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Aufstieg, Titel, Abstieg - die MJC-Achterbahnfahrt

Aufstieg, Titel, Abstieg - die MJC-Achterbahnfahrt

1989: Wolfgang Rommel wird in der Regionalliga Trainer der Miezen. 1991:Rommels Bruder Martin wird Manager des Vereins.


1994: Zweitliga-Aufstieg.
1996: Mit Elena Vereschako verpflichtet die MJC ihre erste Profispielerin.
1997: Der nächste Transfer-Coup: Die dreifache Weltmeisterin Svetlana Minewskaja kommt.
1999: Unternehmer Edmund Krix wird Hauptsponsor, er trägt zeitweise mehr als 50 Prozent des Etats aus seiner Privatschatulle.
2000: Bundesliga-Aufstieg am Ostersamstag. Die Champions-League-Siegerin Svetlana Mozgowaja sowie Anja Althaus kommen.
2001: Nach über 20 Jahren hört Wolfgang Rommel als Miezen-Trainer auf, sein Nachfolger ist Ex-Bundestrainer Dago Leukefeld. Gleich im ersten Bundesligajahr qualifiziert man sich für den Europapokal. Maren Baumbach und Alexandra Gräfer verstärken die Mannschaft.
2003: Die Miezen werden deutscher Meister, machen ihr Meisterstück mit einem Sieg gegen Leverkusen am 4. Mai perfekt - ihrem letzten Spiel in der Wolfsberghalle. Danach verlieren sie hauchdünn das Pokalfinale gegen Frankfurt/Oder, verpassen das Double. Im letzten Saisonspiel gegen Frankfurt/Oder kommen über 3000 Fans in die neue Miezen-Heimstatt in die Arena.
2004: Die Miezen spielen in der Champions League. Nach Ende der Saison geht Leukefeld, sein Co-Trainer Wolfgang Reckenthäler wird sein Nachfolger. Mäzen Krix hört auf.
2005: Beim letztlich verlorenen Finalrückspiel um die deutsche Meisterschaft gegen Nürnberg kommen 4500 Fans in die Arena - die größte Handballkulisse aller Zeiten in Trier. Recken-thäler muss im Herbst wegen einer Lebertransplantation abtreten, Mane Skercevic übernimmt.
2007: Die Topstars Althaus, Baumbach, Gräfer und Steinbach verlassen die Miezen - und auch Skercevic geht, für ihn kommt der Slowake Michal Lukacin.
2008: Nach nur einem Jahr endet die Ära von Lukacin, Ildiko Barna wird Miezen-Trainerin. 2010: Im Januar wird Barna gefeuert, Thomas Happe kommt, am letzten Spieltag wird der Klassenerhalt perfekt gemacht.
2011: Trotz erheblicher finanzieller Probleme schaffen die Miezen wieder, den Abstieg zu vermeiden, diesmal am vorletzten Spieltag.
2012: Über mehrere Monate erhalten Spielerinnen und Trainer keine Gehälter, Happe zieht am 27. Dezember den Schlussstrich und kündigt. Meistermacher Dago Leukefeld kehrt auf die Bank zurück, aus einer Interims- wird eine Dauerlösung. Weil Sindelfingen Insolvenz anmeldete, schaffen die Miezen am vorletzten Spieltag als Vorletzter den Klassenerhalt. Nur dank der Hilfe von Sponsoren und Förderern kann die Insolvenz abgewendet werden. Im Juni wird Jörn Ilper als neuer Trainer präsentiert, der Etat wird zurückgeschraubt, das Vollprofitum abgeschafft.
2013: Nach über 20 Jahren tritt Martin Rommel aus dem Vorstand zurück, die Vereinsspitze wird neu strukturiert. Am 16. März steht der Abstieg fest. BP