Ärgerlicher Auftakt

Der Rahmen passte: 403 Zuschauer sahen eine für die frühe Phase der Vorbereitung mehr als ansprechende Handball-Partie. Das Resultat zwischen dem Rheinland-Pfalz-Saar-Oberligisten TG Konz und dem Erstliga-Vertreter DJK/MJC Trier war mit 13:37 (8:14) standesgemäß. Freude wollte aber nach der Partie zumindest im Trierer Lager nicht aufkommen.

Konz. (wir) Entscheidend dafür war, dass sich mit Stefanie Egger und Silvia Solic beide Kreisläuferinnen der "Miezen" so schwer verletzten, dass sie vom Feld genommen werden mussten. Egger, die bis dahin schon dreimal getroffen hatte, blieb nach einem Zusammenprall in der 19. Minute liegen - Diagnose Meniskusquetschung. Ihre Nachfolgerin Silvia Solic schied nach 44 Minuten aus - leichter Muskeleinriss in der linken Wade. Da Kreisläuferin Nummer drei, Caroline Thomas, bei der Nationalmannschaft weilt, spielte die MJC ohne gelernte Kreisläuferin weiter.

Nach einem furiosen Start über 5:0, 7:1 und 11:4 (17.) war nach der Verletzung von Egger bis zur Pause Sand im Trierer Getriebe. Das nutzte die TG, die kämpferisch zu überzeugen wusste und niemals aufsteckte, um bis zur Halbzeit auf 8:14 zu verkürzen. Nach dem Wiederanpfiff zog Trier dann das Tempo noch einmal deutlich an und setzte sich bis auf 29:11 (47.) ab. Auffällig waren dabei vor allem die präzise gespielten Tempogegenstöße, die oft mit einem einzigen Pass der Torfrauen Anna Monz (1. Halbzeit) und Daniela Vogt eingeleitet und von der Fängerin abgeschlossen wurden.

Auch wenn es mal über drei oder vier Stationen ging, war das Tempo beeindruckend, ebenso wie die konsequente Spielweise über die Flügel, wo vor allem die rechte Seite mit Judith Derbach und Svenja Huber zu überzeugen wusste. Wenn ein solcher erster Test Rückschlüsse auf die Saison zulässt, dann können sich die Fans des Bundesligisten auf eine veränderte, eine schnellere Spielweise ihres Teams freuen.

Die "Miezen" hatten am Morgen vor dem Spiel noch zwei Trainingseinheiten, aber insgesamt in der Vorbereitung kaum eine Spielsimulation absolviert. Um so erfreulicher die Vorstellung, zu der auch der starke Rückraum mit Anne Jochin, Antonia Pütz und Nadja Nadgornaja beitrug.

Die TG Konz, die zwei Jahre in Folge ungeschlagen Meister wurde, deutete an, dass sie das Potenzial hat, in der Oberliga mithalten zu können. Beste Werferinnen bei Trier waren Nadgornaja (8), Huber (7), Derbach, Pütz und Megane Vallet (je 5), bei Konz trafen Jenny Glass und Denise Greif (je 3) am besten.