Handball : Miezen empfangen Berlin zu ungewohnter Zeit

Zu ungewohnter Uhrzeit empfangen die Trierer Handball-Miezen am Samstag den Gast aus Berlin in der Arena.

Sie leben zwar nicht mehr unter demselben Dach, aber sie tragen immer noch den gleichen Namen: die Handball-Füchse aus Berlin. Nachdem die Bundesligamänner ihre finanzielle Unterstützung für die Frauen eingestellt hatten, zog man bei den Füchsinnen die Konsequenzen, stieg aus der 1. Liga freiwillig ab und machte in der 3. Liga den Neuanfang. Aus Bundesligazeiten übrig geblieben ist die frühere Nationalspielerin Sabrina Neuendorf. Mit vielen jungen Talenten schaffte man prompt den Aufstieg in die 2. Liga. „Das ist – wie auch Waiblingen – kein typischer Aufsteiger“, sagt Miezen-Trainer Andy Palm vor dem Heimspiel gegen die Hauptstadt-Truppe zu ungewohnter Zeit am heutigen Samstag um 16 Uhr.

Mit einem Spiel mehr auf dem Konto liegen die Füchse als Tabellenneunter einen Punkt und einen Platz vor den Miezen, deren Ziel es natürlich ist, ihre ungeschlagene Serie weiter auszubauen. „Wir wollen auf einem einstelligen Tabellenplatz in die kurze Weihnachtspause gehen“, sagt Palm. Dessen Mannschaft hatte vergangene Woche ein 31:31 über Beyeröhde über den Zielstrich gerettet und somit 5:1 Punkte in Serie eingefahren. Palm: „Wir spielen vor heimischem Publikum natürlich auf Sieg, das wäre doch das schönste vorgezogene Weihnachtsgeschenk für Mannschaft und Fans. Aber einfach wird es nicht.“

Palm erwartet einen Gegner, der nicht über den großen Star verfügt, sondern durch seine Ausgeglichenheit überzeugt. Zudem spricht die Bilanz für die Füchse, die beide bisherigen Duelle mit den Miezen in der letzten Trierer Erstligaspielzeit 2014/15 deutlich gewannen. Wie man als tierischer Club die Füchse schlagen kann, haben am Donnerstagabend die Rhein-Neckar Löwen gezeigt, die im Topspiel der Männer-Bundesliga mit 37:23 gewannen und den Berlinern die Tabellenführung entrissen.

Im Duell Miezen gegen Füchse stehen Palm alle Spielerinnen (außer den Langzeitverletzten Constantinescu und Müller) zur Verfügung. „Einige sind leicht angeschlagen, aber vor dem letzten Spiel vor Weihnachten stellen sich alle in den Dienst der Mannschaft“, sagt der Trainer. Bereits am 30. Dezember geht die Saison für die MJC mit dem Auswärtsspiel in Herrenberg weiter.

DJK/MJC Trier: Minami, Eckelt – Sattler, Zrnec, Tolic, Szabo, Petrovska, Czanik, Smits, Simon-Varga, Houben, Welter

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