Auf den Spuren der "Gold-Miezen"

Caroline Thomas will es ihren Mannschaftskameradinnen von den "Miezen" nachmachen - und mit der Junioren-Nationalmannschaft Edelmetall gewinnen. Morgen startet für die 19-Jährige aus Daun die EM in Ungarn.

 Kämpferin am Kreis: Die 19-jährige „Mieze“ Caroline Thomas (am Ball) startet ab Freitag bei der Junioren-EM in Ungarn. TV-Foto: Funkbild

Kämpferin am Kreis: Die 19-jährige „Mieze“ Caroline Thomas (am Ball) startet ab Freitag bei der Junioren-EM in Ungarn. TV-Foto: Funkbild

Trier. (BP) Früh aufstehen hieß es heute für Caroline Thomas im letzten EM-Trainingslager im hessischen Grünberg. Um 5 Uhr ging es zum Frankfurter Flughafen, dann in den Flieger nach Wien und schließlich mit dem Bus ins ungarische Györ. Dort wartet auf die 19-jährige Kreisläuferin und ihre Mannschaftskameradinnen ab Freitag die erste große internationale Bewährungsprobe: die Junioren-EM. "Das Kribbeln ist da, die Vorfreude riesengroß", sagte Thomas am Samstag, als sie zum letzten Mal für rund drei Wochen für die "Miezen" beim "Stelioplast-Cup" in Wittlich auflief. Nach drei erfolgreichen Test-Länderspielen gegen Frankreich vor wenigen Wochen reisen die Juniorinnen optimistisch nach Ungarn. Und nach diesen Tests erhielt Thomas, die 2006 vom TuS Daun nach Trier gewechselt war und im Frühjahr ihr Abitur bestanden hatte, grünes Licht von Bundestrainer Rainer Osmann in Form der EM-Nominierung.

In Ungarn würde Thomas gerne auf den Spuren ihrer Mannschaftskameradinnen Nadja Nadgornaja und Anna Monz wandeln, die im Vorjahr sensationell die Goldmedaille bei der Juniorinnen-WM gewonnen hatten. "Edelmetall wäre absolut genial", meint die Daunerin. Aber schon in der Vorrunde warten dicke Brocken auf Deutschland: Jugend-Weltmeister Russland, der WM-Zweite Serbien und die ebenfalls starken Polinnen. "Das ist schon eine absolute Hammergruppe", sagt Thomas. Nur die ersten beiden Teams erreichen die Hauptrunde - was zudem gleichbedeutend ist mit der direkten Qualifikation für die Juniorinnen-WM 2011 in Südkorea.

"Eine EM ist schon etwas Besonderes, aber leider verpasse ich natürlich drei Wochen Vorbereitung mit den Miezen. Gerade jetzt im Trainingslager werden die taktischen Grundlagen für die Saison gelegt", sagt Thomas, die sich als Kämpfernatur aber durchzusetzen weiß. Györ ist im Übrigen auch aus Trierer Sicht ein gutes Pflaster: Dort gewannen die Ex-"Miezen" Baumbach, Althaus und Reckenthäler 2001 die Bronzemedaille bei der Juniorinnen-WM.

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