Das Gesicht verformt, aber wohl noch Glück gehabt

Das Gesicht verformt, aber wohl noch Glück gehabt

Wohl noch Glück im Unglück hatte Miezen-Spielerin Willemijn Karsten. Ihre Gesichtsverletzung entpuppte sich "nur" als Jochbeinprellung. Ob wirklich nichts gebrochen ist, müssen weitere Untersuchungen zeigen.

(BP) Noch vier Minuten zu spielen im Bundesligaspiel in Göppingen. Willemijn Karsten stürmt nach innen, um eine Lücke in der Miezen-Abwehr zu schließen. Die Gegenspielerin versucht an ihr vorbeizustürmen und trifft Karsten mit voller Wucht mit dem Ellbogen auf dem Jochbein. Mit schmerzverzerrtem Gesicht bleibt die Niederländerin liegen, das gesamte Gesicht schwillt an, verformt sich. Sofort nach dem Spiel wird die Mieze von Vorstand Martin Rommel im Auto in ein Trierer Krankenhaus gebracht. Erste Röntgen-Untersuchungen zeigen: Es ist wohl nicht der befürchtete Jochbeinbruch eingetreten.

"Aber aufgrund der starken Schwellung kann man noch nichts Definitives sagen. Weitere Untersuchungen müssen in den nächsten Tagen folgen", sagt MJC-Trainer Thomas Happe: "Aber es sieht aus, als ob sie noch einmal Glück im Unglück hatte." Dennoch ist Karsten erst einmal für zehn Tage bis 10. Februar krankgeschrieben. Ob die Rückraumspielerin beim nächsten Spiel - der verlegten Partie vom 16. Oktober zu Hause gegen Oldenburg - auflaufen kann, steht noch nicht fest.

Karsten ist nicht die einzige Mieze, die Happe momentan im Training fehlt - im Gegenteil: Es gibt mehr Verletzte und Kranke als Gesunde. Katrin Premm, Eva Lennartz, Jelena Popovic (alle Erkältung) sind ebenso krankgeschrieben wie Toni Pütz (Fußverletzung) und Silvia Solic (Handverletzung). Katrin Schneider kann nach ihrer Handverletzung nur dosiert trainieren. Somit stehen Happe in dieser Woche nur vier Feldspielerinnen und zwei Torfrauen zur Verfügung. "Hoffentlich lichtet sich das Lazarett bis nächste Woche", hofft Happe: "Dann könnten wir uns schon anders auf die wegweisenden Heimspiele gegen Oldenburg und Blomberg am 20. Februar vorbereiten. Gut, dass die Oldenburg-Partie verschoben wurde."