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34:27 in Hannover: Perfekter Start ins neue Jahr für die Trierer Miezen

34:27 in Hannover: Perfekter Start ins neue Jahr für die Trierer Miezen

Nach dem ungefährdeten 34:27 (17:15)-Erfolg bei Hannover-Badenstedt sind die Handballerinnen in der 2. Bundesliga nun punktgleich mit dem Tabellenzweiten. Eine überragende Partie zeigte erneut Dora Simon-Varga.

Die Fahrt nach Hannover war aufgrund der Wetterbedingungen schwieriger als das spätere Spiel, beim starken Aufsteiger aus Badenstedt schlingerten die Trierer Handball-Miezen zu keinem Zeitpunkt. "Teilweise kamen die Spielerinnen wegen Glatteis kaum aus ihren Heimatdörfern weg, das war teilweise schon riskant", sagte MJC-Vorstand Jürgen Brech. Als die Mannschaft am Sonntagmorgen um 6 Uhr ihre Fahrt nach Hannover antrat, waren aber alle Spielerinnen an Bord.

Und von der langen Anreise nach Niedersachsen durch Wetterchaos und über verschneite Autobahnen ließ sich die Mannschaft von Trainerin Cristina Cabeza nicht schocken. Das 2:1 war die letzte Führung der Gastgeberinnen, die aus der 3. Liga Nord aufgestiegen waren. Danach bestimmen die Miezen die Partie, die bis zum 11:11 (21. Minute) ausgeglichen war. Trier setzte sich beim 16:13 erstmals auf drei Tore ab, ging dann mit einer 17:15-Führung in die Kabine.<EA>Zu diesem Zeitpunkt hatte die Ungarin Dora Simon-Varga bereits sieben Tore auf der Habenseite stehen, darunter schon fünf Siebenmeter. "Dori hat erneut überragend gespielt", lobte Brech die Linksaußen, die vor allem von der Siebenmeterlinie eiskalt blieb. Acht Mal trat sie in Hannover zum Strafwurf an, achtmal jubelten die Miezen - nach 60 Minuten hatte Simon-Varga zwölf Tore erzielt. Nicht minder gefährlich waren aber ihre Nebenspielerinnen aus dem Rückraum: Linsey Houben traf achtmal, Lucie Weibelova, die in der Spielpause nach Weihnachten ihre Fußverletzung komplett auskurieren konnte, erzielte sechs Tore. Das Duo kompensierte damit den Ausfall von Joline Müller, die nach einem grippalen Infekt flachliegt. Ebenfalls nicht auflaufen konnte Rechtsaußen Ramona Constantinescu nach ihrer Schulterverletzung.

Aber von diesen Ausfällen ließ sich die MJC nicht aus dem Konzept bringen. Badenstedt zeigte beim 18:20 das letzte Lebenszeichen, danach setzten sich die Triererinnen Tor um Tor ab. Spätestens beim 27:20 (46.) stand der Sieger fest, die Miezen hielten diesen Sieben-Tore-Vorsprung bis zum Schlusspfiff gegen einen aber weiterhin wacker kämpfenden Gegner. "Die waren für einen Aufsteiger richtig stark", lobt Brech, der trotz des deutlichen Sieges noch Verbesserungsbedarf ausmachte: "Der Angriff war ok, in der Abwehr standen wir teilweise noch zu weit von den Gegenspielerinnen weg und waren zu unkonzentriert, gerade in Überzahlsituationen."

Wie schon seine Trainerin Cabeza im TV vom Samstag beteiligt sich Brech nicht an irgendwelchen Träumereien, was das Saisonziel betrifft. Schließlich sind die Miezen punktgleich mit Rödertal, das als Tabellenzweiter auf einem Aufstiegsplatz liegt. "Wir freuen uns, dass es so gut läuft, aber am wichtigsten Saisonziel - frühzeitig den Klassenerhalt zu sichern - hat sich immer noch nichts geändert."

DJK/MJC Trier: Kockler, Gubernator - Petrovska (1), Greinert (0), Houben (8), Czanik (3), Weibelova (6), Knoroz (0), Zrnec (1), Simon-Varga (12/8), Welter (3) BP