Handball Rheinlandliga Männer 13.4.24 Bitburg schließt auf Platz 4 ab - Daun patzt zum Abschluss und Hunsrücker tun etwas für ihr Torverhältnis

Trier · unerwartet klarer Heimspielerfolg für Meister HSG Hunsrück gegen den Vizemeister

 Hunsrück HSG ist Meister der Rheinlandliga der Männer und gewinnt souverän gegen den Vizemeister aus Bad Ems

Hunsrück HSG ist Meister der Rheinlandliga der Männer und gewinnt souverän gegen den Vizemeister aus Bad Ems

Foto: HSG Hunsrück

Rheinlandliga Männer

TS Bendorf - TV Bitburg 36:40 (21:19)

Bitburg schließt mit einem Sieg die Saison als Tabellenvierter ab! Ohne ihr aus privaten Gründen verhindertes Trainerteam mussten die Bitburger mit einem Rumpfteam in Bendorf antreten, konnte sich am Ende aber mit einem Sieg aus der Saison verabschieden. Gerade einmal einen Auswechselspieler hatten die Eifelaner aufzubieten und sahen sich einer personell qualitativ und quantitativ gut aufgestellten Gastgebermannschaft aus Bendorf gegenüber, die sich nach ausgeglichenen Anfangsminuten vom 4:4 auf 7:4 (8.) absetzte und bis auf 13:9 (15.) davonzog. Martin Guldenkirch mit zwei Treffern und Jan Lauer sorgten mit dem 13:12 Anschluss für die Auszeit der Gastgeber. Bendorf verteidigte in der Folge eine ein bis zwei Tore Führung über 16:14 (23.), ehe den Eifelanern beim 16:16 durch Jan Kaufmann der Ausgleich (26.) gelang. Bis zur Pause setzte sich Bendorf aber erneut mit zwei Toren ab.

Die Anfangsminuten der zweiten Hälfte gehörten dann den Gästen, die beim 23:23 (34.) ausglichen und durch Tore von Jojo Schellen und Jan Lauer ihre erste zwei Tore Führung beim 23:25 (37.) herausspielten. Die Auszeit der Gastgeber spielte Bitburg in die Karten, die erneut durch Schellen sogar auf drei Tore zum 24:27 (39.) vorlegten. Diese Führung gab das Eifel-Team nicht mehr ab, musste zwar Bendorf beim 33:34 (50.) bis auf ein Tor herankommen lassen, um dann nach der Auszeit (51.) erneut auf drei Tore wegzuziehen und so beim 33:36 (55.) die Auszeit der Gastgeber erzwingen. Am Ende feierte die von Jan Lauer gecoachte TVB Mannschaft, einen 36:40 Auswärtssieg.

„Wie gewohnt mussten wir mit einem kleinen Kader auswärts antreten, haben aber im Angriff konsequent unseren Stiefel runtergespielt. Mit klaren Kreuzungen haben wir immer wieder die Chance gesucht und auch genutzt. Alle haben gut mitgespielt und sich in die Torschützenliste eintragen können. Wichtig war, dass wir uns in Abwehr und auch im Torhüterbereich nach dem Wechsel klar gesteigert haben, sind weggezogen und haben die Führung bis zum Schluss verteidigt“, freute sich Lauer.

Boinski - Schackmann (1), Guldenkirch (10), Walerius (2), M. Hertz (7), Kaufmann (4), Lauer (10/3), Schellen (6).

HSG Hunsrück - TV Bad Ems 37:22 (17:10)

Eigentlich hatten sich die Zuschauer in Sohren ein spannenderes Spiel versprochen! Im Duell des Meisters gegen den Vizemeister war die Begegnung aber scheinbar früh entschieden. Nach einem starken Beginn (5:1/6.) verteidigte die Mannschaft von Trainer Dejan Dobardzijev die Führung, die beim 11:4 (16.) zur ersten Auszeit der Gäste führte. Die sieben Tore Führung verteidigte das Dobardzijev Team über 14:7 (23.) und ging mit einer klaren 17:10 Führung in die Pause.

Die Anfangsphase der zweiten Hälfte gehörte erneut dem Dobardzijev Team, dass beim 22:12 (38.) die erste 10 Tore Führung herausgespielt hatte und jetzt über 29:14 (45.) auf dem Weg zum klaren und in dieser Höhe nicht erwarteten Heimspielerfolg kam.

„Die Jungs haben schon in der Woche im Training erkennen lassen, dass sie dieses Spiel engagiert und motiviert angehen wollen. Das hat die Mannschaft heute auch umgesetzt und wir haben etwas für unser Torverhältnis getan. Ich bin sehr zufrieden mit dem was die Mannschaft alles an Vorgaben umgesetzt hat und wir haben heute Geschichte geschrieben, sind mit nur zwei Verlustpunkten Meister geworden und bereiten uns jetzt intensiv auf die Quali-Spiele zur RPS Oberliga vor“, sagt Dobardzijev.

Scherschlicht und Neu - L. Schneider (7), Faust, Röhrig (2), Klei (1), Stürmer (5), Schmidt (2), K. Schell (5), Fink (1), M. Schell (3), Conrath (4/1), Mende (4/1), L. Bach(3)

HSG Kastellaun/Simmern II - TuS Daun 31:29 (16:13)

Unerwartete Auswärtsniederlage der Dauner Mannschaft beim Aufsteiger Kastellaun/Simmern II. Es sollte ein hartes Stück Arbeit für die Eifelaner im Hunsrück werden. Der Aufsteiger hatte nach der 0:1 Führung der Gäste, ständig die Nase vorne und musste erst beim 8:9 (18.) die erneute Führung der Eifelaner hinnehmen. Doch mit vier Treffern in Folge drehten die Hunsrücker das Spiel und waren beim 12:9 (22.) erstmals deutlich vorne. Die rote Karte gegen die Gastgeber brachte die Eifelaner über 12:11 (23.) ins Spiel zurück. Doch die Gastgeber überstanden die Phase, zogen wieder auf 14:11 (26.) davon und brachten die drei Tore Führung in die Kabine.

Besser kamen die Gastgeber aus der Pause, zogen auf 20:15 (36.) davon und jetzt schwammen den Gästen die Felle davon. Doch die Mannschaft von Trainer Thorsten Ringer spielte jetzt ihre Routine aus, kämpfte sich zum 22:22 (45.) Ausgleich und war auf dem besten Wege, das Spiel noch einmal zu drehen. Es blieb in der Restspielzeit eine spannende Angelegenheit, in der zunächst die Hunsrücker wieder auf 30:28 (59.) vorlegten, doch Bassi Praeder ließ mit dem Treffer zum 30:29 das Fünkchen Hoffnung auf Gästeseite glimmen. Die Zeitstrafe gegen die Eifelaner 20 Sekunden vor dem Ende entschied dann die Begegnung.

„Schade, dass wir uns so ein Spiel zum Saisonende leisten. Am Ende steht eine gute Saison, doch heute war einfach nicht unser Tag. Dies ist sicherlich den im Vorfeld feststehenden fehlenden personellen Alternativen geschuldet, zum anderen verletzte sich Bassi Praeder nach einem Foul in der ersten Hälfte, konnte in der zweiten Hälfte zwar eingesetzt werden, doch war sichtlich gehandicapt beim Abschluss. Zu löchrig agierte heute die Abwehr und machte es unseren Torhütern schwer. Es fehlte uns heute einfach die Aggressivität gegen das gute Tempospiel der Gastgeber, die zu einem verdienten Sieg kamen. Auch im Angriff war die Leistung heute katastrophal, wir haben nie zu unserem Spiel gefunden und viel verworfen. Gut fand ich die Entscheidung von Trainer Thorsten Ringer, in der entscheidenden Phase auch die Spieler zu bringen, die sonst wenig Spielanteile hatte. Hier hat Konrad Meckelburg zwei schöne Tore erzielen können“, resümiert Dauns sportlicher Leiter Markus Willems.

Rode, Mayer und Basibüyük - Reimer (5), J. Willems (5), Zenner, Brümmer (3), Praeder (3), Löw (1), Podriezov (5), Mayer (2), Rahn (3), Meckelburg (2).

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