Ausweg aus dem drohenden Abstieg – Eine Hintertür für die Trierer Miezen?

Handball : Ausweg aus dem drohenden Abstieg – Doch noch eine Hintertür für die Trierer Miezen?

Frauen-Handball-Erstligist Nellingen erwägt einen Rückzug in die 3. Liga. Wenn es so kommt, gibt es in der 2. Liga nur zwei sportliche Absteiger, und die MJC müsste nur zwei Teams hinter sich lassen.

Die sportliche Situation der Trierer Miezen sieht nach zehn Niederlagen in Folge und dem letzten Tabellenplatz in der 2. Frauen-Handball-Bundesliga bedrohlich aus, der Absturz in die 3. Liga droht, denn drei Mannschaften steigen laut Regularien aus der 2. Liga ab. Die Miezen haben sieben Spieltage vor dem Saisonende neun Punkte Rückstand auf den rettenden viertletzten Platz. Doch es könnte auch, wieder einmal, anders reichen für die Miezen, die schon mehrfach den Klassenerhalt am grünen Tisch erreicht hatte, weil andere Mannschaften zurückzogen oder keine Lizenz erhielten, zuletzt in der vergangene Saison, als es nur einen sportlichen Absteiger gab.

Aktuell scheint der TV Nellingen betroffen zu sein. Laut Esslinger Zeitung steht der Erstligist vor einem freiwilligen Rückzug in die 3. Liga, um einen „wirtschaftlichen und sportlichen Neustart zu wagen“, wie die Zeitung berichtet. „Wir spielen mit dem Gedanken, dass wir uns aus der HBF zurückziehen“, bestätigte TVN-Geschäftsführer Bernd Aichele. Aktuell steht Nellingen als Vorletzter auf einem Abstiegsplatz im Oberhaus.

Sollte dieses Szenario so eintreffen, gäbe es nur einen sportlichen Absteiger aus der 1. Bundesliga, aktuell wäre dies der letztjährige Aufsteiger Halle/Neustadt. Aus der 2. Liga müssten dann nur zwei Mannschaften absteigen, der drittletzte Platz würde den Miezen in diesem Fall also genügen, um auch in der kommenden Spielzeit zweitklassig zu spielen. Der Rückstand der Miezen auf den Drittletzten Werder Bremen beträgt aktuell fünf Punkte, allerdings hat Bremen eine um 78 Treffer bessere Tordifferenz – und die ist bei Punktgleichheit entscheidend. De facto müsste die MJC also sechs Punkte mehr in sieben Spielen einfahren als Bremen.

Angesichts des Trierer Restprogramms sind noch einige Punkte möglich, wenn man vom nächsten Spiel am 31. März beim designierten Erstliga-Aufsteiger Ketsch absieht. Danach folgen noch Heimspiele gegen Rödertal (6. April), Kirchhof (13. April), Lintfort (4. Mai) und Harrislee (18. Mai) sowie Auswärtspartien in Nürtingen (27. April) und beim Schlusslicht Gedern/Nidda (11. Mai). Ob angesichts der Ergebnisse vergangenen Wochen – die Konkurrenz punktet, die Miezen verlieren – noch die Rettung gelingt, ist fraglich.

Mehr von Volksfreund