Handball Rheinlandliga Männer 24./25.2.24 Daun gewinnt Eifel-Derby gegen Bitburger Rumpfteam

Trier · Handball Rheinlandliga Männer 24./25.2.24

Dauns Routinier Pat Brümmer setzt sich gegen die Bitburger Abwehr durch

Dauns Routinier Pat Brümmer setzt sich gegen die Bitburger Abwehr durch

Foto: Michael Schröder

Tus Daun - TV Bitburg 35:29 (17:13)

Die Vorzeichen für die Gäste aus Bitburg standen vor dem mit Spannung erwarteten Lokalderby gegen Daun schlecht. Beide Stammtorhüter der Gäste fehlten aus privaten Gründen, dazu auch die beiden erkrankten Herz-Brüder, der bis zum Saisonende ausfallende Martin Guldenkirch, Alex Sonnen, Christopher Stelmach sowie der erkrankte Trainer Sigi Garbe und so stellte sich Kevin Wolff als Torhüter zur Verfügung, der vor einigen Jahren für Bitburg spielte und lange nicht mehr aktiv war.

Aber auch auf Dauner Seite fehlten einige Stammspieler, allen voran Luca Willems. Die Anfangsphase verlief bis zum 4:4 (6.) ausgeglichen, ehe sich die Dauner auf drei Tore zum 7:4 (9.) absetzten und die drei bis vier Tore Führung bis 15:12 (26.) behaupteten. Mathis Otto sorgte mit seinem fünften Treffer in der ersten Hälfte für die vier Tore Führung seines Teams (16:12/29.), die diese Führung auch mit in die Pause nahmen. Mehr und mehr machte sich nach dem Wechsel dann die konditionelle Überlegenheit der Gastgeber bemerkbar, die mit ihrem guten Start in die zweite Hälfte beim 23:16 (38.) für die Vorentscheidung gesorgt hatten. Die klare Führung verteidigte die Mannschaft von Trainer Thorsten Ringer über 27:20 (43.) und 30:23 (49.), verwalteten die sieben Tore Führung bis 32:25 (54.) und feierten am Ende den verdienten und nie gefährdeten Heimspielerfolg.

„Gegen die Gäste, die mit einem dünnen Kader antraten, verlief die Anfangsphase ausgeglichen. Bitburg verstand es, das Tempo zu verschleppen und wir haben im Angriff zu viele Bälle weggeworfen und es wurde ein Spiel von unserer Seite mit Höhen und Tiefen, in dem wir in einigen Aktionen auch überhastet agieren. Dominik Reimer zeigt ein gutes Spiel in der Abwehr und Mathis Otto im Angriff. Es war ein faires Spiel unter der guten Leitung von Schneider/Sauerwein, in dem wir nie das Gefühl hatten, das Spiel zu verlieren. Doch entscheidend wegziehen konnten wir nie, zumal die Bitburger auch Jannis Willems in Manndeckung nahmen. Bitburg hat clever gedeckt und die Erfahrung ausgespielt. Nach dem Wechsel haben wir uns zu wenig Würfe aus dem Rückraum genommen“, meinte Dauns sportlicher Leiter Markus Willems.

„Trotz der vielen Ausfälle hatten wir uns einiges vorgenommen, wollten mit der richtigen Einstellung ins Spiel gehen und bekamen aber in der Abwehr zunächst keinen Zugriff auf die Dauner Angreifer. Im Angriff war unser Spiel einfach zu statisch, kamen nicht ins Tempospiel, lagen dennoch zur Pause nur mit vier Toren zurück. Deutlich besser kamen wir dann aus der Kabine, hatten die Chancen das Spiel noch einmal eng zu machen, leisteten uns in Überzahl technische Fehler oder werfen die Bälle weg. Daun spielt die Begegnung dann gut zu Ende und gewinnt absolut verdien. Ein explizites Dankeschön an Kevin von der ganzen Mannschaft, dass er kurzfristig bereit war auszuhelfen“, sagte Bitburgs Coach Marc Hagemann.

TuS: Mayer und Basibüyük - Reimer (1), Otto (8), J. Willems (12/6), Zenner, Brümmer (1), Praeder (5), Löw (6), Podriezov, Mayer (1), Rahn (1), Meckelburg

TVB: K. Wolff - Schackmann (1), Walerius (4), Enders (5/2) , Kaufmann (6), Lauer (4), P. Wolff (6), Kuhfeld (1), Schellen (1), Nelles (1)

HSG Kastellaun/Simmern II - HSG Hunsrück 24:44 (12:22)

Da hatte sich der Aufsteiger aus Kastellaun/Simmern wohl mehr ausgerechnet. In dem mit Spannung erwarteten Lokalderby setzte sich der Tabellenführer am Ende in dieser Höhe völlig ungefährdet in Simmern durch und verpasste den Gastgebern eine deftige Packung. Früh machten die Gäste klar, wer an die Halle als Sieger verlassen sollte. Mit 2:6 (5.) setzte das Dobardzijev Team das erste Ausrufezeichen, doch die Mannschaft von Gastgebercoach Laszlo Gilanyi hielt das Spiel bis 6:8 (17.) offen, ehe sich die Gäste mit vier Treffern in Folge deutlicher absetzten. Über 6:12 (21.) baute die Mannschaft sich jetzt den 10 Tore-Vorsprung zur Pause auf.

Nichts hatten die Gastgeber nach dem Wechsel dann dem Spiel der Gäste entgegenzusetzen, die über 15:30 (37.) früh auf dem Weg zum Kantersieg waren. Die 15 Tore Führung über 20:35 (45.) hielt bis 22:37 (50.), jetzt nahm Dobardzijev die Auszeit und die führte letztlich zum überraschenden und deutlichen Auswärtserfolg mit 20 Toren Differenz!

„Wir haben Mitte der ersten Hälfte unseren Rhythmus gefunden und mit schnellem Spiel den Gastgeber unter Druck gesetzt. Aus einer sicheren Abwehr fanden wir gut in die erste und zweite Welle und habe die taktischen Vorgaben umgesetzt. Heute hat die Mannschaft das Tempo über die gesamte Spielzeit hoch gehalten und dank einer mannschaftlich geschlossenen Leistung auch in der Höhe verdient gewonnen“, freute sich der Gästecoach.

Scherschlicht und Neu - L. Schneider (3), Faust (3/1), Klei (2), Stürmer (4), Schmidt, K: Schell (5), Fink, M. Schell (4), Conrath (15/6), J. Schneider (1), L. Bach (3).

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