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Der Brocken aus Brandenburg

Der Brocken aus Brandenburg

Mit den beiden angeschlagenen Rückraumspielerinnen Oxana Pal und Svetlana Mozgowaia gehen die Trierer "Miezen" das DHB-Pokal-Achtelfinale gegen den FHC Frankfurt/Oder heute (19.30 Uhr, Arena) an.

Trier. (BP) Es war der 21. Juni 2003. Die Trierer "Miezen" wollten nach der Meisterschaft das Double mit dem Pokalsieg perfekt machen. Im DHB-Pokalfinale in Riesa läuft 46 Minuten lang alles bestens, die MJC führt 24:18. Am Ende blankes Entsetzen, Trier verliert 26:28, aus der Traum. Der Pokalgegner von damals ist auch der Pokalgegner von heute: der FHC Frankfurt/Oder. Die einzige aktuelle "Mieze", die damals im Kader stand, aber verletzt nicht auflaufen konnte, ist Svetlana Mozgowaia. Sie hat seit 2003 nur das eine Ziel: "Ich will einmal Pokalsieger werden." Um dies anno 2009 zu schaffen, muss heute (19.30 Uhr, Arena) aber erst einmal der Brocken aus Brandenburg im Achtelfinale aus dem Weg geräumt werden. Dann würde ein weiterer Erfolg im Viertelfinale die Fahrkarte zum Final Four am 4./5. April in Riesa bedeuten. "Der Pokal ist etwas ganz Besonderes. Wir wollen alles tun, um weiterzukommen", sagt "Miezen"-Trainerin Ildiko Barna, die ihre Spielerinnen gestern zu insgesamt drei Trainingseinheiten bat.

Revanche für Niederlage im Oktober



Mit dabei waren auch die zuletzt in Oldenburg verletzten Svetlana Mozgowaia (Ellbogenprellung) und Oxana Pal (Zahn ausgeschlagen). "Beide stehen gegen den FHC im Kader. Mal sehen, wie lange sie auflaufen können", gab Barna zumindest teilweise Entwarnung. Sie hofft vor allem, dass sich Pals Zurückhaltung bei Angriffssituationen legt, nachdem sie von einer Gegenspielerin mit einem Schlag ins Gesicht niedergestreckt wurde und weiterhin eine dicke Lippe hat.

An den FHC haben die "Miezen" in dieser Spielzeit keine guten Erinnerungen: In der Liga gab es am 8. Oktober eine 26:29-Heimniederlage. Die Brandenburgerinnen, bei denen nur Nationalspielerin Mandy Hering 2003 schon dabei war, sind derzeit Tabellendritter mit Tendenz nach oben. Zuletzt gewannen sie bei Meister Nürnberg. "Ich hoffe, dass wir die Lehren aus der Heim-Niederlage gezogen haben", meint Barna, die beide Mannschaften auf Augenhöhe sieht. "Wir müssen im Angriff unsere Fehlerzahl minimieren und auf die Frankfurter Gegenstöße achten", sagt die MJC-Trainerin.

DJK/MJC Trier: März, Monz; Eickhoff, Huber, Arnosova, Mozgowaia, Pütz, Pal, Hofman, Nadgornaja, Roubinkova, Vallet, Egger, Thomas - Die Dauerkarten zählen für dieses Spiel nicht.

Die MJC-Nachwuchsspielerinnen Lara Leuckefeld und Kathrin Premm stehen im Kader der deutschen Jugend-Nationalmannschaft, die sich Ende Januar mit einem Lehrgang in Kienbaum auf die EM-Qualifikation im März vorbereitet.

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