Die Schicksalssaison der Miezen in Zeitraffer

Trier · Es war eine Saison zwischen Hoffen und Bangen, die die Miezen letztlich erfolgreich abschlossen. Die Mannschaft hatte viele Rückschläge zu verkraften.

Die Hinrunde begann verheißungsvoll mit einem Sieg bei Aufsteiger Bietigheim am zweiten Spieltag. Aber dann folgte die schwarze Serie von 0:18 Punkten in Folge - mit den Heimniederlagen gegen Göppingen (22:28) und Rosengarten (27:34) als absoluten Tiefpunkten. Ab dem vierten Spieltag stand die MJC auf einem Abstiegsplatz, nach Abschluss der Hinrunde (2:22 Punkte) betrug der Rückstand des Vorletzten auf das rettende Ufer bereits sechs Punkte. Zudem fielen die Spielmacherinnen Silvia Solic und Toni Pütz langfristig wegen Verletzungen aus, die mehrfach angekündigten Verstärkungen musste sich der Verein aus finanziellen Gründen abschminken, der Kader wurde nicht größer.

Aber dann: In der Rückrunde erzielten die Miezen acht ihrer insgesamt zehn Punkte. Der 29:21-Heinsieg gegen Schlusslicht Bietigheim war das Startsignal zur Aufholjagd, beim sensationellen 34:26 gegen Topteam Oldenburg wusste die MJC, dass wieder alles möglich war. Selbst von drei Niederlagen in letzter Sekunde gegen Sindelfingen, Göppingen und Blomberg mit je einem Tor Differenz ließ sich die Mannschaft nicht entmutigen.

Und als der Drittletzte Rosengarten am drittletzten Spieltag mit einem Remis gegen Göppingen ein letztes Lebenszeichen abgab, war man nicht geschockt: Im Gegenteil: das erste Schicksalsspiel in Rosengarten wurde 25:24 gewonnen, mit dem 23:21 gegen Frankfurt/Oder am letzten Spieltag - dem ersten Doppelsieg nach dreieinhalb Jahren - wurde der Klassenerhalt in letzter Sekunde gesichert. BP

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