Überraschung in Simmern Hunsrück HSG steuert nach Sieg über Daun klaren Meisterschaftskurs - Aufsteiger Kastellaun/Simmern II muss Heimniederlage verkraften

Trier · Rückschlag für Mulliqi Team und noch ist im Titelkampf nichts entschieden

 Bereits vier Punkte vor den Verfolgern, die HSG Hunsrück

Bereits vier Punkte vor den Verfolgern, die HSG Hunsrück

Foto: Verein

Rheinlandliga Männer

HSG Kastellaun/Simmern II – HSV Rhein-Nette 27:29 (15:14)

Rhein-Nette feiert den zweiten Auswärtssieg und das ausgerechnet bei den heimstarken Hunsrückern. Guter Start für die Gastgeber, die beim 6:2 (7). Deutlich führten, dann aber fand der Gast zu seinem Spiel, verkürzte auf 6:4 (9.). Doch das Team von Trainer Korab Mulliqi verteidigte in der Folge eine zwei bis drei Tore Führung über 8:6 (12.), verloren dann aber ihre Linie und das bestraften die Gäste mit dem 9:9 (16.) Ausgleich. Die Auszeit von Mulliqi beim 10:10 (20.), doch das Spiel schien beim 11:12 (24.) zugunsten der Gäste zu kippen! Bis 13:14 (27.) verteidigen die Gäste ihre Führung, ehe die Hunsrücker das Spiel bis zur Pause beim 15:14 wieder in den Griff bekamen.

Das Kopf an Kopf Rennen ging nach dem Wechsel weiter und ab dem 18:19 (39.) legten die Gäste den Treffer vor, den die Hunsrücker postwendend ausglichen. Bem 26:27 (59.) nahm Mulliqi die Auszeit, Jannik Schmidt glich aus und Amadeus Kohlhaas machte mit seinen zwei Treffern, die seine einzigen im Spiel sein sollten, jetzt den Sack für die Gäste zu.

„Ein unterirdisches Spiel meiner Mannschaft, die sich nicht an die Vorgaben von Trainer und Betreuern gehalten hat. Im Angriff zu hektisch, in der Abwehr zu nachlässig gegen eine kampfstarke Gästemannschaft, die nur mit 9 Spielern angereist war und zudem noch eine rote Karte verkraften musste. Am Ende ein verdienter Gästeerfolg“, klagte HSG Coach Korab Mulliqi.

L. Kaltenmorgen – Milan Wetstein (3), Rickus (3), Michel (3), Schneiders, Müller, Ponstein (2), Niklas Wetstein (2), Ben Wetstein (7/3), M. Kaltenmorgen (5), Hoff, Mischker, Schmidt (2).

HSG Hunsrück – TuS Daun 30:26 (12:12)

Die Hunsrück HSG steuert klaren Meisterschaftskurs! Auch das Spiel gegen Verfolger Tus Daun konnten die Mannschaft für sich entscheiden und liegt nun mit 20:0 Punkten vier Punkte vor den Verfolgern aus Bad Ems und Daun! Das Spitzenspiel der Rheinlandliga der Männer fand vor ausverkaufter Hirtenfeldhalle statt und war jederzeit Werbung für den Handballsport. Von Anfang an lieferten sich beide Teams das erwartet enge Spiel, in die Daun in den Anfangsminuten die Nase vorne hatte, dann aber den Hunsrückern über 3:4 (11.) die 7:4 Führung (17.) überlassen musste. Folgerichtig nahm Dauns Trainer Thorsten Ringer die Auszeit, nach der sich die Gäste fingen und bis auf 8:7 durch zwei Treffer in Folge von Bassi Praeder (21.) verkürzten. Doch die Hunsrücker verteidigten ihre ein bis zwei Tore Führung in der Folge über 10:8 bis 11:10 (25.), hatten dann die Zeitstrafe gegen Jannik Stürmer zu verkraften, legten aber den Treffer durch Schmidt zum 12:10 nach. Die Auszeit von HSG Coach Dejan Dobardzijev nutzten die Hunsrücker wiederum nicht, kassierten die nächste Zeitstrafe gegen K. Schell und jetzt nutzte Daun die Chance, um bis zur Pause durch Jannis Willems mit zwei Treffern in Folge zum leistungsgerechten Pausenstand von 12:12 zu kommen. Hellwach kamen die Hunsrücker aus der Kabine, legten durch Manuel Schell und Benni Klei gleich zwei Treffer nach und sorgten so wieder für eine zwei Tore Führung der Gastgeber, die Daun immer wieder bis auf ein Tor verkürzte. So lebte die Begegnung weiter von der Spannung! Doch in Unterzahl gelang dem Dobardzijev Team dann erstmals beim 17:14 (37.) die drei Tore Führung, die Daun lediglich auf zwei Tore bis 19:17 (42.) verkürzte. Doch gegen Ende der Spielzeit setzte sich die körperlich präsentere und stärkere Mannschaft der Gastgeber durch, zog übe 21:17 und 23:19 (47.) davon. Die Auszeit der Gäste half nicht mehr! Das Dobardzijev Team machte über 26:20 (54.) gegen eine Gästemannschaft den Sack früh zu, da diese mit der 5:1 Deckung der Hunsrücker nicht mehr zurechtkamen. Am Ende feierten die Gastgeber ihren 10. Sieg im 10. Spiel, doch von einer Vorentscheidung im Titelkampf will HSG Coach Dobardzijev nichts wissen.

„Ein wichtiger Sieg für meine Mannschaft, doch das ist noch keine Vorentscheidung für die Meisterschaft. Wir haben jetzt zwei schwere Spiele vor uns und eine lange Rückrunde, in der noch einiges passieren kann. Bei uns war die Abwehr in der ersten Hälfte besser als der Angriff, da wir hier einige technische Fehler hatten und einiges liegen ließen. Erst mit zunehmender Spieldauer bekamen wir das Spiel in den Griff, haben entscheidend auf 5:1 Abwehr umgestellt, mit der Daun erkennbar Probleme hatte. Die Jungs haben heute alles gegeben und wir haben gut rotiert. Doch jetzt müssen wir weitermachen und dürfen nicht nachlassen. Es ist noch eine lange Saison“, weiß der Hunsrück Coach.

„ES war ein aus meiner Sicht sehr gutes Rheinlandligaspiel von beiden Seiten. Das Spiel war kampfbetont aber nie unfair! Unser Ziel war es, das Spiel bis in die Schlussminuten offen zu halten, um dann mit der Erfahrung etwas mitzunehmen. Das ist uns nicht gelungen, da die Umstellung der Gastgeber auf eine 5:1 Abwehr entscheidend war. Damit kamen wir zunächst nicht klar und das führte zur deutlichen HSG Führung. Wir hatten gehofft, dass wir die Hunsrücker unter 30 halten können um etwas mitzunehmen. Das ist uns zwar gelungen, nur konnten wir nichts mitnehmen. Mit der Leistung meines Teams bin ich dennoch zufrieden, bedanke mich bei unseren Fans die uns in der Hirtenfeldhalle unterstützt haben“, so Dauns Trainer Thorsten Ringer.

HSG: Schug und Neu – L. Schneider, Faust, Klei (2), Stürmer (6), Schmidt (2/1), K Schell (2), Fink (1), M. Schell (8), Conrath (4), F. Schmidt (4/2), Steveninck, J. Schneider (1)

TuS: Basibüyük und Rode – Tran (1), Reimer, L. Willems (4), J. Willems (9/4) Brümmer, Praeder (6), Löw (1),Otto (5), Podriezov, Mayer, Rahn.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort