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Arena Trier: Deutsche Handballerinnen feiern Kantersieg gegen Griechenland

Handball : Deutsche Handballerinnen feiern Kantersieg gegen Griechenland in der Arena Trier

Die deutsche Frauenhandball-Nationalmannschaft hat am Donnerstagabend die Fans in der Arena begeistert – mit einem deutlichen 36:10 (17:8)-Erfolg über Griechenland im ersten Spiel der Qualifikation zur Europameisterschaft 2022 in Slowenien, Montenegro und Nordmazedonien.

Beste deutsche Werferinnen waren drei gebürtige Rheinland-Pfälzerinnen: Amelie Berger mit sieben Toren sowie Marlene Kalf und Meike Schmelzer mit je vier Treffern, überragend war nach der Pause die Defensive, die nur zwei Gegentore kassierte.

„Das war schon richtig gut, und ich habe mich sehr gefreut, dass wie der Fans in der Halle waren, darunter auch viele Freunde und Familie“, sagte die aus Zweibrücken stammende Amelie Berger. Es war der achte Sieg im neunten Handball-Länderspiel in der Arena Trier seit deren Eröffnung 2003 und dabei der dritte Erfolg im dritten EM-Qualifikationsspiel einer deutschen Frauenmannschaft.

Die 518 Fans waren so ziemlich die größte Handballkulisse in Trier seit der Frauen-Weltmeisterschaft 2017, danach gab es nicht mehr viele Zweitligaspiele mit den Trierer Miezen, die so viele Fans anzogen – auch wenn die Veranstalter für Donnerstag mit mehr Resonanz gerechnet hatten.

Unter den Augen von einigen ehemaligen Miezen-Spielerinnen wie Jessica Kockler oder Franzi Steil (ehemals Garcia) und einigen Trommlern des Miezen-Fanklubs erzielte Rechtsaußen Amelie Berger, geboren in Zweibrücken, heute beim deutschen Meister Borussia Dortmund unter Vertrag, alle sieben Tore vor der Pause. Und auch die zweitbeste Werferin der ersten Hälfte war eine Rheinland-Land-Pfälzerin: Kreisläuferin Meike Schmelzer aus Mainz, die beim rumänischen Spitzenklub Gloria Bistrita spielt, steuerte drei ihrer vier Treffer zum deutlichen 17:8-Halbzeitstand bei.

Sonntag zweites EM-Qualifikationsspiel der deutschen Handballerinnen in Trier

Danach lief es wie am Schnürchen, es dauerte zwölf Minuten, bis Griechenland das erste (und zugleich vorletzte) Tor nach dem Wechsel erzielte. Beim 30:10 betrug der Vorsprung erstmals 20 Treffer, da war die Messe schon lange gelesen, am Ende war es der deutlichste Sieg seit dem 34:8 bei der WM 2019 gegen Australien.

Wer jetzt noch Lust hat, die deutsche Frauen-Handball-Nationalmannschaft in Trier zu sehen, hat am Sonntag die zweite Chance: Um 19.30 Uhr wird die EM-Qualifikation gegen Belarus fortgesetzt, die Weißrussinnen kamen am ersten Spieltag am Mittwoch mit 27:38 bei Weltmeister Niederlande unter die Räder – und werden am heutigen Freitag in Trier erwartet. Nach Angaben der Arena waren bis Donnerstagabend rund 480 Tickets für die Partie verkauft. „Das wird allerdings ein ganz anderes Kaliber“, weiß Amelie Berger. „Die packen richtig zu“, meinte auch Bundestrainer Henk Groener, der ein Lob für die Trierer Fans hatte: „Es war toll, wieder eine solche Atmosphäre zu haben.“