"Das war Werbung in eigener Sache"

Platz vier beim "Stelioplast-Cup", ein Sieg, drei Niederlagen - so lauten die nackten Zahlen vom ersten Härtetest der "Miezen". Der TV analysiert die Stärken und Schwächen der neu formierten Mannschaft in Wittlich.

Wittlich. (BP) "Wir können zufrieden sein", meinte Trainerin Ildiko Barna. "Wir haben positiv überrascht, auch wenn wir natürlich noch viel Arbeit haben", ergänzte Manager Martin Rommel nach dem vierten Platz der DJK/MJC Trier beim "Stelioplast-Cup". In der Tat zeigten die Triererinnen phasenweise erfrischenden Tempo-Handball, präsentierten zudem eine neue Abwehr mit der Französin Megane Vallet als "Abfang-Jägerin" und steckten — wie beim Spiel gegen Metz — nie auf. Bedenkt man, dass in Willemijn Karsten und Steffie Egger zwei wichtige Puzzle-Stücke fehlten, kann man mit dem Abschneiden zufrieden sein.

Als Volltreffer erwiesen sich zwei neue Spielerinnen: Anne Jochin ist das Herz der Mannschaft, sie setzt ihre Nebenspielerinnen gut in Szene, strahlt als Spielmacherin Torgefahr aus und ist eine Bereicherung für die Mannschaft. Lydia Jakubisova entpuppte sich als würdige Mozgowaia-Nachfolgerin. Obwohl ihr die Größe zu einer echten "Shooterin" fehlt, setzte sie sich durch, zudem profitiert die wieder erstarkte Rechtsaußen Svenja Huber von ihren Anspielen. Am Kreis feierte Silvia Solic ein frühes Comeback nach ihrer Verletzung, beim 24:23-Erfolg gegen Europapokal-Finalist Larvik überragte Junioren-Nationalspielerin Caroline Thomas mit sechs Treffern. Generell spielt Trier mit deutlich höherem Tempo als zuvor. Allerdings ließ die Wurfausbeute vor allem beim 20:34 gegen Leipzig zu wünschen übrig. Gleiches gilt für das Rückzugsverhalten. Im Tor wechselten bei Daniela Vogt und Anna Monz Licht und Schatten. Rommel: "Das war Handball mit Herz und Werbung in eigener Sache."

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