"Das Schicksal ist in unseren Händen"

"Das Schicksal ist in unseren Händen"

Es ist das wichtigste Spiel der Vereinsgeschichte seit der Meisterschaftsentscheidung 2003: Die Trierer Miezen müssen heute bei SGH Rosengarten gewinnen, um am letzten Spieltag noch die Klasse halten zu können. Ein Remis oder eine Niederlage bedeuten den Abstieg.

Es wird ein wahrlich tierisches Duell heute (Anwurf: 19 Uhr) in Buchholz an der Nordheide. Auf der einen Seite die "Luchse" von Aufsteiger Rosengarten, Drittletzter mit drei Punkten Vorsprung auf Trier, auf der anderen Seite die Miezen, für die sich heute schon entscheiden kann, ob nach elf Jahren erste Liga der Abstieg eintritt. Holt Rosengarten auch nur einen Punkt, ist die MJC weg vom Fenster. Bei einem Sieg benötigen die Miezen im letzten Saisonspiel gegen Frankfurt/Oder kommenden Samstag in der Arena mindestens einen weiteren Punkt, um die Klasse zu halten. "Das ist das wichtigste Spiel meiner Karriere", sagt Torfrau Anna Monz: "Wir sind konzentriert, aber nicht nervös. Obwohl es um alles oder nichts geht, haben wir uns diese Woche keinen Stress gemacht. Die Anspannung kommt schon früh genug."

Bereits am Freitagnachmittag sind die Miezen gen Norden aufgebrochen, übernachten in Buxtehude. Ein ausgedehnter Spaziergang soll für freie Köpfe sorgen. Trainer Thomas Happe ist sich sicher: "Die Mannschaft, die mit der nervlichen Belastung am besten klarkommt, wird auch gewinnen." Nach der 27:34-Hinspiel-Niederlage sinnen alle auf Revanche. "Wir haben die Fehler analysiert", sagt Monz und hofft, "dass uns Rosengarten vielleicht an dieser Leistung misst und uns unterschätzt". Für die Torfrau wäre es ein idealer Spielverlauf, "wenn wir schon zur Halbzeit klar führen, um dann das Spiel sicher nach Hause zu schaukeln". Spielmacherin Silvia Solic sieht das anders: "Mir wäre nach all den knappen Niederlagen in der Rückrunde ein knapper Sieg mit einem Tor Unterschied lieber - und dasselbe dann eine Woche später gegen Frankfurt/Oder." Für die Rückfahrt haben die Miezen noch keinen Sekt eingepackt. "Wir haben heute unser erstes Endspiel und dann folgt das zweite am 26. März", sagt Monz. Solic erwartet alles andere als ein schönes Spiel: "Das wird Kampf pur. Die Halle in Buchholz ist ausverkauft, es wird eine aufgeheizte Stimmung geben. Aber das Gute an der Partie ist: Wir haben unser Schicksal immer noch selbst in der Hand."

Die Trierer Taktik wird laut Happe eine Mischung aus Tempo und Abwarten sein: "Was bringt es, wenn wir permanent nach vorne rennen, aber dann die Bälle verlieren? Wir müssen auch mal einen Gang rausnehmen, wenn es nötig ist." Grundsätzlich steht der MJC der komplette Kader zur Verfügung, allerdings sind Toni Pütz und Jelena Popovic angeschlagen. Rosengartens Trainer Martin Hug ist sich sicher: "Wir schaffen das und machen den Klassenerhalt gegen Trier perfekt."

Für eine der beiden Mannschaften wird heute gegen 20.35 Uhr die Adresse der Nordheide-Arena

zur bitteren Wahrheit werden, denn die Halle liegt Am Holzweg 4.

DJK/MJC Trier (Kader): Monz, Vogt - Arnosova, Derbach, Popovic, Karsten, Solic, Pütz, Schneider, Premm, Vallet, Lennartz, Cocx

volksfreund.de informiert am Samstag und Sonntag mit Texten, Bildern und einem Video (ab Sonntagnachmittag) über das Abschneiden der Miezen in Rosengarten.