Die Alternativen fehlen

Die "kleinen Miezen" haben sich in der 3. Handball-Bundesliga der Frauen gegen Titelaspirant Ober-Eschbach wacker geschlagen, kassierten aber mit dem 23:26 die erste Heimniederlage der Saison. Dagegen setzte sich Bascharage in Köln durch.

Trier. DJK/MJC Trier II - TSG Ober-Eschbach 23:26 (12:16) Es wurde ein hartes Stück Arbeit für den Titelfavoriten aus Ober-Eschbach bevor der Sieg gegen eine personell arg dezimierte Miezen-Mannschaft endgültig feststand. Dabei hatte es Trier in der Schlussphase beim Spielstand von 22:25 selbst in der Hand, die Partie zu kippen, vergab jedoch zwei Siebenmeter. Der Sieg der Gäste ging aufgrund der Tatsache, dass sie ihre Führung nie abgaben und personell erheblich mehr Alternativen als die kleinen Miezen auf dem Platz hatten, in Ordnung. Ober-Eschbach baute die Führung kurz vor dem Wechsel auf 16:10, aus, ehe die im ersten Spielabschnitt überragenden MJC-Spielerinnen Megane Vallet und Nathalie Adeberg, die trotz ihrer Oberschenkelverletzung spielte, auf 12:16 verkürzten. Die stärkste Phase im Trierer Spiel kam nach der Pause, als die MJC dank der stärker werdenden Katrin Premm beim 19:19 erstmals ausglich. Die nun folgende kurze Deckung gegen Nathalie Adeberg machte dann die Misere der kleinen Miezen deutlich. Es fehlen einfach die Alternativen. Domaschenko ist gezwungen, mit Adeberg, Vallet, Premm und Zelmel durchzuspielen. Nach dem 19:21 und 21:23 gelang den Gästen die erneute drei Tore-Führung beim 25:22, ehe die vergebenen Strafwürfe die Niederlage der kleinen Miezen besiegelten. Überhaupt nicht ins Spiel fand Lena Zelmel, die in den bisherigen Spielen zu den Leistungsträgerinnen des Teams zählte. Katrin Premm wurde erst nach dem Wechsel wach, erzielte sämtliche ihrer Treffer im zweiten Spielabschnitt. Obwohl die Mannschaft kämpferisch alles gab, müssen bald personelle Alternative her, will man auch gegen die stärksten Teams der Liga eine Chance haben. Beste Spielerin auf dem Platz war erneut Megane Vallet, die sowohl kämpferisch als auch spielerisch überzeugte. "Wir haben teilweise in der Abwehr zu offensiv agiert und zu viele Tore über den Kreis kassiert. Dennoch bin ich mit der kämpferischen Leistung meiner Mannschaft zufrieden", lobte MJC-Trainer Igor Domaschenko. MJC: Monz und Bocka - Premm (5), Zelmel (1), Rolinger, Vallet (7), Adeberg (8/2), Hahn (2), Pötters, Oeffling, Sattler.1. FC Köln - Roude Léiw Bascharage 27:28 (11:13) Nach zwei Niederlagen melden sich die roten Löwinnen ausgerechnet beim Spitzenteam aus Köln zurück - und dies ohne die verletzte Stammtorhüterin Amalia Saftoui. So musste die erst 18 -jährige Norah Hansen die gesamte Spielzeit durchspielen. Köln setzte sich zunächst auf 10:7, ehe Bascharage sechs Tore in Serie gelangen. Nach dem Wechsel hieß es 20:14 für die Gäste, die dann allerdings eine Vielzahl von Zeitstrafen kassierten - Köln verkürzte auf 22:24. Vollzählig gelang den Löwinnen dann aber die entscheidende Führung zum 27:23. Bascharage: Hansen - Steuer, Braconnier, Rogucka (5/2), Goraj (6), Pimenta (1), Muller, Pal (6), Urban (7/2), Thill, Welter (3).

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