Handball Saisonvorbereitung Oberliga Frauen Kampf, Leidenschaft und Spaß - nicht nur in der Vorbereitung

Mertesdorf · Rückraumbesetzung der Ruwertalerinnen bereitet derzeit Sorgen

 auf ihr ruhen die Hoffnungen in der neuen Saison-Rückkehrerin Jana Fisch

auf ihr ruhen die Hoffnungen in der neuen Saison-Rückkehrerin Jana Fisch

Foto: HSG Mertesdorf/Ruwertal

Ruwertal HSG seit 11. Juni in der Saisonvorbereitung auf die Oberliga Frauen

„Kampf, Leidenschaft und Spaß“, sollen die bestimmenden Elemente in der kommenden Saison beim Team der HSG Mertesdorf/Ruwertal mit Trainer Damian Malmedy (39) in der Oberliga der Frauen sein, die am 7.9. mit dem Auswärtsspiel der Ruwertalerinnen in Wittlich starten sollte.

Doch bis zum Saisonstart hat das Ruwertal Team noch einige Hausaufgaben zu machen. Zunächst gilt es, die Abgänge zu kompensieren, die vor allem den Ruwertaler Rückraum treffen. Neben Jenny Scheibe, die den Verein gewechselt hat, wird Steffi Frisch ihre Handballschuhe aus familiären Gründen vorerst an den Nagel hängen. „Mit Steffi fehlt uns eine Spielerin mit Spielintelligenz und ihrer Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen. Das wir nur schwer zu kompensieren sein. Pauline Lebenstedt wird in Maastricht studieren und uns nur gelegentlich unterstützen können“, erzählt Malmedy. Sorgenkind des HSG Coaches ist derzeit der Rückraum, zumal auch Lena Schwall aufgrund ihrer Knieverletzung nicht mehr aktiv in den Wettkampfsport eingreifen kann. „Es stehen uns momentan nur 4 gesunde Spielerinnen für den Rückraum zur Verfügung. Neben Pauline, die nur sporadisch spielen wird, kann Emma Thinnes aus beruflichen Gründen nicht regelmäßig trainieren. Zu uns zurückgekehrt ist Jana Fisch (HC Koblenz), die allerdings, wie Nena Blaschke aus einer schweren Verletzung zurückkommt und bei denen es abzuwarten bleibt, wie sich der Gesundheitsverlauf zeigt. Vor allem die „alte“ Schnelligkeit von Jana wird unserem Spiel guttun“, weiß der Ruwertaler Coach.

Torfrau Ali Krämer hat die Ruwertal HSG Richtung TV Engers verlassen und hier setzt der HSG Coach auf das Torhütergespann Luisa Becker und Nachwuchsspielerin Felicia Holz. „Ob wir hier uns auf der Position noch weiter verstärken können, wird sich wohl erst in den nächsten Wochen entscheiden“, verrät Malmedy, der sein Spielkonzept aufgrund der Tatsache, dass sein Rückraum nicht eingespielt sein kann, verändern will. „Wir brauchen mehr einfache Tore, können uns nicht nur auf unser gebundenes Spiel verlassen. Dabei bauen wir auf unsere A-Jugend, die derzeit dienstags beim Athletiktraining dabei ist und die wir weiterentwickeln und an die erste Mannschaft heranführen wollen. Nach einer schwierigen letzten Saison arbeiten wir weiter am Zusammenhalt und ich will die Spielerinnen weiterentwickeln. Voraussichtlich sind wir in der kommenden Saison in der Breite nicht mehr so gut aufgestellt wie zuletzt. Der Fokus aber liegt auf Kampf, Leidenschaft und Spaß und das möchte ich dem Team vermitteln“, sagt Malmedy, der in der kommenden Saison weiter von Physio- und Athletiktrainer Marco Zinni und Co-Trainerin Sabrina Leinen unterstützt wird. Leinen wird zudem noch bei der zweiten Damenmannschaft der HSG in der Verantwortung sein und damit ist für Malmedy die Nahtstelle zur zweiten Mannschaft bestens besetzt, um damit die bereits gut funktionierende Kooperation innerhalb der Damen-Seniorenteams zu stärken.

Seit 11. Juni läuft die Vorbereitung im Ruwertal mit zweimal wöchentlichem Training. Vorbereitungsspiele zuhause gegen Merzig-Hilbringen (9. Juli), in Birkenfeld (3.8.) und einem Trainingslager in Mertesdorf (31.8./1.9.) mit Spielen gegen Köllertal und Birkenfeld runden die Vorbereitung ab.

„Finden wir als Mannschaft zusammen, in der wir viele coole Persönlichkeiten haben und greift unser neues Spielsystem, wollen wir erneut nach der nächsten Saison die beste Mannschaft aus der Region in der Liga sein“, hofft der HSG Trainer, der das Saisonziel noch mit der Mannschaft besprechen wird.

Ob es für die Ruwertalerinnen am 7.9. bereits in die Saison geht, ist offen. „Wir werden Wittlich um eine Verlegung bitten müssen, den aktuell fehlt mir aufgrund von Urlaub und beruflichen Verhinderungen eine spielfähige Mannschaft, die wir auch nicht aus unserer zweiten Mannschaft auffüllen können“, verrät Malmedy, der die Mannschaft in seine zweite Saison führen wird.