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Die Arena hofft auf den großen Handball-Wurf

Die Arena hofft auf den großen Handball-Wurf

Bis 15. Mai hat die Arena Trier Zeit, ihre Bewerbungsunterlagen für die Frauen-Handball-WM 2017 fertigzustellen. Arena-Boss Esser ist optimistisch und sieht das Männer-Testspiel gegen die Schweiz als perfekte Bühne, wenn die Halle voll wird.

Trier. Wenn ab Ende November 2017 24 Flaggen rund um die Arena hängen, hat es Trier geschafft. Dann gibt es an der Mosel erstmals Weltmeisterschaftsspiele. Gemeinsam mit der Stadt wird die Arena den Hut in den Ring werfen, feilt derzeit an den Bewerbungsunterlagen für den Deutschen Handballbund (DHB) in Sachen Frauen-WM 2017.
Fast 60 Seiten umfasst der Fragebogen, der teilweise von den Vorgaben des Weltverbands IHF bestimmt wird, teilweise aber auch Konzepte beinhaltet, was die jeweiligen Spielorte aus der Frauen-Weltmeisterschaft "herausholen" können, sprich: Nachhaltige Entwicklung für den lokalen, regionalen und nationalen Handball sowie eine optimale Bewerbung vor Ort, um der Handballwelt volle Hallen zu präsentieren - was sich dann natürlich auch in klingender Münze für die jeweiligen Arenen, aber auch den DHB auszahlen würde.
"Wir sind bereit", sagt Wolfgang Esser, Geschäftsführer der Arena. Gemeinsam mit einem Team um seine Mitarbeiterin Carina Alt, aber auch Arena-Technikchef Bernd Herbertz für die zahllosen technischen Voraussetzungen wird an den Unterlagen gearbeitet, die bis 15. Mai beim DHB eingereicht werden müssen. Da geht es von Anzahl der Stromanschlüsse über Licht, Zahl von Umkleidekabinen für Mannschaften und Schiedsrichter bis hin zu Busanbindung, Vermarktungsmöglichkeiten bis hin zu potenziellen Kooperationen mit Vereinen, Verbänden oder Schulen.
WM und Weihnachtsmarkt


Wichtig ist dem DHB zudem, dass nicht nur die Veranstaltungshallen, sondern auch die Städte hinter der Bewerbung stehen - dabei geht es um ideelle, aber teilweise auch materielle Unterstützung. In diesem Punkt sitzt Esser bald als einer der ersten "offiziellen Gäste" beim neuen Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe, um das Konzept zu besprechen. Zudem geht es um Erfahrungen der Stadt und der Halle, was Großsportereignisse betrifft - dort wird Trier unter anderem die langjährige Gastgeberrolle des deutschen Rallye-WM-Laufs hervorheben.
Nächste Forderung des DHB, die Trier und die Arena erfüllen: ein "frauenhandballaffines Umfeld" - 15 Jahre Bundesliga der Miezen werden in diesem Punkt in die Waagschale geworfen. Und dass der DHB Trier nun auserkoren hat, das Männer-Länderspiel gegen die Schweiz am 26. April an Trier zu vergeben, sieht Esser als "Riesenchance für die Bewerbungsmappe", denn: "Erstens können wir dem DHB vor Ort alle Bestandteile unserer Bewerbung zeigen, wie die geplanten Hotels für Mannschaften und Offizielle, zweitens kann eine volle Halle und eine perfekte Organisation ein entscheidendes Kriterium für den Zuschlag für 2017 sein. Handball-Deutschland wird am 26. April via Fernsehübertragung hoffentlich eine tolle Atmosphäre in der Arena erleben." Daher appelliert Esser an die Fans: "Wer 2017 die WM in Trier sehen will, soll gegen die Schweiz in die Arena kommen."
Bisher gab es vier Handball-Länderspiele in Trier - alle endeten mit deutschen Siegen. Ob die DHB-Auswahl allerdings im Falle einer erfolgreichen WM-Bewerbung in Trier spielt, ist eher fraglich. "Aber wir setzen in unserer Bewerbung auf die Nähe zu Frankreich - gerade zu Metz, der Hochburg des französischen Frauenhandballs, aber auch zu den Niederlanden und unsere zentrale Lage in Europa", betont Esser. Zudem hofft die Arena, mit ihrer zum Beispiel bei "Verstehen Sie Spaß?" erprobten Fernsehtauglichkeit, den VIP-Logen und der Aufwärmhalle zu punkten.
Aufgrund der Kapazität von 3500 bis 4000 Zuschauern für Handballspiele kann sich Trier nur für die Vorrunde bewerben - für Achtel- und Viertelfinale sowie Finalwochenende (Halbfinale, Spiel um Platz drei, Endspiel) ist die Arena zu klein. Der DHB benötigt vier Vorrundenspielorte für je sechs Mannschaften - mit der Option, dort auch Partien der K.o.-Runde zu spielen. In der Vorrunden stehen an fünf Tagen jeweils drei Spiele auf dem Programm. Ob es am Ende insgesamt vier, fünf, sechs oder höchstens sieben Spielorte gibt, entscheidet sich nach Eingang der Bewerbung. Im Frühsommer will sich der DHB dann auf die WM-Spielorte festlegen, die dann auch noch einer Inspektion des Weltverbands unterzogen werden.
Im Mai steht erst einmal fest, welche Städte sich beworben haben- und ob Trier einziger rheinland-pfälzischer Kandidat ist; von der Hallengröße her könnte sich auch Koblenz bewerben. Derzeit geplant ist die WM unter dem Motto "A new view on women\'s handball" (ein neuer Blickwinkel auf den Frauenhandball) vom 1. bis 17. Dezember 2017. "Eine perfekte Zeit, um sich WM-Spiele anzuschauen und parallel über den Weihnachtsmarkt zu schlendern", sieht Esser schon eine potenzielle touristische Vermarktung der Weltmeisterschaft, falls sie nach Trier kommt.Extra

Einzelkarten für die Partie in der Arena (Anwurf: 15.30 Uhr) gibt\\'s im TV-Service-Center Trier, unter der TV-Ticket-Hotline 0651/7199-996 und im Internet unter <%LINK auto="true" href="http://www.volksfreund.de/tickets" class="more" text="www.volksfreund.de/tickets"%>. Die Tickets gibt es in drei Preiskategorien. Karten für Kinder bis 13 Jahre kosten ab zehn Euro, Schüler, Studenten, Azubis etc. zahlen ab 14 Euro, Erwachsene ab 22,50 Euro. Mannschaften, Vereine oder andere Gruppen wie Schulklassen können sich wegen rabattierten Angeboten direkt an die Arena wenden, Telefon 0651-46290103 oder per Mail an info@arena-trier.de Dort starten die Preise ab neun Euro. Im Block K wird es zudem einen DHB-Fanblock geben. Karten für diesen Fanbereich gibt es in Preiskategorie zwei, diese Karten kann man ebenfalls nur über die Arena erwerben. BP