"Am Ende fehlten uns die Alternativen"

"Am Ende fehlten uns die Alternativen"

Nach der erst in den letzten Minuten besiegelten 26:32-Niederlage gegen Bayer Leverkusen schöpft Silvia Solic, Spielführerin von Frauen-Handball-Bundesligist DJK/MJC Trier, im TV-Interview neuen Mut für die nächsten Heimspiele.

Trier. Das Desaster beim Meister Thüringer HC hat bei den Trie rer Miezen eine Trotzreaktion bewirkt. MJC-Kapitänin Silvia Solic (29) hofft im nächsten Heimspiel am Sonntag gegen die HSG Blomberg-Lippe auf einen größeren Kader.
Wie viel Mut macht der Auftritt gegen Leverkusen für die kommenden Wochen?
Solic: Das Spiel macht schon Mut. Wir haben Charakter bewiesen und gut gekämpft. Bis zur 50. Minute haben wir richtig gut mitgehalten.
Dann ging die Luft aus. Wie ist der Einbruch in den letzten Minuten zu erklären?
Solic: Am Ende fehlten uns die Alternativen. Leverkusens Rückraum war doppelt gut besetzt, bei uns mussten Katarina Vojcic, Jasmina Kukic-Radojicic und ich fast durchspielen. Und auch am Kreis konnten wir nicht wechseln.
Und dennoch: Über weite Strecken traten die Miezen selbstbewusst auf. Und das wenige Tage nach dem Debakel beim Thüringer HC…
Solic: Uns war klar, dass wir uns so nicht noch einmal präsentieren dürfen. Ich spiele jetzt 19 Jahre Handball. Aber solch ein Spiel hatte ich noch nie erlebt. Zum Glück haben wir die klare Niederlage aus den Köpfen bekommen und eine Trotzreaktion gezeigt.
Aus einer engagierten Mannschaft gegen Leverkusen stach Katarina Vojcic hervor. Bislang erzielte sie in dieser Saison pro Partie im Schnitt vier Tore, am Mittwochabend traf sie dann gleich vier Mal so oft. Wie erklären Sie sich die Leistungsexplosion?
Solic: Wenn ich das wüsste… Wenn Katarina so weiterspielt, habe ich nichts dagegen. Wir wissen alle, was sie kann.
Ist mit der gegen Leverkusen gezeigten Leistung am Sonntag im nächsten Heimspiel gegen die HSG Blomberg-Lippe etwas Zählbares drin?
Solic: Ich hoffe es. Wir können auf die Leistung aus dem Spiel gegen Leverkusen aufbauen. Es wäre gut, wenn wir gegen Blomberg nicht nur auf unser Publikum, sondern auch wieder auf Natalie Adeberg und Lucyna Wilamowska (kamen wegen Knieproblemen beziehungsweise einer Erkältung nicht zum Einsatz, Anm. d. Red.) bauen könnten. Dann hätten wir zwei wertvolle Alternativen mehr im Kader. bl

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