Kasten unter – 3:0 (81.). Lüxems Coach Oliver Hongla meinte, dass „wir hätten noch 90 Minuten spielen können, wir hätten kein Tor erzielt. Wir hatten gute Phasen drin, wo wir Fußball gespielt haben, doch offensiv und in der Effektivität war uns Daleiden voraus.“

 

SG Geichlingen – SG Geisfeld 1:3 (1:1)

Als ein „richtig hartes Stück Arbeit“ bezeichnete Geisfelds Spielertrainer Sven Gaspers den 3:1-Sieg in Geichlingen. Denn in einem sehr umkämpften Spiel gehörte die Anfangsphase klar den Eifelern, die bereits nach drei Minuten durch Tim Nottinger in Führung gehen müssen. Vier Minuten später war es schließlich Christian Schmalen, der nach einer Kombination über Leon Theisges per Direktabnahme flach ins Eck traf – 1:0 (7.). „Wir hatten zu wenig Zugriff und Glück, dass wir nach kurzer Zeit nicht schon 0:2 hinten liegen. Das hat Geichlingen auch fußballerisch gut gelöst. Die spielten in keiner Phase wie ein Tabellenvorletzter und haben sich auch nach dem 3:1 und ihrem Platzverweis nicht aufgegeben“, sah Gaspers kein Spiel für Fußballästheten.

Erst nach dem Ausgleich durch einen verwandelten Foulelfmeter von Christian Alt (11.) – Jannik Marx wurde gefoult – wurde das Spiel der Hochwälder besser und zwingender. Nach einem Eckball sorgte der starke Andre Lochen für die Geisfelder Führung – 1:2 (55.). Zuvor ließen Noah Prinz mit einem Kopfball und David Lorang, der aus 14 Metern vor dem leeren Tor den eigenen Mann anschoss, zwei dicke Möglichkeiten für die Hausherren aus. Vor dem Geisfelder Führungstor verhinderte Elia Nisius im Eins-gegen-Eins vor dem einschussbereiten Nottinger das sichere 2:2. Lochen war es schließlich, der mit dem 3:1 in der 70. Minute den Unterschied machte.

Am Ende hatten die Gäste nach der Roten Karte gegen Jannick Spartz in Überzahl weitere Möglichkeiten zum Ausbau der Führung. Geichlingens neuer Trainer Ingo Grün war dennoch zufrieden. „Wir sind richtig gut ins Spiel gekommen und haben über weite Strecken eine gute Leistung gezeigt. Wir haben offensiv gespielt, standen defensiv weitgehend stabil, doch hatten der individuellen Klasse eines Andre Lochen nur wenig entgegenzusetzen. Dennoch können wir auf dieser Leistung aufbauen.“