Belohnung für eine spannende Aufholjagd

Dank einer Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte hat die zweite Mannschaft der Trierer Miezen am Wochenende ihr Auswärtsspiel gegen Idstein gewonnen. In der Halbzeitpause hatte Trainerin Elena Vereschako noch deutliche Worte für ihr Team gefunden.

TV Idstein - DJK/MJC Trier II 29:31 (17:13) Die Warnung von MJC-Trainerin Elena Vereschako vor der Leistungsstärke des TV Idstein schien bei den kleinen Miezen schnell vergessen gewesen zu sein. Fast nur so lässt sich die schwache Vorstellung der Mannschaft im ersten Spielabschnitt erklären. "Idstein ist spielerisch wesentlich stärker als es der momentane Tabellenplatz aussagt. Das habe ich meinen Spielerinnen mit auf den Weg gegeben. Doch die Mannschaft spielte im ersten Spielabschnitt sehr unkonzentriert``", klagte die MJC-Trainerin, deren Team schnell zurücklag.

Die konzentriert spielenden Idsteiner Hexen lagen zur Pause prompt mit vier Toren vorne. Dabei profitierte die Mannschaft vor allem von der stärksten Spielerin auf dem Platz, ihrer Torhüterin Monika Bamis. In der 20. Minute verletzte sich zu allem Überfluss noch MJC-Rückraumspielerin Katrin Premm am Ellbogen und musste vom Feld. So war die Trierer Trainerin zum Umstellen gezwungen. "Wir haben im ersten Spielabschnitt zu viele Tore kassiert und nie unsere sonst gewohnt gute Abwehrleistung gezeigt``", sagte Vereschako, die ihre Mannschaft in der Pause "ins Gebet`` nahm". "Ich habe einiges angesprochen"`, umschrieb Vereschako die Ereignisse der Halbzeitpause.

Nach dem Wechsel traten die Gästespielerinnen mit einer anderen Einstellung auf, kämpften sich ins Spiel zurück und glichen erstmals beim 22:22 in der 40. Minute aus. Zu diesem Zeitpunkt wechselte Vereschako Katrin Irsch ein, die Akzente setzte. Ab diesem Zeitpunkt entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, der über 26:26 bis zum 29:29 eine spannende Schlussphase vermuten ließ. "Anders als in Mainz haben wir in den letzten Minuten clever gespielt und am Ende mit zwei Treffern in Folge gewonnen. Zufrieden bin ich im zweiten Spielabschnitt mit der kämpferischen Leistung meines Teams. Obwohl Svetlana Mosgowaja auch nicht alles gelang, hat sie Verantwortung übernommen und den jungen Spielerinnen gezeigt, dass sich das Kämpfen bis zum Schlusspfiff lohnt``", meinte Vereschako. (R.S.)

MJC: Kockler (1. -40., 53.-60.) und Luchsinger (40.-53.) Heumüller, Leuckefeld (5), Irsch (2/1), Adeberg (7/7), Premm, Mosgowaja (7), Zelmel (3), Rühl (3), Binninger (1), Weber, Grötzki, Derbach (3)