Das Prinzip Hoffnung

Grundsätzlich hat sich die Situation der Trierer Miezen durch das 25:32 am Mittwochabend in Buxtehude nicht verschlechtert, aber auch das nächste Auswärtsspiel in Blomberg (Sonntag, 16 Uhr) scheint nicht dazu angetan, die schwarze Serie in der Fremde zu beenden.



Trier. (BP) "Wir haben eine Chance gegen Blomberg, vielleicht unterschätzen sie uns." Die Hoffnungen von MJC-Trainerin Ildiko Barna vor dem zweiten Auswärtsspiel binnen vier Tagen sind vorhanden, aber wiederum sind die Triererinnen nicht der Favorit beim Tabellendritten. Zwar gewannen die Miezen die beiden letzten Aufeinandertreffen (unter anderem ein 30:29 zum Saisonstart), aber sieht man vom Erfolg im "Spiel um die goldene Ananas" in der Play-down-Runde der Vorsaison ab, hat Trier seit 2006 nicht bei den Ostwestfalen gewonnen. Und Provital, das sich zur laufenden Saison erheblich verstärkt hat, wurde seiner Rolle als Play-off-Kandidat bisher gerecht - unter anderem durch einen 31:29-Heimsieg am Mittwoch gegen Pokalsieger Oldenburg. "Dieser Erfolg kam für mich nicht überraschend", sagt Barna: "Blomberg hat eine starke Mannschaft. Unsere Chance am Sonntag ist, dass sich Blomberg vielleicht zu sicher fühlt gegen uns." Im Gegensatz zu den Miezen, die zweimal recht weite Auswärtsfahrten bestreiten müssen, hat Provital zwei Heimspiele.

Das erste Trierer Auswärtsspiel der englischen Woche, das 25:32 in Buxtehude, gab Barna trotz der Niederlage Anlass zur Hoffnung: "43 Minuten haben wir gut mitgehalten, dann haben uns zehn schwache Minuten um die Punkte gebracht. Das deutliche Ergebnis spiegelt nicht den Spielverlauf wider." Ihre Mannschaft habe sich kämpferisch stark präsentiert, aber die schwache Chancenverwertung nach dem Wechsel habe die Partie entschieden. An Silvester um 6 Uhr morgens kamen die Miezen dann wieder in Trier an, deswegen gab es am letzten Tag des Jahres kein Training mehr. An Neujahr stand ein lockeres Auslaufen an, am heutigen Samstag folgt das Abschlusstraining. "Irgendwann wird der Knoten platzen, vielleicht schaffen wir es schon in Blomberg, auch die Früchte unserer Arbeit einzufahren. Die Mannschaft hat es sich verdient", bemüht Barna das Prinzip Hoffnung beim Vorletzten. Und obwohl ihre Mannschaft in der laufenden Spielzeit weiterhin auswärts noch keinen einzigen Punkt gewonnen hat, meint die Trainerin: "Wir dürfen und wir werden den Kopf nicht hängen lassen." Ein Hoffnungsschimmer war der Auftritt der wieder genesenen Niederländerin Willemijn Karsten. Wehrmutstropfen der Partie in Buxtehude war allerdings die Daumenverletzung von Lydia Jakubisova.

DJK/MJC Trier (Kader): Vogt, Monz - Huber, Jakubisova (?), Karsten, Pütz, Schneider, Jochin, Nadgornaja, Lennartz, Vallet, Solic, Thomas, Egger

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