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Entscheidet das Los über Drittliga-Aufstieg?

Handball-Oberliga Frauen : Handball: Entscheidet das Los über Drittliga-Aufstieg?

(R.S.) Für die Aufstiegsrunde zur 3. Handball-Liga der Frauen hatten die Teilnehmerinnen aus der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saarland die Termine bereits geplant, unter anderem hatte die HSG Hunsrück gemeldet.

Doch jetzt wird die angedachte Relegation immer unwahrscheinlicher. Es deutet vieles darauf hin, dass ein Losentscheid über den Aufsteiger entscheidet. Im Verband Baden-Württemberg wurde zum Beispiel der Drittliga-Aufsteiger der Männer bereits per Los ermittelt.

Das könnte jetzt auch Realität für die weiblichen RPS-Oberligisten werden. Allerdings möchte der RPS-Verband über das Losverfahren erst dann endgültig entscheiden, wenn die Relegation definitiv nicht gespielt werden kann. „Ich halte die Losentscheidung für die denkbar schlechteste Lösung. Es könnten auch die Oberliga-Tabellen der letzten fünf Jahre als Grundlage für die Aufstiegsentscheidung herangezogen werden“, meint HSG-Hunsrück-Trainer Nils Ibach.

Für den SV Zweibrücken, der ebenfalls für die Relegation gemeldet hatte, ist die Teilnahme an einem Losverfahren ausgeschlossen – das haben die Verantwortlichen und die Mannschaft entschieden. Auch bei der TSG Friesenheim halten die Verantwortlichen die Relegationsspiele für „illusorisch“. Dort werden wohl Spielerinnen wieder wegfallen, die nur im Fall von Qualifikation und Aufstieg zugesagt hatten. So plant man in Friesenheim bereits für die nächste Oberligasaison.

Spätestens bis Ende Juni müssen die Verbände ihre Mannschaften zur 3. Liga gemeldet haben. In der Relegation sollte die HSG Hunsrück am 11. Juni auf die FSG Arzheim/Moselweiß treffen. Der Gewinner würde am 13. Juni auf den Sieger des Spiels SV Zweibrücken gegen TSG Friesenheim treffen.

Um eine sportliche Lösung zu finden, hatte es die RPS-Oberliga zur Vorrausetzung gemacht, dass alle Mannschaften bis zum 17. Mai in Vollkontakt in der Halle trainieren dürfen. „Das die Meldefrist jetzt um zwei Wochen nach hinten geschoben wurde, ändert nichts an der Situation. Bei uns läuft die Planung sowohl für die RPS Oberliga als auch für die dritte Liga. Für beide Spielklassen habe ich die entsprechenden Trainingspläne vorbereitet“, sagt Ibach: „Wir sitzen derzeit zwischen den Stühlen, doch das ist kein Vorwurf an den Verband, der sich immer nur nach den Vorgaben im Hinblick auf die Corona Pandemie halten muss. Allerdings hätte man hier mehr Druck auf das Innenministerium machen können, um uns mit den Teams der 3. Liga gleichzustellen, die als semiprofessionell eingestuft und trainieren dürfen.“