Das Kaninchen, die Schlange und die deutlichste Saison-Niederlage

Erfurt · Mit einer 17:39 (9:20)-Klatsche sind die Miezen aus Erfurt heimgekehrt. Das Debüt als Bundesliga-Trainer ging für Igor Domaschenko also gründlich daneben, die MJC spielte wie ein Absteiger und gab sich früh auf.

Erfurt. Sie wollten die Aufbruchstimmung nach dem Ja-Wort von Trainer Dago Leukefeld mitnehmen, wollten die beiden Desaster in Göppingen und Nellingen (Pokal) vergessen machen, sie wollten sich von ihrer positiven Seite zeigen, wohl wissend, dass sie nicht gewinnen konnten. Aber dann kam alles anders für die Trie rer Miezen: Bei Meister und Pokalsieger Thüringer HC setzte es die deutlichste Saison-Niederlage, das Debüt von Igor Domaschenko als Bundesligatrainer ging so was von in die Hose. 17:39 hieß es am Ende einer Partie, die für die MJC zum Desaster wurde. Vorstand Martin Rommel nach der zehnten Niederlage im elften Spiel kein Blatt vor den Mund: "Wir waren heute in keiner Situation des Spieles in der Lage, Paroli zu bieten, haben gespielt wie das Kaninchen vor der Schlange. Wir haben zu wenig engagiert gespielt und in jeder Phase des Spieles Erstliga- Niveau vermissen lassen."Bis zum 5:5 hielten die Triere rinnen mit, dann brachen alle Dämme. Der THC traf acht Mal in Folge, lag bereits vor der Pause erstmals mit zehn Treffern beim 19:9 vorne - da war die Partie schon lange entschieden. Die Angriffsbemühungen der MJC waren wieder ganz schwach, es dauerte 47 Minuten, bis das zehnte Tor gelang. Und zehn Minuten vor dem Ende lagen die Thüringer beim 33:13 erstmals mit 20 (!) Treffern Differenz vorne. Die Mannschaft hatte die Worte ihres in Erfurt nicht anwesenden Cheftrainers Dago Leukefeld wohl nicht verstanden, der vor dem Spiel gesagt hatte: "Im Abstiegskampf kann jedes Tor entscheidend sein." Allein durch das 39:17 und das 23:26 von Schlusslicht Celle bei Bayer Leverkusen wuchs die Differenz um 19 Treffer. Und dabei hatte Trier noch Glück, dass die punktlosen Celler nicht noch Remis spielten.Am Mittwoch (19.30 Uhr) starten nun die fünf Heimspiele in Folge mit der Partie gegen Leverkusen (erneut mit Domaschenko auf der Bank), am Sonntag folgt dann die Partie gegen Blomberg. Mit einem ansehnlichen Resultat in Thüringen hätten die Miezen also beste Eigenwerbung machen können. BPDJK/MJC Trier: Djeric, Monz - Wilamowska (2), Vojcic (4/2), Zelmel (0), Premm (1), Vallet (3), Arnosova (0), Derbach (2), Radojicic (2/1), Lennartz (0), Rost (1), Solic (2)Beste Torschützen THC: Engel (10/6), Nadgornaja (7)

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