Ehranger Junge träumt von Olympia

Ehranger Junge träumt von Olympia

Einige Jahre hat der Trierer Jinan Al-Shok in der Regionalliga Handball gespielt. Als "Senior" beim HSC Schweich II geht er heute in der Verbandsliga auf Torejagd. Der Physiotherapeut hat einen großen Wunsch. Er will zu den Olympischen Spielen 2012 nach London - aber nicht als Handballer, sondern mit den Beachvolleyballern.

Trier/Schweich. Gedanken an sein Karriere-Ende verschwendet Jinan Al-Shok noch nicht. "Was nächste Saison ist, weiß ich nicht", sagt der 45-Jährige. Er kümmert sich um das Hier und Jetzt. Mit dem Aufsteiger HSC Schweich II schlägt er sich in der Verbandsliga gut. "Noch fühle ich mich fit, auch wenn ich nach den Spielen eine längere Regenerationszeit brauche", sagt der Rückraumspieler.
Früher kam der Ehranger über die Linksaußenposition. In den Jahren, in denen er als Handballer richtig ambitioniert war. Als Jugendlicher spielte er in Auswahl-Teams der Landesverbände, als 16-Jähriger absolvierte er Lehrgänge der Jugend-Nationalmannschaft. Mit 18 ging er vom TV Ehrang zur DJK/MJC Trier, mit 19 für sechs Jahre zum damaligen Regionalligisten Merzig-Hilbringen. "Das war meine schönste und erfolgreichste Zeit", sagt Al-Shok rückblickend.
Nachdem er sich als Physiotherapeut selbstständig gemacht hatte, blieb weniger Zeit. Er wechselte zurück nach Trier - zur HSG Biewer/Pfalzel, wo er 15 Jahre lang aktiv war. Nach zwei Spielzeiten beim TV Bitburg ist er nun im dritten Jahr beim HSC Schweich II. "Ich versuche, einmal die Woche ins Training zu kommen", sagt Al-Shok, der an der Seite von Peter Reiland in Trier Mitinhaber einer Physiotherapie-Praxis ist. Daneben leitet Al-Shok eine weitere Praxis in Ehrang.
Der 45-Jährige liebt den Handball, aber auch andere Sportarten. Als Jugendlicher spielte er Fußball, als "Physio" ist er seit dieser Saison wieder mit dem Basketball-Bundesligisten TBB Trier auf Tour. Die Korbjäger hatte er schon einmal bis 2004 betreut. "Die Arbeit mit ihnen ist angenehm und professionell. Ich hoffe, den Job bei der TBB noch lange ausfüllen zu können", sagt Al-Shok. In jungen Jahren stand er als Physiotherapeut den Handball-Frauen der "Miezen" zur Seite, zwischen 2005 und 2010 arbeitete er mit den Fußballern von Eintracht Trier zusammen.
Seit 2004 umsorgt Al-Shok außerdem regelmäßig die deutschen Beachvolleyball-Nationalmannschaften. Mit ihnen einmal zu Olympischen Spielen zu reisen, das wär\'s. Al-Shok hofft, sich diesen Traum erfüllen zu können. Am liebsten schon 2012 in London: "Ob ich dabei sein kann, weiß ich nicht. Die Chancen stehen vielleicht 50:50."