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Handball
Berlin hätte für die Miezen eine Reise wert sein können

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miezen logo neu 2018 FOTO: MJC
BERLIN. Handball: Zu viele Fehler nach der Pause stehen beim 28:31 dem ersten Trierer Auswärtssieg entgegen.

(BP) Manchmal reichen im Sport zwei Zahlen aus, um eine Niederlage zu erklären. So wie beim 28:31 (17:14) der Trierer Miezen bei den Spreefüxxen Berlin. Die Zahlen lauten zwei und zehn, beziehen sich auf die Anzahl der technischen Fehler und Ballverluste der Zweitliga-Handballerinnen von der Mosel vor und nach der Pause und spiegeln sich auch schon im Halbzeit- und Endergebnis wider. „In der ersten Hälfte haben wir überragend gespielt, da hat alles gepasst. Wir haben die Berliner Gegenstöße unterbunden, haben uns kaum Fehler im Angriff geleistet, zudem war Torfrau Melanie Eckelt bärenstark“, lobt MJC-Trainerin Elena Vereschako ihre Mannschaft.

Doch beide Teams kamen wie verwandelt aus der Kabine. Berlin legte los wie die Feuerwehr, Trier verspielte die 17:14-Führung und  schließlich auch den ersten Auswärtssieg der Saison. „Ich glaube, die Spielerinnen waren sich zu sicher. Sie haben bis zum Schluss gekämpft, da kann ich der Mannschaft überhaupt keinen Vorwurf machen, aber die Zahl der Fehler im Angriff war einfach viel zu hoch. Mit so vielen Fehlern kannst du nicht gewinnen“, sagt Vereschako.

Ab dem 5:5 in der zehnten Minute lagen die Miezen bis zum Seitenwechsel konstant in Führung. Nach dem 17:14 folgte allerdings eine entscheidende siebenminütige Schwächephase, die die Gastgeberinnen zu einer 7:1-Serie und der 21:18-Führung nutzten. „Wir waren in Überzahl und schaffen es nicht, das Tor zu treffen. Statt gleich nach der Pause das 18:14 zu machen, kassieren wir zwei Treffer in kürzester Zeit“, moniert die MJC-Trainerin. Aber eine Auszeit von ihr wirkte wie ein Weckruf: Die Miezen waren wieder auf Augenhöhe, liefen dem knappen Rückstand allerdings bis zum Schluss hinterher. Selbst drei Minuten vor dem Ende beim 25:27 hatten sie noch die Chance auf einen Punkt. „Wir hätten gewinnen können“, meint Vereschako.

Und so hat die Serie weiter Bestand: Im fünften Vergleich mit den Handballerinnen aus der Hauptstadt zog die MJC zum fünften Mal den Kürzeren. Mit 3:11 Punkten bleibt Trier auf einem Abstiegsrang. Die Chance, Boden gutzumachen, wurde leichtfertig vertan.  Beste war Linsey Houben, die trotz einer Fußverletzung auf die Zähne biss und sieben Treffer erzielte. Am kommenden Sonntag (16 Uhr) spielen die Miezen zu Hause gegen den verlustpunktfreien Tabellenführer Kurpfalz-Bären aus Ketsch, der von Ex-Mieze Kathrin Schneider trainiert wird.

DJK/MJC Trier: Baranowska, Eckelt - Petrovska, Sattler (2), Ilciukaite (3), Houben (7/3), Czanik (2), Tolic (6/4), Szabo (4), Zrnec (4), Simon-Varga - Beste Werferinnen Berlin: Kolosove (8/6), Kunde (7)