Handball Verbandsliga Männer Staffel West 09./10.12.23 HSG Obere Nahe unterliegt trotz guter Leistung dem Tabellenführer aus Wittlich - Schweich klopft langsam an der Tabellenspitze an

Trier · souveräne Vorstellung der HSG Hunsrück in Saarburg - DJK/MJC Trier mit deutlichem Sieg über Gerolstein

Der HSC Schweich mausert sich zum Geheimtipp auf den Titel:   stehend v.l.: Sylvia Romeyke (Physio), Hanni Rosch, Tim Wagner, Tim Karrenbauer, Paddy Karrenbauer, Kristian Müller, Stephan Arenz (Trainer), Andreas Rosch (Trainer)  hockend v.l: Timo Nerling, Stefan Heyer, Alexander Quary, Till Monzel, Julius Fuchs, Daniel Rohr, Tim Feller, Thomas Müller  fehlend: Carsten Antony

Der HSC Schweich mausert sich zum Geheimtipp auf den Titel: stehend v.l.: Sylvia Romeyke (Physio), Hanni Rosch, Tim Wagner, Tim Karrenbauer, Paddy Karrenbauer, Kristian Müller, Stephan Arenz (Trainer), Andreas Rosch (Trainer) hockend v.l: Timo Nerling, Stefan Heyer, Alexander Quary, Till Monzel, Julius Fuchs, Daniel Rohr, Tim Feller, Thomas Müller fehlend: Carsten Antony

Foto: HSC Schweich/HSC SChweich

Verbandsliga West Männer

HSG Obere Nahe – HSG Wittlich 24:31(13:14)

Ein enges Spiel hatte MJC Trainer Ralf Martin in seinen Spieltagstipps vorhergesagt und er sollte Recht behalten, zumindest über weite Strecken des Spiels.

Die Gastgeber überraschten den Tabellenführer aus Wittlich, legten los wie die Feuerwehr und führten schnell mit 3:0 (3.). Nur schwer fanden die Gäste ins Spiel, kamen beim 6:6 (12.) zum ersten Ausgleich, schienen nach der 8:9 (19.) Führung endlich auf dem richtigen Weg, doch die HSG Obere Nahe hielt dagegen. Beim 12:10 (25.) hatten die Gastgeber die Nase wieder vorne, doch Wittlich glich erneut aus und jetzt nahmen die Gastgeber ihre Auszeit. Bis zur Pause gelang den Eifelanern die knappe 13:14 Pausenführung.

Bis 21:23 (47.) hielten die Gastgeber das Spiel völlig offen, doch dann setzte sich die konditionelle Überlegenheit der Eifelaner mehr und mehr durch, die jetzt auch die spielerischen Lösungen fanden. Über 22:27 (54.) gelang dem Team von Spielertrainer Nico Weber die Vorentscheidung.

„Wir haben uns vor allem in der ersten Hälfte richtig gut verkauft, haben nach der Niederlage am vergangenen Wochenende ein anderes Gesicht gezeigt. Doch leider fehlen uns weiterhin 7 verletzte Spieler und hier vor allem Alternativen im Rückraum. Wir haben sehr wach und agil von Beginn an verteidigt, hatten mit Hans Conrad zudem einen starken Keeper. Die 5:1 der Gäste hat uns zu schaffen gemacht, doch letztlich haben wir unter der guten Leitung von Schieri Ring ein hartes aber jederzeit faires Spiel gesehen. Heute ein großes Lob an unsere Mannschaft“, sagte Spielertrainer Christan Wagner.

„Wir verschliefen den Start und deshalb führte die HSG Obere Nahe in den Anfangsminuten verdient. Zu viele Bälle haben wir verworfen, schlossen einfach schlecht ab! Die offensive 5:1 Abwehr der Gastgeber stellte auch uns vor Probleme und so war das Spiel bis zur Pause auf Augenhöhe. Wir fanden nach der Pause dann die richtigen Lösungen, trafen besser und siegten daher in einem fairen Spiel unter der guten Leitung von Schieri Ring auch in der Höhe verdient“, fand Wittlichs Spielertrainer Nico Weber.

HSG ON: Conrad – Kunz, Stimming, Bamberger (5/4), Bunn, Schwarz, Rogoll (4), Wagner (1), Wegert (4), Schäfer (5), Christmann (5)

HSG W: Schenk und Schilz – L. Weber, Bollig, Kirsch (1), Leyendecker (6), Reifferscheidt (4/3), Illigen (6), Gierenz (1), Jacoby (4), Praeder, N. Weber (4), Könen (5).

TuS Fortuna Saarburg – HSG Hunsrück II 27:38 (17:20)

Es wurde der erwartete Favoritensieg der Hunsrück Reserve, die ihre Erfolgsserie weiter ausbaut. Schnell schienen die Hunsrücker an der Saar für klare Verhältnisse sorgen zu können. Das Team von Trainer Frank Staskewitz legte zum 2:7 (12.) vor und sah sich einer aufopferungsvoll kämpfenden Gastgebermannschaft gegenüber, die sich nach dem 7:12 (16.) auf 11:12 (19.) herankämpfte. Die Gäste fingen sich rechtzeitig, gingen mit zwei Treffern in Folge zum 11:14 wieder deutlicher in Führung, konnten sich aber bis zur Pause nicht mehr weiter absetzen.

Bis 20:22 (35.) blieb die Begegnung nach dem Wechsel völlig ausgeglichen, doch dann gelang den Gästen die Vorentscheidung: mit fünf Toren in Folge war das Spiel beim 20:27 (45.) vorzeitig entschieden. Den Gastgebern gingen jetzt zunehmend die Kräfte aus und die HSG zog über 21:31 (50.) dem ungefährdeten Auswärtserfolg entgegen. Unschöner Höhepunkt des Spiels war die blaue Karte kurz vor Spielende gegen einen Saarburger Spieler wegen Schiedsrichterbeleidigung!

„35 Minuten haben wir gut mitgehalten, doch dann mussten wir unser Personalsituation Tribut zollen. Mit einem kleinen Kader, bei dem einige Spieler auf ungewohnten Positionen spielen mussten und wir nur einen gelernten Rückraumspieler hatten, konnten wir das Spiel bis zum 20:22 offen gestalten. Dann gingen uns die Alternativen aus und die Jungs wurden müder. Hinten raus fehlte es dann gegen eine gute Hunsrücker Mannschaft, die personell aufgestellt ist und einen guten Handball spielt“, lobte Saarburgs Spielertrainer Keven Ponton.

„Wir sind gut in die Begegnung gestartet, haben dann aber den Zugriff in der Abwehr verloren und so blieb das Spiel offen. Nach dem Wechsel wurde unsere Abwehrleistung besser und wir zogen souverän davon. Mit dem Sieg können wir unsere Serie fortsetzen und schließen die Vorrunde versöhnlich ab“, meinte Gästetrainer Frank Staskewitz.

TuS. Ponton – Dauster (4), Maxminer (5), Musick (3), Barth, Galabov (6/2), Schmitt (2), Hamm, Hoffmann (2/1), Schmitt (2), Jürgens. (3)

HSG: Schmidt – Röhrig (9), Döpp, Kirst (6), Braun, Schmidt, Dietrich (1), Feder (1), N. Bach (1), Mende (2), Wedertz, Kessler (1), Albright (6), Pusecddu (8/1).

DJK/MJC Trier – SV Gerolstein 36:25 (22:17)

Am Ende wurde es standesgemäß! Die MJC Trier setzt sich am Ende deutlich gegen den SV Gerolstein durch. Auf eine stark ersatzgeschwächte Gerolsteiner Mannschaft trafen die Trierer am Samstagabend.

Nach der ausgeglichenen Anfangsphase setzte sich das Team von Trainer Ralf Martin vom 3:3 (5.) auf 7:3 (10.) ab, konnte die Führung kontinuierlich über 12:5 (14.) auf 20:11 (25.) ausbauen. Doch in den letzten fünf Minuten der ersten Hälfte verloren die Trier völlig den Faden und so konnte Gerolstein sich wieder auf 22:17 zur Pause herankämpfen. Bis 24:20 hielten die Gäste das Spiel nach dem Wechsel offen, dann zogen die Trierer entscheidend über 27:20 (39.) und 33:23 (55.) davon.

„Bis auf die rote Karte war es ein faires Spiel! Auf unserer Seite mussten wir auf drei Stammspieler verzichten, haben die ersten 20 Minuten gut gespielt und dann das Handball-Spielen eingestellt. Jeder hat jetzt geglaubt, sich selbst verwirklichen zu müssen und wir haben die Abwehrarbeit völlig vernachlässigt. So kam Gerolstein auf fünf Tore beim Halbzeitergebnis heran. Nach dem Wechsel merkte man die fehlenden Alternativen beim Gast und wir haben jetzt konzentriert das Spiel zu Ende gebracht. Leider ließen wir wieder einige Chancen liegen, scheiterten aber auch am guten Gästetorwart. Am Ende ein verdienter Sieg meiner Mannschaft“, fand MJC Coach Ralf Martin.

„Im Vorfeld hatten wir überlegt das Spiel zu verlegen, aufgrund von Verletzungen und Grippe kranken Spielern hatten wir lediglich 7 Feldspieler aufzubieten. So war die Messe scheinbar schnell gelesen, doch wir konnten in den letzten 10 Minuten der ersten Halbzeit einen 10Tore Rückstand auf 5 verkürzen, mussten dafür aber alle Körner in die Waagschale werfen und hatten in der zweiten Halbzeit nichts mehr zuzusetzen. Nach der umstrittenen Roten Karte fehlten uns jegliche Alternativen. Mein Dank geht vor allem an Maja Zrnec, die uns mit ihrem „Know How“ geholfen hat“, sagte Gästetrainer Sandro Baumanns.

MJC: Lofi – Plausinaitis (3), Schwiderski (7/3), Wild (2), Redmann (2), Gillmann (3), Wiemers, Jahnen, Schreiber (4), Mann (1), Schreiner (3), Haneke (11)

SVG: Zaborowski und Hoffmann – T. Rosch (12/3), L. Ermeling (1), Servatius (2), Waldorf (3), Bucci (2), L. Ermeling (5/1), Neustadt.

HSC Schweich – DJK St. Matthias 30:23 (13:8)

Schweich sorgt in dieser Saison weiter für Furore und setzt sich auch gegen den starken Aufsteiger aus Mattheis durch. Das Team von Trainer Andreas Rosch scheint sich in dieser Saison zum Geheimtipp auf die Meisterschaft zu „mausern“.

Ausgeglichen die Anfangsphase des Spiels, nach der sich die Gastgeber vom 3:3 (7.) mit fünf Treffern in Folge auf 8:3 (15.) absetzten und diese fünf Tore Führung mit die Pause nahmen (13:8). Bis 15:10 (34.) blieben die Gäste aus Mattheis dran, doch dann gelang dem Rosch-Team die Entscheidung über 18:10 (36.).

Entscheidend verkürzen konnten die Gäste den Rückstand gegen die erfahrene Schweicher Mannschacht nicht mehr, kamen noch einmal auf sechs Tore beim 21:15 (44.) heran. Doch Schweich verteidigte weiter geschickt den klaren Vorsprung und kam am Ende zum verdienten 30:23 Heimspielerfolg.

„Wir waren gewarnt vor dem Mattheiser Tempospiel und haben hier die richtigen Antworten gefunden. Schnell waren wir beim Rückzugsverhalten und im Angriff machten wir nur wenig technische Fehler. Überzeugend in der ersten Hälfte unser Keeper Julius Fuchs, der überragend hielt und wichtige Bälle abwehrte. Auch nach dem Wechsel waren wir schnell zurück, standen oft in der 6:6 Formation und hielten die Gäste auf 23 Gegentore. Mit unseren 30 Toren können wir zufrieden sein. Ein verdienter Sieg, bei dem ich Torwart Julius Fuchs und Thomas Müller hervorheben möchte, der auf der halblinken Abwehrseite ein gutes Spiel zeigte“, sagte Schweichs Coach Mücke Rosch.

„Heute können wir mit unserer Leistung nicht zufrieden sein! Der Wille ist meiner Mannschaft nicht abzusprechen, die bis zum Schluss alles gegeben hat. Doch letztlich waren es einfach zu viele technische Fehler und das Nichtnutzen der klarsten Torchancen, mit denen wir zum einen am Schweicher Keeper scheiterten oder auch schlecht abschlossen. Mit Schweich trafen wir auf eine gute eingestellte und trainierte Mannschaft, die uns heute bestraft hat. Ob bei einer Normalleistung mehr drin gewesen wäre, kann ich nicht sagen. Das Spiel wurde gute von „Hemmi“ Hemmes geleitet,“ sagte Mattheis Coach Olli Kammann.

HSC: Fuchs und Schmidt – Quary (4), Müller (2), Feller (2), Wagner (5), Antony, Heyer, Nerling, Rosch (8/5), Rohr, Begemann, P. Karrenbauer (6), T. Karrenbauer (3)

DJK: Dupré und Lange - Pütz, Steinbach, Neumann (1/1), Siemens-Schäfer (3), Hoffmann, Thomas (4), Hennecken (2), Schilling (1), Seiler (3), Mayer, Schaffrath, Morin (6/4), Lange (3)

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