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Den Kopf frei für das Sportliche

Den Kopf frei für das Sportliche

Fünf Spieltage vor Saisonende beträgt der Vorsprung der Miezen auf einen Abstiegsplatz (und Schlusslicht Celle) nur noch einen Punkt. Am Samstag gegen Aufsteiger Bad Wildungen soll der zweite Saisonsieg eingefahren werden, dies hoffen zumindest die MJC-Urgesteine Jana Arnosova und Megane Vallet.

Trier. Die finanziellen Probleme, die immer noch nicht gelöst sind, haben sie ausgeblendet - für die Miezen Jana Arnosova und Megane Vallet gibt es vor dem wegweisenden Spiel gegen die HSG Bad Wildungen am Samstag (19.30 Uhr, Arena) nur den Fokus aufs Sportliche. "An der finanziellen Situation können wir sowieso nichts ändern, aber wir haben die Hoffnung, dass der Vorstand das lösen wird", sagt Jana Arnosova, die dienstälteste Spielerin im aktuellen Miezen-Kader. Nach TV-Informationen warten die Spielerinnen - nach einer Abschlagszahlung im Januar - immer noch auf mehrere Gehälter, aber diese Gedanken kreisen nicht in ihren Köpfen. "Wir haben gegen Oldenburg gezeigt, dass wir uns nicht aufgeben", meint Linksaußen Megane Vallet, "nur schade, dass sich unsere tolle Leistung nicht auch in Punkten niederschlug."
Mehr Kampfgeist, mehr Biss


Und weil Schlusslicht Celle erstmals punktete, hat sich die Situation im Abstiegskampf fünf Spieltage vor Saisonende verschärft - ein einziger Punkt trennt Trier noch von Celle. Einhellige Meinung der langjährigen Flügelzange Arnosova/Vallet daher: "Am Samstag gegen Bad Wildungen müssen Punkte her." Der Aufsteiger, gegen den die Miezen das Hinspiel klar mit 21:28 verloren hatten, schwächelte zuletzt. In den letzten drei Partien - und nach der Entlassung von Trainer Sören Jeppesen - gab es 1:5 Punkte, zudem fällt Topspielerin Cristina Mihai verletzt aus. "Wir wollen es vermeiden, in den letzten beiden Spielen auf Siege angewiesen sein zu müssen", spielt Arnosova auf die Konstellation an, dass am Ostersamstag der "Keller-Showdown" in Celle und eine Woche später das finale Heimspiel gegen Göppingen warten. "Mit einem Sieg gegen Bad Wildungen könnten wir den Druck enorm reduzieren", meint Megane Vallet.
Zwei spielfreie Wochen hatten die Miezen nach der unglücklichen Niederlage gegen Oldenburg Zeit, sich auf Bad Wildungen vorzubereiten - alle kleineren Wehwehchen wurden auskuriert. Allerdings muss die MJC am Samstag auf Natalie Adeberg verzichten, die abermals am lädierten Knie operiert werden musste und frühestens gegen Celle wieder dabei sein kann.
"Wir haben richtig hart trainiert, und die Stimmung in der Mannschaft ist gut", sagt Arnosova, die nach all\' den Jahren in Trier - genau wie Vallet - weiß, "wie sich Abstiegskampf anfühlt". In den vergangenen beiden Jahren machten die Miezen den Klassenerhalt jeweils am letzten Spieltag perfekt, vor drei Jahren war es eine Woche früher. Durch den Trainerwechsel von Thomas Happe auf Dago Leukefeld habe allerdings ein neuer Geist Einzug gehalten: "Kampfgeist, Biss und Kondition sind klar gestiegen", meint die Tschechin.Extra

Aktion für Vereine und Mannschaften: Für das vorentscheidende Heimspiel gegen Bad Wildungen am Samstag (19.30 Uhr) bietet die DJK/MJC Trier allen Vereinen und Mannschaften (nicht nur Handballern) eine besondere Rabattaktion an. Wer zehn Karten für seine Mannschaft bestellt, erhält fünf weitere Freikarten dazu. Bestellungen nur über die MJC-Geschäftsstelle, Telefon 0651/1704562, Mail: info@mjc-trier.de