Die Zukunft entscheidet sich heute

Das Spiele der Spiele: Seit dem Final-Rückspiel um die deutsche Meisterschaft 2005 gab es keine wichtigere Partie mehr für die "Miezen". Heute um 19.30 Uhr geht es in der Arena gegen den THC Erfurt um nicht weniger als die Zukunft des Vereins.

 Mit Vollgas gegen den Abstieg: Oxana Pal (Mitte) und die „Miezen“ müssen heute Erfurt schlagen. Dann hätte Trier fünf Punkte Vorsprung auf den Vorletzten.TV-Foto: Funkbild

Mit Vollgas gegen den Abstieg: Oxana Pal (Mitte) und die „Miezen“ müssen heute Erfurt schlagen. Dann hätte Trier fünf Punkte Vorsprung auf den Vorletzten.TV-Foto: Funkbild

Trier. (BP) Es geht um zwei Punkte. Zwei Punkte, die den einen Club wohl ins Leid werfen werden und bei dem anderen zu Jubelsprüngen führen werden. Die Mannschaft, die heute Abend (19.30 Uhr, Arena) das Feld als Sieger verlässt, kann im Abstiegskampf weiter hoffen, der anderen - vor allem dann, wenn Erfurt verliert - hilft nur noch ein Wunder zum Klassenerhalt. Neunmal trafen die DJK/MJC Trier und der THC Erfurt bislang aufeinander, achtmal gewannen die "Miezen", teilweise mit bis zu 20 Toren Differenz. Die einzige Trie rer Niederlage gab es im Hinspiel der laufenden Saison beim damaligen Schlusslicht. Eine Halbzeit hatte die MJC die Partie dominiert, wurde am Ende aber 26:29 geschlagen. Das will Triers Trainerin Ildiko Barna heute unbedingt verhindern: "Für Erfurt ist es die letzte Chance im Abstiegskampf, also müssen wir alles aus uns herausholen, um dieses Schicksalsspiel nicht zu verlieren."

Die Ausgangslage ist ganz einfach: Trier hat 15:21 Punkte, ist als Drittletzter drei Punkte und einen Rang vor Erfurt. Gewinnt Trier, fehlt selbst theoretisch nur noch ein Sieg zum endgültigen Klassenerhalt. Bei einer Niederlage müssten mindestens zwei der letzten drei Spiele (in Göppingen und Leverkusen, gegen Oldenburg) gewonnen werden, um den Abstieg noch zu verhindern. "Wir wollen es auf keinen Fall darauf ankommen lassen, auf einen Sieg am letzten Spieltag angewiesen sein zu müssen", meint Barna. Sie hofft heute auf die "absolute Unterstützung der Zuschauer: Die Fans müssen gerade in unserer aktuellen Situation hinter uns stehen. Von der Tribüne müssen Emotionen kommen."

Ihre Emotionen und Fähigkeiten nicht auf dem Feld zeigen können Nadja Nadgornaja und Toni Pütz. Beide Rückraumspielerinnen fallen verletzt aus. Nadgornaja laboriert an Knieproblemen, Pütz hat sich einen Finger gebrochen. "Somit müssen wir unseren Rückraum erneut umstellen. Ich hoffe, dass Silvia Hofman ihre starke Form aus den vergangenen Partien wiederholt und Nadja ersetzen kann", sagt Barna. Der Ausfall von Pütz soll mit Simona Roubinkova und Svenja Huber auf der Spielmacherposition kompensiert werden. "Wir müssen von allen Positionen torgefährlich sein, es darf sich nicht alles auf Oxana Pal konzentrieren", lautet Barnas Offensiv-Marschroute.

Und was passiert im Falle einer Niederlage? Daran verschwendet bei den Verantwortlichen der "Miezen" derzeit niemand einen Gedanken. Barna: "Wir gewinnen heute, und dann sind wir die größten Sorgen los."

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