1. Sport
  2. Handball
  3. Miezen

Auf Minuskulisse sollen Punkte folgen

Auf Minuskulisse sollen Punkte folgen

Die 21:40-Pokalklatsche gegen den Thüringer HC haben die Trierer Miezen abgehakt. Nun gilt es, den Kopf freizubekommen für das letzte Hinrundenspiel am Samstag in Metzingen.

Trier. "Da hätten wir ja auch auf dem Wolfsberg spielen können", war die Meinung mehrerer hartgesottener Miezen-Fans am Mittwochabend. Bis zur Fertigstellung der Arena Trier im Juni 2003 war die Wolfsberghalle die Heimstätte der MJC. Bis zu 1000 Fans drängten sich seinerzeit dort. Mittlerweile dürfen nach bautechnischen Auflagen nur noch 200 Zuschauer in die Halle. Für das DHB-Pokalspiel der Miezen gegen den Thüringer HC hätte diese Kapazität gereicht.
Nur 144 Fans verloren sich in der Arena. Nicht motivierend für die Spielerinnen - und der Verein musste die Einnahmen auch noch mit dem Gast teilen. "Na ja, einen großen Gewinn machen wir heute nicht", sagte THC-Trainer Herbert Müller ironisch.
Nicht nur wegen der Zuschauerzahl, sondern auch aufgrund der Leistung hieß es bei der MJC nach dem Abpfiff des Achtelfinals nur noch: Schnell abhaken und vergessen. Einzig die Leistung der jungen Spielerinnen, vorrangig Katrin Irsch, kann in der Rubrik "positiv" erwähnt werden.
Alle Konzentration gilt nun dem Liga-Auswärtsspiel in Metzingen am Samstag (19 Uhr). "Da können wir punkten. In der Breite ist unser Kader in etwa gleichwertig", meint Katrin Schneider, die gegen den THC schon frühzeitig auf der Bank Platz nahm, um ihre malade Schulter nicht übermäßig zu belasten.
Auf Schneider (47 Tore) wartet am Samstag das Duell der erfolgreichsten Torjägerinnen der Liga, denn auf Rang zwei liegt Shenia Minewskaja (43 Treffer). Die Tochter von Ex-Mieze Svetlana Minewskaja spielt seit Saisonbeginn in Metzingen. "Von ihr hängt alles ab. Bekommen wir sie in Griff, haben wir eine Chance", meint Schneider, der allerdings das gleiche Schicksal wie Minewskaja drohen könnte: eine intensive Bewachung. "Das macht überhaupt keinen Spaß", sagt Schneider.
Gute Erinnerungen an Metzingen hat Cristina Cabeza: Sie kam, sah und siegte im September 2012. 40 Stunden nach ihrer Verpflichtung führte die Spanierin Trier zum Auswärtssieg am ersten Spieltag, heute ist Cabeza MJC-Trainerin: "Vielleicht ist das ein gutes Omen, wir müssen uns an solche Dinge klammern, um unser Selbstvertrauen zu steigern", meint Co-Trainerin Jana Arnosova mit Blick auf das letzte Hinrundenspiel, das sie allerdings im Dreiklang mit den Partien am 28. Dezember gegen Koblenz/Weibern und am 30. Dezember beim wohl einzigen verbliebenen Konkurrenten im Abstiegskampf aus Bensheim wertet: "Da müssen wir punkten. Je früher wir anfangen, desto besser." Neben der Langzeitverletzten Silvia Solic, die noch auf ihren Hüft-OP-Termin wartet, könnte in Metzingen auf Maria Kroyer ausfallen. "Spielt sie nicht, ist das ein Schlag ins Gesicht", sagt Arnosova.
DJK/MJC Trier (Kader): Kockler, Vogt, Flöck - Pilmayer, Derbach, Schneider, Adeberg, Kroyer (?), Irsch, Pötters, Sattler, Vallet, Czanik