Saisonstart in der Rheinlandliga Frauen Daun unterliegt trotz guter Leistung zu hoch beim Titelfavoriten - Ruwertalerinnen mit fulminanter zweiten Hälfte - Pflichtsieg für Hunsrück Reserve und Trierer Miezen mit Auftakterfolg

Trier · 1. Spieltag Rheinlandliga Frauen 23/24

 Sie feiern eine furiosen Saisonstart: Trainergespann Damian Malmedy (rechts) und Co- Trainer Marco Zinni (links) der HSG Mertesdorf/Ruwertal

Sie feiern eine furiosen Saisonstart: Trainergespann Damian Malmedy (rechts) und Co- Trainer Marco Zinni (links) der HSG Mertesdorf/Ruwertal

Foto: Verein

TV WellingTuS Daun 28:22 15:12)

Am Ende verliert das Dauner Team zu deutlich, zeigte aber bis in die Schlussminuten ein Spiel auf Augenhöhe! Beim Titelfavoriten in Welling kam die Mannschaft gut aus den Startlöchern, bot den Gastgeberinnen in den Anfangsminuten eine gleichwertige Begegnung, überraschte mit einer starken Vorstellung. Erst nach dem 5:5 (11.) gelang es Welling, sich dank zwei Treffern ihrer gefährlichsten Angreiferin Antonia Schmitz auf 7:5 abzusetzen und jetzt nahm Gästetrainer Heinz Hammann die Auszeit zum richtigen Zeitpunkt. Daun glich zum 7:7 (16.) aus, doch dann kamen die Gastgeberinnen zu einer drei Tore Führung (10:7), die die Mannschaft jetzt bis zur Pause verteidigte. Das „Hammann-Team“ kam gut aus der Kabine, verkürzte auf 15:14 (33.), doch zogen die Gastgeberinnen mit drei Toren in Folge auf 18:14 (39.) davon. Noch einmal nahm Hammann beim 20:16 (42.) die Auszeit, doch nun verteidigte Welling einen drei bis vier Tore Abstand. Erst nach dem 25:22 (55.) ging den Eifelanerinnen die Luft aus und der Favorit kam zum hohen 28:22 Heimspielerfolg. „Mit dem Auftritt meiner Mannschaft bin ich sehr zufrieden. Wir waren das bessere Team, hatten die besseren Einzelspielerinnen, konnten aber der körperlichen Überlegenheit der Gastgeberinnen nichts entgegensetzen. Dieser Körperlichkeit wollten wir mit einer guten Teamleistung in Angriff und Abwehr entgegentreten und das gelang über weite Phasen des Spiels. Gastgeberspielerin Rebecca Daun bekamen wir aber nicht in den Griff, die immer wieder mit dem gleichen Spielzug erfolgreich war. Im Angriff haben wir noch nicht so geduldig gespielt, wie ich mir das vorstelle. Vorne hat Jana Clever konsequent abgeschlossen, Jessi Praeder leitete die zweite und dritte Welle sehr gut ein und mit Sarah Sonnen hatten wir eine starke Torfrau. Ungewohnt war für uns die Hitze in der kleinen und lauten Halle. Am Ende fiel die Niederlage zu hoch aus“, meinte Trainer Heinz Hammann.

Sonnen – Makurat, Praeder (3), Reicherz (1), Fürstenberg, Basten (2), Römer, C. Aideyan (2), Sodar-Dörr, Dausen, Clever (10/3), Zenner (4)

HSG Mertesdorf/Ruwertal – HSG Obere Nahe 33:7 (14:7)

Was für ein Spiel der Ruwertalerinnen, vor allem nach dem Wechsel! Am Ende stand ein souveräner und nie gefährdeter Auftaktsieg auf der Anzeigetafel in der Ruwertal Halle. Gar nicht ins Spiel wollten beide Mannschaften finden und so nahm Gastgebertrainer Damian Malmedy in der 7. Minute beim 1:1 die erste, frühe Auszeit in einer zunächst torarmen Begegnung. Und auch nach der Auszeit lief nicht viel bei den Gastgeberinnen zusammen, die auf einen kämpferisch starken Gast trafen, der beim 5:5 die Auszeit nahm und das spielte jetzt den Gastgeberinnen in die Karten. Angetrieben von Routinier Jenny Scheibe setzte sich das Ruwertal Team erstmals deutlicher ab, führte 10:5 (18.) und jetzt schien der Knoten geplatzt zu sein. Bis zur Pause hatte das Malmedy-Team sich die verdiente sieben Tore Führung zum 14:7 herausgespielt. An die starke Abwehrleistung aus der ersten Hälfte knüpften die Ruwertalerinnen nach dem Wechsel an, setzten sich mit einem 7:0 Lauf auf 21:7 (44.) ab und hatten das Spiel zu diesem Zeitpunkt entschieden. Doch der Lauf der Ruwertalerinnen hielt an! Die Mannschaft setzte sich Tor um Tor weiter ab, ließ keinen einzigen Treffer der Gäste nach dem Wechsel zu und hatte in Ali Krämer im Tor eine überragende Torhüterin, die einfach alles wegfischte, was auf ihren Kasten kam. Am Ende ein fulminanter Saisonstart!

„Es war ein emotionaler und holpriger Start meiner Mannschaft in dieses Spiel, in dem ich die Abwehr schnell von 5:1 auf 6:0 umstellte. Ab der 25. Minute war die Mannschaft endlich im Spiel, spielte eine unfassbare 6:0 Deckung, in der Jenny Scheibe und Hannah Britz eine überragende Leistung abriefen. Mit unserem Tempospiel haben wir dann den Gast überrannt, hatten aber am Ende zu viele technische Fehler und Fehlversuche. 15 Stück waren das mindestens! Bei uns machte sich Neuzugang Pauline Lebenstedt mit ihren Toren und ihrer Leistung selbst ein Geburtstageschenk. Zudem eine starke Leistung von Steffi Frisch, unseren Neuzugang mit Jenny Scheibe, Chrissie Brunner und vor allem Ali Krämer im Tor. 250 Zuschauer sahen den absolut verdienten Erfolg der Mannschaft“, freue sich Trainer Damian Malmedy.

HSG M/R: Becker und Krämer – Eiden (5), Britz, Brunner (1), Himmelreich (5/4), Lebenstedt (2), Kierakowicz, Schwall (2), Scheibe (5), Reber (10), Frisch (3), Jenetz

HSG Hunsrück II – HSC Schweich 29:25 (14:10)

Der Aufsteiger aus Schweich brauchte ein paar Minuten, um in der Hirtenfeldhalle in Spiel zu finden. So führte das Team von Gastgebertrainer Timo Stoffel mit 3:1 (6.), verteidigte die Führung bis zum 7:4 (14.). Doch dann fanden sich die Schweicherinnen immer besser zurecht, verkürzten auf 7:6 (16.) und blieben bis in die Schlussminuten der ersten Hälfe dran. Erst in den letzten vier Minuten der ersten Hälfte setzte sich das Hunsrück-Team deutlicher auf 14:10 zur Pause ab. Ausgeglichen zunächst der Verlauf der zweiten Hälfte, in der die Gastgeberinnen ihre vier Tore – Führung bis 17:13 (37.) verteidigten, sich dann aber über 20:13 (39.) bis 29:21 (56.) absetzten und das Spiel entschieden. In den Schlussminuten kamen die Gäste noch zur Ergebniskosmetik. „Für uns war es der erwartete Pflichtsieg, bei dem uns schon anzumerken war, dass wir keine Testspiele absolviert hatten. Das Spiel hatten wir jederzeit im Griff, haben am Ende ein noch deutlicheres Ergebnis hergeschenkt, weil wir einiges ausprobiert haben. Überzeugend heute der Auftritt von Nina Lammersmann, die 10 Tore erzielte,“, lobte HSG Coach Timo Stoffel. „Wir sind nicht unzufrieden mit dem ersten Spiel in der Rheinlandliga. Wir wissen, dass es ein großer Sprung von der Landesliga ist haben uns aber heute so teuer wie möglich verkauft. Allerdings müssen wir in der Abwehr zulegen war dort zu zaghaft. Die Hunsrückerinnen haben uns gezeigt, wie man zupacken muss. Im Angriff verloren wir zu oft den Ball und das bestraften die Gastgeberinnen mit ihrem Gegenstoßspiel, was uns heute nicht so gut gelungen ist. Mitte der zweiten Hälfte war die Begegnung entschieden und wir haben gesehen, dass wir an Tempo und Härte zulegen müssen“, sagte Schweichs Co-Trainer Dirk Schmidt.

HSG: Faller und Krüger – M. Bach (2), Johann, Schmidt (3), Bolz, Fink, Schirokich (1), L. Bach (3), Nicolae (5), Lammersmann (10), Hahn (3), Kalle (2), Schell

HSC: Waters – Gassanov (1), Rosch (5), A. Longen (2), Marxen (3/1), Reuter (6/4), Gores (1), E. Longen (1), Bauerschmitz, Schneider, V. Longen (2), Weiss (1), Aalderink, I. Longen (3)

DJK/MJC Trier – HSG Kastellaun/Simmern 18:17 (11:12)

Hier und her ging es im Spiel zwischen den Trierer Miezen und der HSG Kastellaun/Simmern und es wurde ein Handballkrimi! Am Ende waren es die besseren Nerven, den Trierer Miezen den Sieg sicherten. Nach ausgeglichenen Anfangsminuten gelang es den Hunsrückerinnen, sich zunächst beim 2:5 (8.) auf drei Tore abzusetzen, doch das Team von Trainer Fabian Schreiner kämpfte sich in die Begegnung zurück, zog in der stärksten Phase der ersten Hälfte nach dem 6:8 Rückstand (13.) mit fünf Treffern in Folge auf 11:8 (24.) davon, ehe die Gäste sich mit einem 0:4 Lauf die Pausenführung sicherten. Das Kopf an Kopf Rennen ging nach dem Wechsel weiter, zunächst legten die Gäste den Treffer vor, die Triererinnen glichen aus, legten erstmals wieder auf zwei Tore beim 17:15 (50.) vor, doch die HSG glich umgehend aus. Es folgte die Auszeit von Schreiner und die erneute Führung der Gastgeberinnen (18:17), der die Auszeit der Gäste folgte. Keine Mannschaft kam in den Folgeminuten zu Toren und jetzt nahm Schreiber 44 Sekunden vor dem Ende seine Auszeit! Seien Mannschaft brachte jetzt die Führung über die Zeit und feierte zurecht den ersten Saisonsieg!

„Kompliment an die Mannschaft, die eine geschlossene Mannschaftsleistung abrief, die kämpferisch top war. Am Anfang war uns die Nervosität deutlich anzumerken und auch in einer Phase nach dem Wechsel. Doch das konnten wir wieder ablegen, spielten eine gute aggressive Deckung, die gut verdichtete. Im Zusammenspiel mit der Abwehr fischte unsere Torfrau Christiane Skiepko viele Bälle weg. Arbeiten müssen wir noch an den technischen Fehlern und den Abschlüssen, die wir verbessern müssen. Wir gehen mit einem guten Gefühl ins nächste Spiel, wissen aber genau, woran wir arbeiten müssen“, resümierte Trainer Fabian Schreiner.

MJC: Martin, Skiepko und Theis.– L. Weißhuhn (1), Fuchs (3), Sartor (1), Oberbillig, Wintersinger (3), Greinert (6/1), Dort (1), Steil (3), Bingen, Chorus,