Besonderer Start in die Schicksalswochen

Mit 14:18 Punkten rangieren die Trierer "Miezen" in der Handball-Bundesliga derzeit nur vier Punkte hinter einem Play-off-Platz, aber auch nur vier Zähler vor einem Abstiegsplatz. Mit der Partie gegen die HSG Blomberg beginnt am Karnevalssamstag die entscheidende Saisonphase.

 Sie trifft auf ihren langjährigen Ex-Verein: „Mieze“ Nadja Nadgornaja (Mitte) will gegen die HSG Blomberg am Samstag in der Arena unbedingt gewinnen. TV-Foto: Funkbild

Sie trifft auf ihren langjährigen Ex-Verein: „Mieze“ Nadja Nadgornaja (Mitte) will gegen die HSG Blomberg am Samstag in der Arena unbedingt gewinnen. TV-Foto: Funkbild

Trier. Nein, echte Vorfreude kommt bei Nadja Nadgornaja im Hinblick auf Karnevalssamstag nicht auf. Die 20-jährige "Mieze" ist nicht etwa ein Faschingsmuffel, aber am Samstag ab 19.30 Uhr geht es in der Arena für sie nicht nur gegen ihren Ex-Verein, sondern vielmehr um entscheidende Punkte.

"Ich will mich voll auf die Partie konzentrieren und rede mir einfach ein, dass es ein ganz normales Spiel ist. Es soll keine Nebengeräusche geben", sagt Nadgornaja, die vor ihrem Wechsel nach Trier mehrere Jahre für den nächsten MJC-Gegner HSG Blomberg aufgelaufen war.

Die besondere Bedeutung fasst Nadgornaja knapp zusammen: "Das ist mindestens ein Sechs-Punkte-Spiel." Zwar gibt es auch gegen die Ostwestfalen nur zwei Zähler für einen Sieg, aber angesichts der derzeitigen Tabellen-Konstellation wäre ein Erfolg für die "Miezen" mehr wert.

"Wir haben uns zwei Wochen intensiv auf die Begegnung gegen Blomberg vorbereitet. Ich hoffe, das hat gefruchtet", meint MJC-Trainerin Ildiko Barna, für die nach zuletzt 2:6 Punkten die "Wochen der Wahrheit" eingeläutet werden. In der Liga folgen danach die Partien gegen Frankfurt/Oder und Thüringen, die ebenso richtungweisend sind für den Fortgang der Saison.

Wer maskiert kommt, zahlt nur den halben Eintritt



Hopp oder top: Gegen die drei nächsten Gegner gab es in der Hinrunde 0:6 Punkte, gelingen nun mindestens zwei Siege, dürfte die Abstiegsangst endgültig verbannt sein. Und mittendrin folgt am 28. Februar noch das Pokal-Viertelfinale - wieder gegen Blomberg, diesmal auswärts. "Da verschwenden wir noch keinen Gedanken dran, frühestens ab Samstag, wenn die erste Partie gegen die HSG - hoffentlich erfolgreich - über die Bühne ist", meint Nadgornaja.

Mit einem Erfolg im Pokal könnten die Triererinnen aber immerhin für ein Sahnehäubchen sorgen, denn dann wären sie zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte für das Final Four in Riesa (4./5. April) qualifiziert. "Wichtiger ist, in der Liga wieder Fuß zu fassen. Wir liegen eigentlich im Soll und wussten, dass wir uns am Saisonende wohl im Mittelfeld wiederfinden würden, aber dafür müssen wir nun kämpfen. Doch Riesa wäre natürlich genial", meint Barna, die am Karnevalssamstag auf eine lautstarke und große Kulisse hofft: "Wir brauchen die Fans." Und wer maskiert in die Arena kommt, zahlt nur den halben Eintritt.

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