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Die Nummer 13 soll für Glück und Erfolg sorgen

Die Nummer 13 soll für Glück und Erfolg sorgen

Die Top-Spielmacherin, die Trainerin Ildiko Barna seit ihrem Amtsantritt gefordert hatte, ist nun in Trier. Die "Miezen" verpflichteten am Mittwoch Anne Jochin vom Ligakonkurrenten FHC Frankfurt/Oder. Die 24-Jährige war in der abgelaufenen Saison mit 148 Treffern fünftbeste Torjägerin der Liga.

Trier. (BP) "Die Zahl 13 bedeutet mir sehr viel. Ich bin mit der 13 in der A-Jugend und bei den Frauen Deutscher Meister geworden. Die Trikotnummer bringt mir hoffentlich auch in Trier Glück." Anne Jochin steht nicht nur für Erfolg, sondern auch für Kontinuität. Mit 17 wechselte die Spielmacherin von Neubrandenburg zum FHC Frankfurt/Oder, wurde dort Meisterin und Pokalsiegerin (im Finale gegen die MJC 2003). "Nach sieben Jahren war nun Zeit für einen Tapetenwechsel", sagt die 24-Jährige, die in dieser Saison 148 Treffer erzielte.

Dass sie trotz zahlreichen Angeboten der Konkurrenz - fast die halbe Liga wollte sie verpflichten - in Trier landete, lag an Trainerin Ildiko Barna. "Ich kenne sie schon lange aus der Jugend- und Junioren-Nationalmannschaft", sagt Jochin, die gerade ihr Diplom im Fach Sport abschließt.

Bei den "Miezen" ist man überglücklich, endlich die gewünschte Spielmacherin zu haben. "Anne ist nicht nur torgefährlich, sondern auch eine echte Lenkerin und zudem abwehrstark. Obwohl sie noch jung ist, hat sie schon reichlich Bundesliga-Erfahrung", sagt Barna, die hofft, dass Jochin in Trier den Sprung ins Nationalteam schafft.

"Das ist ein echter Transfercoup. Dass sich eine Spielerin wie sie für Trier entscheidet, zeigt, dass wir vieles richtig machen, auch wenn wir wirtschaftlich nicht mit den anderen Angeboten mithalten konnten", sagt MJC-Vorstand Martin Rommel. Dass Jochin nur einen Ein-Jahres-Vertrag unterschrieb, liegt laut Rommel an dieser wirtschaftlichen Situation: "Derzeit gibt es bei uns nur Ein-Jahres-Verträge." Damit steht der Kader für die kommende Saison fast. Nach TV-Informationen bahnt sich im Tor neben Anna Monz eine interne Lösung an: Daniela Vogt, die mehrere Jahre im Bundesliga-Team auflief, kehrt aus dem Regionalliga-Team "nach oben" zurück. Im Feld ist nur noch eine Entscheidung offen: Wenn Oxana Pal ihren Vertrag in Trier verlängert, muss Silvia Hofman gehen. Geht Pal, bleibt die Niederländerin. Mit beiden Spielerinnen laufen Gespräche. Somit stehen Trainerin Barna bislang folgende Spielerinnen zur Verfügung: Svenja Huber (Rechtsaußen), Nadja Nadgornaja, Katrin Schneider, Willemijn Karsten, Anne Jochin, Toni Pütz (alle Rückraum), Megane Vallet (beide Linksaußen) sowie Silvia Solic, Steffie Egger, Caroline Thomas (alle Kreis). Und diese Verjüngungskur schlägt sich in Zahlen nieder: Die "Miezen" gehen mit dem jüngsten Durchschnittsalter ihrer Vereinsgeschichte - derzeit 21,1 Jahre - in die neue Saison.