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Franzi Steil wird Zweitligatrainerin in Ketsch

TRIER : Für die Ex-Mieze sind bald wieder die Bären los

Franzi Steil trainiert ab der kommenden Saison den Noch-Erstligisten Ketsch und verlässt das neue Handball-Projekt beim PST.

(BP) Eigentlich war das Thema Bundesliga-Handball für Franzi Steil (früher Garcia) abgehakt, doch nun lockte die Heimat die frühere Spielerin der Trierer Miezen und Trainer der MJC-Reserve, der HSG Hunsrück und zuletzt des PST Trier. Die frühere Nationalspielerin (37), die 2020 ihre frühere Mitspielerin Viviane Steil geheiratet hatte, wurde am Mittwoch als neue Trainerin der Bundesligisten Kurpfalz-Bären Ketsch präsentiert. Dort löst sie zur neuen Saison Adrian Fuladdjusch ab, der zum Erstligisten Buxtehuder SV als Co- und Nachwuchstrainer wechselt. Ketsch ist Letzter der Bundesliga und hat auch nur für die 2. Bundesliga gemeldet. Den Neustart soll die langjährige Ketscher Spielerin in die Hand nehmen.

„Ich kam mit 16 Jahren nach Ketsch, habe dort acht Jahre gespielt, bin dort in die Bundesliga aufgestiegen, meine Familie lebt dort, für mich ist das als ein Zurück zu den Wurzeln“, sagt Steil, die in Nürnberg, beim Thüringer HC, Leverkusen und dann von 2013 bis 2015 bei den Miezen in der 1. Liga gespielt hatte und später in der 2. Liga aushalf. In Ketsch unterschrieb sie einen Zwei-Jahres-Vertrag, ihre Anstellung als Lehrerin an der Cüppers-Schule für Gehörlose in Trier läuft im Sommer aus, danach zieht sie um.

„Der Kontakt nach Ketsch war nie abgerissen. Vor zwei Wochen rief mich der Geschäftsführer an, ob ich mir den Posten vorstellen könnte. Und da habe ich zugesagt, das reizt mich noch einmal.“ In Ketsch ist Steil die Nach-Nachfolgerin von Ex-Mieze Katrin Schneider, die bis 2019 als Spielertrainerin und Trainerin bei den Bären war. Schneider ist jetzt beim Erstligisten Halle  tätig.

Beim PST Trier hatte Steil zuletzt das ambitionierte Mädchen-Projekt gestartet (der TV berichtete). Handball-Abteilungsleiter Holger Sittmann: „Wir müssen das jetzt mit gemeinsamen Kräften auffangen. Die Suche nach gleichwertigem Ersatz ist hier in der Region sehr schwierig.“