| 18:39 Uhr

Aus in Europa League droht
Trio Köln, Hoffenheim, Hertha Hertha unter Druck

Trotz der Personalsorgen vor dem Spiel gegen den FC Arsenal verliert Kölns Trainer Peter Stöger seine Ruhe nicht. Foto: Roland Weihrauch
Trotz der Personalsorgen vor dem Spiel gegen den FC Arsenal verliert Kölns Trainer Peter Stöger seine Ruhe nicht. Foto: Roland Weihrauch FOTO: Roland Weihrauch
Düsseldorf. Der 1. FC Köln, 1899 Hoffenheim und Hertha BSC haben lange auf ihre Teilnahme am Europapokal hingearbeitet, doch schon am 5. Spieltag droht dem deutschen Trio das Aus in der Europa League. Die Bundesligisten müssen punkten, um für die K.o.-Runde im Rennen zu bleiben. Von Holger Schmidt, Jens Mende und Ulrike John, dpa

Köln misst sich abseits der brisanten Situation im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga mit Arsenal London. Hertha konnte am Mittwoch wegen eines defekten Flugzeugs erst mit fünfstündiger Vertretung zum Auswärtsspiel gegen Athletic Bilbao in Spanien starten. Und 1899 Hoffenheim muss ohne Nationalstürmer Sandro Wagner bei Sporting Braga ran.

1. FC Köln

In der Bundesliga rangiert Köln abgeschlagen auf Platz 18, in der Europa League bietet das Match gegen Arsenal aber mehr als Ablenkung. Nach dem 5:2 gegen BATE Borissow - bei dem die Kölner ein Tor mehr erzielten als in zwölf Bundesligaspielen zusammen - ist das Weiterkommen zwei Spiele vor Ende der Gruppenphase durchaus noch möglich. „Es ist ein anderer Bewerb“, sagte FC-Trainer Peter Stöger wienerisch: „Da sind die Chancen im Takt und die wollen wir weiter am Leben halten.“

Eine Chance könnte sein, dass die Gunners das Weiterkommen schon gesichert haben. Und nachdem sie schon in den bisherigen Spielen des Wettbewerbs stets mit einer B-Elf aufliefen - Weltmeister Mesut Özil zählte zum Beispiel noch nie zum Kader - könnte nun gar eine Art C-Elf auflaufen. „Das macht es aber nicht leichter“, meinte Stöger.

Hertha BSC

Hertha muss in Bilbao im Alles-oder-Nichts-Spiel gegen Athletic unbedingt gewinnen, um die Chance auf das Erreichen der K.o.-Runde zu wahren. Turbulent gestaltete sich die Anreise nach Spanien. Mit fast fünfstündiger Verspätung war Hertha BSC am Mittwoch zum vorletzten Gruppenspiel aufgebrochen. Ein defektes Flugzeug hatte den Berliner Bundesligisten zu einem Notplan gezwungen. Erst nach 14.00 Uhr hob eine Ersatzmaschine mit der Mannschaft, dem Betreuerstab und Mitarbeitern der Geschäftsstelle in Berlin-Tegel ab.

Das von Hertha gecharterte Flugzeug sollte aus Polen nach Berlin kommen, konnte aber nicht kurzfristig repariert werden. So musste erst ein Ersatzflieger gefunden werden. Mannschaft und Betreuer fuhren mit dem Bus zum Vereinsgelände zurück. „Es tut mir leid. Es ist ein Adventure-Trip“, erklärte Manager Michael Preetz in einer improvisierten Runde den Hertha-Mitarbeitern, die zur Reise mit eingeladen waren.

1899 Hoffenheim

Die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann ist im vorletzten Europa-League-Gruppenspiel bei Portugals Tabellenviertem Sporting Braga zum Siegen verdammt. „Wir haben - noch einmal und dazu stehen wir - das klare Ziel, die Gruppenphase zu überstehen“, sagte Sportchef Alexander Rosen vor der Partie. Dazu seien zwei Siege erforderlich. Umso bitterer ist für die TSG der kurzfristige Ausfall von Nationalstürmer Sandro Wagner.

Wie seine Teamkollegen Eugen Polanski und Robin Hack hat sich der 29-Jährige einen Magen-Darm-Infekt eingefangen und stieg am Mittwoch nicht mit dem Team in den Flieger Richtung Süden. Dennoch glauben die Hoffenheimer an ihre Chance. „Wir sind unter Zugzwang, wir müssen unbedingt gewinnen“, betonte Angreifer Mark Uth kurz vor dem Abflug.

Infos zur Europa League auf UEFA-Homepage

Manager Michael Preetz erläutert auf dem Flughafen Berlin-Tegel der Hertha-Delegation den alternativen Reiseplan nach Bilbao. Foto: Jens Mende
Manager Michael Preetz erläutert auf dem Flughafen Berlin-Tegel der Hertha-Delegation den alternativen Reiseplan nach Bilbao. Foto: Jens Mende FOTO: Jens Mende
Leidet an einem Magen-Darm-Infekt: Hoffenheims Stürmer Sandro Wagner. Foto: Uwe Anspach
Leidet an einem Magen-Darm-Infekt: Hoffenheims Stürmer Sandro Wagner. Foto: Uwe Anspach FOTO: Uwe Anspach