Die TBB ist heute das Vorbild für die Miezen - zumindest sportlich

Die TBB ist heute das Vorbild für die Miezen - zumindest sportlich

Die Trierer Miezen gastieren am heutigen Samstag als klarer Außenseiter beim Ligafünften VfL Oldenburg - und stehen nach Punktgewinnen der Konkurrenz unter Druck. Celine Michielsen verlässt die MJC zum Saisonende.

Trier. Die TBB-Basketballer sind an diesem Samstag das Vorbild für die Miezen: Als Tabellenletzter und krasser Außenseiter war die Mannschaft von Trainer Henrik Rödl vergangene Woche nach Oldenburg gereist- und setzte sich sensationell mit 80:60 durch, ein Lebenszeichen in mehr als schwierigen Zeiten. Am heutigen Samstag (Anwurf: 18 Uhr) gastiert die DJK/MJC Trier als Tabellenletzter an gleicher Stelle - und weiß über die Rollenverteilung mehr als Bescheid. "Wir haben nichts zu verlieren, Oldenburg ist klarer Favorit", sagt Miezen-Vorstand Jürgen Brech, der aber hofft: "Vielleicht liegt vom TBB-Sieg ja noch irgendwas in der Luft in Oldenburg."In eigener Halle erhielten die Miezen im Hinspiel im Oktober beim 23:36 eine Lehrstunde von der jungen Oldenburger Mannschaft, die sich mittlerweile für das Pokal-Finalturnier in Hamburg qualifiziert hat. Auch wenn es in den vergangenen beiden Spielen überraschende Niederlagen gegen Leverkusen und Blomberg gab, ist Oldenburg Tabellenfünfter, nur einen Minuspunkt hinter dem Dritten aus Leipzig.Dennoch warnt VfL-Trainer Leszek Krowicki vor dem Heimspiel gegen den Tabellenletzten: "Erstens haben wir einige Verletzte, zweitens muss Trier um jeden Punkt im Kampf um den Klassenerhalt kämpfen." Worte, die man in Trier gerne hören wird - aber die Chancen auf Punkte scheinen sehr gering, obwohl Trier quasi in Bestbesetzung antreten kann, nur die Langzeitverletzten Celine Michielsen und Marta Pilmaier fehlen.Der Druck auf die Miezen ist derweil nach den Mittwochsspielen gewachsen - denn zwei Konkurrenten (gleichzeitig die nächsten Heimspielgegner der MJC) haben überraschend gepunktet: Die Füchse Berlin schlugen Champions-League-Teilnehmer Leipzig 32:29 und beendeten ihre Niederlagenserie. Noch schlechter für Trier: Der Vorletzte aus Koblenz/Weibern spielte 25:25 in Blomberg und lag Sekunden vor dem Abpfiff sogar noch in Führung. Somit schlossen die Vulkanladies mit 8:28 Punkten zum Drittletzten Göppingen auf - beide liegen zwei Zähler vor der MJC. Angesichts dieser Ergebnisse sind zwei Miezen-Heimsiege am Ostersamstag (gegen Berlin) und am 11. April gegen Koblenz/Weibern Pflicht, um den Abstieg zu verhindern. "Wir haben alles noch in unseren eigenen Händen - aber jeder Punktgewinn der Konkurrenz macht es natürlich nicht einfacher", sagt Brech. BPDJK/MJC Trier (Kader): Flöck, Kockler - Derbach, Kordel, Sattler, Pötters, Mohr, Schneider, Garcia-Almendaris, Struijs, Houben, Vallet, Solic, CzanikExtra

Michielsen geht: Die nächste Leistungsträgerin verlässt zum Saisonende die Trierer Miezen: Nachdem Top-Torschützin Katrin Schneider ihren Wechsel zum Drittligisten TSG Ketsch verkündet hatte (der TV berichtete), geht nun auch Kreisläuferin Celine Michielsen. Die Niederländerin (21), die erst zum Saisonbeginn gekommen war, spielt künftig für den Bundesligavierten TuS Metzingen - obwohl sie seit Monaten wegen einer Schulterverletzung nicht auflaufen kann. "Wenn ein finanzkräftiger Club mitbietet, haben wir keine Chancen mehr, eine Spielerin zu halten", sagt MJC-Vorstand Jürgen Brech. Er ist derzeit in zahlreichen Gesprächen mit potenziellen Neuzugängen, unterschrieben ist aber noch nichts. BP