Angebot und Nachfrage

Die Gerüchteküche brodelte schon länger - nun ist es offiziell. Frauen-Handball-Bundesligist DJK/MJC Trier und Rückraumspielerin Silvia Hofman gehen ab sofort getrennte Wege. Der zum Ende der vergangenen Saison ausgelaufene Vertrag der niederländischen Nationalspielerin wird nicht verlängert.

Trier. (wir) Ein wochenlanges Gezerre und Feilschen ist zu Ende. MJC-Vorstand Martin Rommel gibt zu: "Die ganze Geschichte ist etwas unglücklich gelaufen." Eigentlich hatte der Verein Hofman halten wollen. Die Spielerin hatte auch "grundsätzliche Bereitschaft zu Verhandlungen" signalisiert.

Warum es nun doch bei insgesamt zwei Hofman-Jahren in Trier bleibt, ergibt sich aus einer Mischung von Angebot und Nachfrage auf dem "Gesamtmarkt Frauen-Handball", aber auch einer längeren Abwesenheit der 27-Jährigen, die zu Lehrgängen und Länderspielen abgestellt war. Und just in dieser Phase bewegte sich viel auf dem Personalsektor. Letztlich entscheidend waren "wirtschaftliche Zwänge, die nach reiflicher Überlegung zu dieser Entscheidung geführt haben", sagt Rommel, der darauf verweist: "Außerdem haben wir mit Nadja Nadgornaja und Willemijn Karsten bereits zwei Spielerinnen im linken Rückraum." Der Abschied von Hofman eröffnet den "Miezen" jetzt allerdings die Möglichkeit, auf der rechten Rückraumposition noch etwas zu tun, wo die personelle Besetzung derzeit noch dünn ist.