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(Abstiegs-)Kampf bis zur letzten Sekunde

(Abstiegs-)Kampf bis zur letzten Sekunde

Sie haben ihr Schicksal zwar nicht mehr nur in ihren eigenen Händen, aber im Optimalfall genügt den Trierer Miezen ein Erfolg zum Klassenerhalt. "Wir steigen nicht ab", lautet das Motto der Mannschaft.

In netto 240 Spielminuten steht fest, wohin der Weg der Trierer Miezen führt. Vier Spiele stehen noch aus, dann wissen Mannschaft, Fans und Umfeld, ob die Aufholjagd erfolgreich war. Ein weiteres Jahr Erstliga-Handball in Trier oder nach elf Jahren der Abstieg in die 2. Liga. Trotz aller Nebenkriegsschauplätze hat die Mannschaft ihr Ziel fest vor Augen. "Wir schaffen das, wir steigen nicht ab", spricht Kapitänin Willemijn Karsten auch für ihre Mannschaftskameradinnen.

Nach einer katastrophalen Vorrunde mit nur zwei Punkten aus elf Spielen, ist der Aufwärtstrend seit Januar klar erkennbar: Zwei Siege und drei äußerst unglückliche Niederlagen mit je nur einem Tor Differenz lassen die Hoffnung wachsen. Die beiden nächsten Hürden sind allerdings meterhoch: Am Samstag spielt Trier beim Tabellendritten Buxtehude, am kommenden Mittwoch (19.30 Uhr) folgt die Partie gegen den Deutschen Meister und aktuellen Tabellenzweiten HC Leipzig in der Arena. "Wir geben natürlich auch in diesen Spielen alles, aber die Chancen auf die nötigen Punkte sind in den beiden abschließenden Spielen höher", meint Kreisläuferin Tessa Cocx.

Die wohl wichtigste MJC-Partie der vergangenen Jahre steigt am 19. März (19 Uhr) im Nordheidestädtchen Buchholz, beim Drittletzten SGH Rosengarten, der zwei Punkte vor der MJC rangiert. "Wenn wir da gewinnen, sind wir durch", hofft Cocx. Am Samstag müssen die Miezen zittern, denn Rosengarten trifft zuhause auf den Viertletzten Göppingen. Doch die Serie des Drittletzten spricht nicht für einen Heimsieg: Ausgerechnet das 34:27 bei den Miezen am 14. November war der letzte Erfolg für die Niedersachsen, danach folgten 0:16 Punkte in Folge. Dank der Trierer Erfolge und knappen Niederlagen ist die Tordifferenz der MJC im Vergleich zu Rosengarten schon auf plus 43 angewachsen - und die ist entscheidend bei Punktgleichheit.

Am letzten Spieltag, der parallel am 26. März um 16.30 Uhr ausgetragen wird, haben die Miezen einen Vorteil: Sie empfangen zuhause den FHC Frankfurt/Oder, Rosengarten spielt in Buxtehude. "Wir haben vergangenen Saison den Klassenerhalt auch erst am letzten Spieltag perfekt gemacht, vielleicht schaffen wir es jetzt früher - aber Hauptsache, wir schaffen es überhaupt", meint Trainer Thomas Happe, der eine neue Begeisterung für die Miezen ausgemacht hat: "Die Zuschauerzahlen waren zuletzt toll, die Stimmung sensationell. Hoffentlich hilft das auch gegen Leipzig."

Derweil warten Spielerinnen und Trainer Happe seit mehreren Monaten auf ihre Gehälter (der TV berichtete mehrfach). Die Rückstände sind immer noch offen. Während sich die Spielerinnen zum Thema Finanzen nicht äußern wollen, heißt es vom Vorstand: "Wir sind weiter dabei, das nötige Geld zu beschaffen." In dieser Woche sollen die ersten rund zehn Verträge mit neuen "Club-1500"-Mitgliedern abgeschlossen werden, Ziel sind 40 Mitglieder bis zum Saisonende.

Extra

Kartenverlosung: Der Trierische Volksfreund verlost 100 Mal je zwei Eintrittskarten für das Spiel der Miezen gegen HC Leipzig am Mittwoch, 2. März, 19.30 Uhr, in der Arena Trier. Alle Gewinner erhalten vor Ort zusätzlich ein Freigetränk von Pfeifer Catering sowie ein Fan-Plakat zum Anfeuern. Mitmachen ist ganz einfach: Rufen Sie heute bis 24 Uhr die Hotline 01379/375004 an (50 Cent pro Anruf aus dem deutschen Festnetz, abweichende Preise aus dem Mobilfunk möglich), und nennen Sie das Kennwort "Miezen". Übrigens: Kinder bis 12 Jahre erhalten beim Spiel gegen Leipzig freien Eintritt, wenn sie als Mieze verkleidet in die Arena kommen. (red)