Handball Rheinlandliga Frauen 24./25.2.24 Daunerinnen sorgen mit Sieg über Engers für die Überraschung des Spieltages - Trierer Miezen mit klarem Heimspielerfolg über Hunsrück II

Trier · Welling gewinnt Spitzenspiel gegen Ruwertal HSG - Rumpfteam der HSG Wittlich II entführt beide Punkte aus Neustadt

 Die Daunerinnen sorgen mit Sieg über TV Engers für die Überraschung des Spieltages

Die Daunerinnen sorgen mit Sieg über TV Engers für die Überraschung des Spieltages

Foto: Tus Daun/TuS Daun

Rheinlandliga Frauen

SF Neustadt - HSG Wittlich 28:32 (15:17)

Die HSG Wittlich II wird ihrer Favoritenrolle gerecht und entführt bei den heimstarken Neustädterinnen verdient beide Punkte. Erneut mussten die Eifelanerinnen ersatzgeschwächt antreten, verschliefen den Start völlig und beim 4:0 (6), deutete sich ein Debakel für das Team von Trainer David Juncker an. Doch Tor um Tor kämpfte sich die Mannschaft ins Spiel zurück, glich beim 8:8 (16.) erstmals aus und gab nach dem 8:9 die Führung nicht mehr aus der Hand. Über 9:12 (22.) verteidigte die Mannschaft dann ihre drei Tore Führung, setzte sich sogar beim 11:15 (26.) noch deutlicher ab, musste Neustadt aber zur Pause wieder auf 15:17 herankommen lassen.

Besser dann der Start in die zweite Hälfte für die Eifelanerinnen, die gleich zwei Treffer in Folge markierten und so über 15:19 (33.) ihre vier Tore Führung nach dem 18:22 (40.) sogar auf 18:24 (41.) ausbauten und jetzt klaren Kurs auf den Auswärtssieg steuerten. Zwar verkürzten die Neustädterinnen noch einmal auf vier Tore zum 22:26 (47.) und folgerichtig nahm Juncker die Auszeit und die verfehlte ihre Wirkung nicht. Beim 24:31 (55.) war der Sack in Neustadt zu und Wittlich kam zum erwarteten Auswärtserfolg. Am Ende trugen sich alle Feldspielerinnen der Gäste in die Torschützenliste ein und hatten gleich sechs Spielerinnen zu drei Toren kamen!

„Wir mussten heute mit dem letzten Aufgebot nach Neustadt, hatten mit Lena Rinnenburger und Mia Plohmann aus der B-Jugend und Katie Kaspari aus der 3. Mannschaft wertvolle Unterstützung, die sehr gut mitspielten und damit war ich absolut zufrieden. Paula Hohns machte nach langer Verletzung ihr erstes Spiel, konnte aber nur kurz eingesetzt werden. Wir hatten nicht viele Alternativen, haben uns dafür aber sehr gut verkauft und starke Lösungen im Angriff gefunden. Nach einer durchwachsenen Anfangsphase und mit einer besseren Trefferquote in der ersten Hälfte hätten wir durchaus noch höher gewinnen können“, meinte Wittlichs Trainer Juncker.

Marx - Rinnenburger (3), Hohns (3), Teusch (3), Kaspari (3), Plohmann (8), Barthen (6), Ensch (3), Kloep (3)

TV Welling - HSG Mertesdorf/Ruwertal 23:19 (10:10)

Nach der 3:1 (5.) Führung gelang den Ruwertalerinnen mit drei Treffern in Folge die erste Führung im Spiel beim 3:4 (12.) und bis zum 6:6 (19.) blieb es ein Spiel auf Augenhöhe, in dem das Team von Trainer Damian Malmedy den Meisterschaftsfavoriten beim 6:8 (24.) zur Auszeit zwang. Doch die spielte den Gästen in die Karten, die sogar auf vier Tore zum 6:10 (26.) vorlegten und auf dem guten Wege schienen, an der Überraschung zu drehen. Doch angetrieben von ihrer auffallendsten Spielerin Antonia Schmitz, die bereits mit ihrem sechsten Treffer den 9:10 (29.) Anschlusstreffer herstelle, war es an der Zeit für das Gästeteam ihre Auszeit zu nehmen. Die verhinderte aber nicht den 10:10 Ausgleichstreffer der Gastgeberinnen.

Wesentlich besser gelang den Gastgeberinnen dann der Start in die zweite Hälfte! Die Mannschaft setzte sich beim 15:11 (37.) deutlicher ab und jetzt zog Malmedy die Reißleine und legte die grüne Karte auf den Zeitnehmertisch. Der verschlafenen Anfangsphase lief das Malmedy Team weiter über 17:13 (43.) hinterher, schnupperte beim 17:15 (47.) weiter an der möglichen Überraschung. Welling hielt dagegen, zog wieder auf vier Tore zum 19:15 (50.) davon und beim 21:18 (55.) nahmen die Gastgeberinnen ihre letzte Auszeit. Jenny Scheibe ließ mit ihrem neunten Treffer im Spiel beim 21:19 (56.) nochmals das Fünkchen Hoffnung bei den Gästen glimmen, ehe der Favorit den Sack zumachte.

„Trotz der Niederlage ein geiles Spiel meiner Mannschaft, vor allem in der ersten Hälfte. Leider mussten wir heute auf die erkrankte Luisa Becker im Tor verzichten und uns half heute Anita Metz spontan aus, doch Ali Krämer machte ihre Sache in der ersten Hälfte überragend, hielt gleich drei Siebenmeter der Gastgeberinnen und hatte zur Pause schon 12 Paraden! Dazu rief Jenny Scheibe eine überzeugende Leistung ab, nutzte immer wieder die Schwächen im Mittelblock der Gastgeberinnen mit ihren Schlagwürfen. Leider mussten wir ab der 25. Minute in doppelter Unterzahl spielen und so kam Welling noch zum Ausgleich. Nach der Pause legten die Gastgeberinnen in der Abwehr an Härte zu und spielten viel offensiver! Bei uns gingen dann langsam die Körner aus und so schenkte uns Welling über die erste und zweite Welle 10 Tore ein. Im gebundenen Spiel waren wir die eindeutig bessere Mannschaft, hatten erneut mit der erst 18-jährigen Pauline Lebenstedt eine sehr starke Abwehrspielerin. Doch was wir heute in der ersten Hälfte gezeigt haben, war schon das Optimum! Letztlich eine geschlossene Mannschaftsleistung und wir wurden von vielen Zuschauern im Auswärtsspiel unterstützt. Wir schauen jetzt positiv nach vorne und aus meiner Sicht wäre eine Punkteteilung heute gerecht gewesen. Vielen Dank noch an die Dauner Freunde zum Sieg über Engers“, freute sich Malmedy, dessen Mannschaft damit in Schlagdistanz zum Tabellenvierten bleibt.

Krämer und Metz - J. Eiden, Britz, Brunner (3), Himmelreich (1), Lebenstedt (2), Kierakowicz (4), Scheibe (9/4), Thinnes, Reber, Frisch, S. Eiden.

Tus Daun - TV Engers 31:25 (13:11)

Mit dem Sieg über Engers verschafft sich Daun Luft im Kampf gegen den Abstieg! Die Rollen vor dem Spiel der Dauner Damen gegen die Gäste aus Engers waren klar verteilt. Das Team von Trainer Heinz Hammann ging als Außenseiter ins Rennen, konnte befreit aufspielen und das taten die Eifelanerinnen zur Überraschung der Zuschauerinnen und Zuschauer. Und so wunderten sich viele über die Pausenführung der Gastgeberinnen! Nach ausgeglichenen Anfangsminuten lief das Dauner Spiel von Minute zu Minute besser und so setze sich das Hammann-Team nach dem 3:3 (5.) über 5:3 (8.) auf 7:4 (10.) ab. Engers kam in der Folge vor allem angetrieben seine beiden Ausnahmespielerinnen Elena Haberstock, Dunya Mohebzada und Derya Akbulut zum 9:9 (16.) Ausgleich, den Jana Clever mit zwei Treffern in Folge wieder in die Dauner Führung ummünzte. Gleich zwei Treffern in Folge gelangen den Tus Spielerinnen nach dem Wiederanpfiff zum 15:11 (34.)! Beim 20:15 (41.) schien Daun für die Überraschung des Spieltages sorgen zu können und noch einmal versuchten die Gäste, mit ihrer Auszeit, ins Spiel zurückzufinden. Daun blieb unbeeindruckt, Jana Clever und Naomi Aideyan brachten sogar ihr Team mit ihren jeweils siebten Treffern mit 22:15 (43.) in Führung! Diese Führung verteidigen die Eifelanerinnen jetzt gegen eine sich gegen die Niederlage stemmende Gästemannschaft, die aber gegen die gut eingestellte Dauner Deckung selten Lösungen fand.

„Wir verlieren nicht dreimal gegen Engers“, hatte Dauns Trainer Heinz Hammann vor der Begegnung gesagt und er sollte Recht behalten!

„Es war heute das mit Abstand beste Saisonspiel meiner Mannschaft und dieser Gegner liegt uns! Wenig Gefahr geht aus dem Rückraum der Gäste aus, die zwar schnelle und technisch gute Spielerinnen haben, sich aber gegen unsere defensiv eingestellte Abwehr mit zunehmender Spieldauer die Zähne ausbissen. Jessy Praeder machte heute in Angriff und Abwehr ein überragendes Spiel und Sarah Sonnen im Tor war eine Wand! Alle Spielerinnen haben heute Torgefahr ausgestrahlt und für mich war die entscheidende Phase gleich nach der Pause, als wir uns weiter absetzen konnten. Der Sieg war mehr als verdient nach einem Spiel, in dem wir auch wenig technische Fehler machten und von 150 Zuschauern toll unterstützt wurden! Eine tolle Leistung auch des Schiedsrichters Maurice Lahm, der mit dem schnellen Spiel überhaupt keine Probleme hatte“, lobte Hammann.

Treis, Zander und Sonnen- Schmitt, Kaiser (1), Teusch, Praeder (9), Fürstenberg (1), N. Aideyan (10/3), Römer (2), Dausend, Clever (8/1), Zenner

DJK/MJC Trier - HSG Hunsrück II 35:22 (16:10)

Mit einem so deutliche Ergebnis war im Vorfeld nicht zu rechnen! Hellwach präsentierten sich die Trierer Miezen in der ersten Hälfte von Beginn an, bestimmten das Spiel und setzten sich nach der ausgeglichenen Anfangsphase vom 5:4 (11.) auf 8:4 (16.) ab und zwangen Gästetrainer Timo Stoffel zur ersten Auszeit. Doch die Miezen blieben unbeeindruckt, legten erstmals beim 12:6 (24.) die sechs Tore Führung vor, die auch mit in die Pause genommen wurde. Für die endgültige Entscheidung sorgte das Team von Gastgebertrainer Fabian Schreiner gleich nach dem Wiederanpfiff. Vom 16:11 setzte sich das Gastgeberteam auf 23:11 (38.) ab, ließ fast acht Minuten keinen Gegentreffer zu und zog über 28:12 (49.) dem in dieser Höhe nicht erwarteten Heimsieg entgegen.

„Nicht nur über die Höhe des Sieges bin ich glücklich, sondern auch über die Art und Weise, wie die Mannschaft heute aufgetreten ist. Wir haben ab Mitte der ersten Halbzeit ein starkes Tempo nach vorne gehabt, kamen immer wieder zu unserem schnellen Spiel und über die zweite Welle. Die Manndeckungen gegen Luisa Fuchs und Kira Theis von Seiten der Gäste gingen nicht auf und sind im Sande verlaufen. Unsere Abwehr, egal ob 5:1 oder 6:0 stand stabil und wir fanden gute Lösungen mit viel Zug zum Tor. Die Inhalte der Woche hat die Mannschaft heute völlig umgesetzt und darauf können wir aufbauen“, hofft MJC Coach Schreiner.

„Ein klassisches Auswärtsspiel für uns, bei dem Nina Lammersmann ausfiel und sich Luisa Bach mit Kreislaufproblemen plagte. Wie erwartet haben die Triererinnen von Beginn an Druck gemacht und uns keine Zeit zum Luftholen gegeben. Ende der ersten Hälfe lief es bei uns dann besser, die Abwehr war jetzt an den Gegenspielerinnen dran und im Angriff fanden wir endlich die Lücken. Doch nach dem Wechsel kam uns mal wieder unsere schwache Wurfausbeute in die Quere. Den Mädels mache ich keinen Vorwurf, sie haben aufopferungsvoll gekämpft“, fand Gästetrainer Stoffel.

MJC: Skiepko und Chorus - A. Greinert (4/1), Fuchs (8/2), Fonseca (2), Oberbillig (5), Biebrach (7), Theis (4), Dort (2), Steil (3), Bingen

HSG: Faller - M. Bach (1), Schmidt, L. Wagner (4), F. Wagner (2), Fink, Schirokich (4), L. Bach, Hahn (8/2), Kalle (3/1), Schell.

HSC Schweich - HC Koblenz 15:34 (9:14)

Mit dem unerwarteten Sieg über den TV Engers setzte der Tus Daun das Team des HSC Schweich im Abstiegskampf unter Druck. Doch gegen den Meisterschaftsanwärter und letztjährigen RPS Oberligisten aus Koblenz sollte es eine schwere Hausaufgabe für die Mannschaft des Trainergespanns Hanni Rosch/Dirk Schmidt werden. Die Mannschaft spielte von Beginn an munter mit, hielt das Spiel bis zum 6:6 (15.) offen, kassierte dann vor allem durch Jette Ring (4) gleich sechs Tore in Folge und lief ab dem 6:12 (21.) dem klaren Vorsprung der Gäste hinterher. Ausgeglichen dann die Schlussminuten der ersten Hälfte und so konnte man noch auf die Überraschung hoffen. Allerdings machten die Gäste gleich nach dem Wiederanpfiff den Sack früh zu, nutzten erneut eine Schweicher Schwächephase, um sich vom 10:15 (38.) endgültig auf 10:23 (45.) zu. Am Ende feierten die Gäste den letztlich nicht gefährdeten und klaren 15:34 Auswärtserfolg.

„Das Ergebnis spiegelt auch den Spielverlauf wider. Das war heute einfach ein Klassenunterschied! Mit unserem kleinen Kader, bei dem wir nicht viele Wechselalternativen hatten, machten wir einfach zu viele Fehler, waren im Abschluss unkonzentriert. Nach dem Wechsel kamen dann noch drei Spielerinnen vom Spiel der zweiten Mannschaft, um uns zu unterstützen. Unsere Fehler hat Koblenz knallhart mit ihrer ersten und zweiten Welle bestraft und so geht die Niederlage auch in der Höhe in Ordnung“, sagte Schweichs Hanni Rosch.

Waters - Gassanov (2), Marxen, Gores (1), E. Longen 81), Keppler (4/1), Aalderink (1), V. Longen, Bauer, A. Longen (3/2), I. Longen (2), Bartnick (1)

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